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Arbeit und Beruf
Frage an den Anwalt
18.02.2013

Unzufriedenheit gegenüber Arbeitgeber ausdrücken

Ich möchte mein momentanes Beschäftigungsverhältnis(im April 2013 werden es 10 Jahre) nicht mehr weiter fortführen. Ich möchte der Personalleiterin Frau H meine persönliche/gesundheitliche Situation schriftlich per E-Mail mitteilen.
Der Text, den ich versenden möchte beginnt nach der Anrede "Sehr geehrte Frau H,".
Am liebsten wäre mir die Auflösung meines Beschäftigungsverhältnisses! Jedoch möchte ich nicht zu voreilig handeln! Ich stelle auch gerade Bewerbungsunterlagen zusammen.
Ich bin seit 10.01.2013 aus psychischen Gründen krank geschrieben.
Aktueller Hauptgrund für meine Krankheit, ist unter anderem meine Arbeitsplatzsituation!
Bitte informieren Sie mich ob ich das so inhaltlich per E-Mail verschicken kann, ohne mir selbst zu schaden.

Sehr geehrte Frau H,
ich möchte Sie über die Gründe meiner derzeitigen Krankensituation informieren.
Auslöser für diese Situation,
waren zum einen die Selbstmordversuche meiner Mutter am 01.01.2013 und am 08.01.2013.
Was mir jedoch bewusst geworden ist, es gibt noch einen weiteren Faktor der meine Gesundheit momentan wesentlich beeinträchtigt! Dieser Faktor heißt „Firma RWG“!

Im Laufe der Jahre hat sich summiert:
-Die Versprechungen beim Einstellungsgespräch(2003), über meine zukünftigen Tätigkeiten, als auch die Inhalte der Stellenausschreibung(in der Zeitung), wurden damals nicht eingehalten….

-Man hat mich verheizt. Ich arbeite, mit einem Arbeitskollegen(der nicht gerade sehr beliebt in der Firma ist, mit dem selbst Führungskräfte auf Grund seiner frechen und dreisten Art immer wieder Probleme hatten/haben…) in einem Büro. Dieser Kollege hat mir immer wieder Steine in den Weg gelegt(bewusst oder unbewusst), meine Autorität immer wieder untergraben. Ich kommuniziere mit diesem Kollegen seit längerem nur noch das nötigste, weil er mich unter anderem nach jeder Krankheit(egal wie lange diese Krankheit dauert)wie Dreck behandelt! …… Ein Kollege mit dem ich nicht mehr zusammen arbeiten möchte!

-Das Arbeitsklima in der Firma ist allgemein sehr schlecht(Schaut man über den Tellerrand hinaus: „Man sucht nur noch schuldige, lenkt von Fehlern ab, Teamgeist gibt es keinen mehr“!
Und das braucht man auch nicht schön reden!
Sonst hätte man in Amerika, bei unserem Mutterkonzern, auch keine Beschwerde eingereicht,
so dass aus Amerika die Personalleiterin vor Ort bei uns erschien und Gruppengespräche durch-
führte……. Gebessert hat sich nachhaltig meiner Meinung nicht viel.

-Man hat mich wegen einem handschriftlichen beschrifteten Briefumschlag im Führungskreis, von
einer Führungskraft, verkauft und bloßgestellt. Mir nachträglich mitgeteilt, das man so nicht unsere Firma repräsentieren kann…… Das Thema brauchen wir nicht mehr komplett auf wärmen, aber es spiegelt eben auch unser Betriebsklima……

-Ich werde für Fehler in Besprechungen (Prozessfehlermeldungsrunde am Montag) verantwortlich gemacht, die zum einem gar nicht der Wahrheit entsprechen, für die ich zum anderen gar nicht verantwortlich bin…… aber ich muss diese Aussagen erstmals schlucken und kann mich dann erst eine Woche später dazu wieder äußern…

-Nur der Gedanke an die Firma RWG, belastet mich momentan enorm!
(Ich konnte vor Weihnachten an den Wochenenden und in meinem Urlaub nicht mehr gedanklich abschalten!)

-Ich habe im Laufe der Jahre bei RWG, als sehr gutmütiger Mensch, viel zu viel geschluckt und bin
nun in der Situation in der ich dringend handeln muss:
1.) Ich wünsche mir, die Ausübung meines ursprünglichen, lt. Stellenausschreibung beschriebenen Sachbearbeiter Jobs(erstellen von Arbeitsplänen……).
Die Funktion „Leiter der Fertigungsmittel –und Fertigungsplanung möchte ich nicht mehr ausüben. Man hat mich damals ohne Zielsetzungen schwimmen lassen und ich habe heute, nach meinen bislang gesammelten innerbetrieblichen Erfahrungen kein Interesse diese Funktion weiterhin zu übernehmen. Meine Gesundheit ist mir wichtiger.
So wird unter anderem bei mir immer die Familie, meine Tochter, an erster Stelle stehen! Ich bin es leid mir zum Beispiel anhören zu müssen,
ich drücke mich ständig vor den Weihnachtsfeiern(die immer an Freitagen statt finden, wo ich aber meine Tochter an diesem Tag immer aus Nürnberg von der Schule hole bzw. holen lasse)! Mir gesagt wird, dass ich als Führungskraft eigentlich bei solchen Events anwesend sein müsste! ………

2.) Ich wünsche mir nicht mehr mit Herrn R in einem Büro zu sitzen!

3.) Ich möchte nicht mehr an der montäglichen Besprechung „Prozessfehlermeldung“ teilnehmen. Ich bin hier zuständig/verantwortlich für die Klärung und Lösung von Problemen die zum einen nicht meinen Bereich betreffen(z.B.: Probleme Bereich Einkauf) zum anderen sind es oft Probleme, die schon lange in der Fertigung bekannt sind, von denen ich aber inhaltlich überhaupt keine Ahnung und keine Informationen bekommen habe, aber kurzfristig verantwortlich gemacht werde.

4.) Es ist mir bewusst, wie wichtig es ist Überstunden zu leisten,
jedoch weiß ich momentan nicht, wie weit ich zukünftig gesundheitlich in der Lage bin diese Forderung zu erfüllen, dass ist zusätzlich ein Grund, warum ich von der leitenden Funktion zurücktreten möchte! Ich kann diesbezüglich Ihre gewünschten Forderungen an eine Führungskraft nicht erfüllen!

Mein Anliegen:
Besprechen diese Situation bitte mit Herrn H, der Geschäftsleitung und evtl. mit „Amerika“
Was können Sie mir an Alternativen, Vorschlägen und Lösungen anbieten?
Bitte schriftliche Info.
Vertrauen in mündliche Personal-Gespräche habe ich nicht,
Sie hatten mich schon einmal zu einem unverbindlichen Personal-Gespräch per Outlook eingeladen, es sei keine Vorbereitung von meiner Seite her notwendig! Auf meine schriftliche Rückfrage an Sie, ob ich mich auf irgendetwas vorbereiten kann, wurde nicht geantwortet.
Fakt war: Sie hatten mir gleich zu Beginn des Gespräches meine Zeitkarte mit 5 Stunden minus vorgelegt und mir erklärt das ein Abteilungsleiter keine Minusstunden haben dar und meine Person als Führungskraft in Frage gestellt…....usw.

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Author Antwort Rechtsanwalt Hanno Hoffmann
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Ihre Angelegenheit ist recht komplex, so dass Sie wahrscheinlich noch eine Rückfrage haben. Bitte stellen Sie diese über die Anwaltshotline. Zunächst rate ich Ihnen davon ab, der Personalleiterin in der von Ihnen vorgeschlagenen Art zu schreiben, insbesondere um die Auflösung des Arbeitsverhältnisses zu bitten. Sollte man sich auf einen Aufhebungsvertrag einigen, bekämen Sie eine dreimonatige Sperre beim Arbeitsamt. Auch würde der Hinweis auf eine psychische Erkrankung sich negativ in Ihrer Personalakte auswirken.

Wenn Sie die Personalleiterin anschreiben wollen, schlage ich vor dies in etwa so zu formulieren:

Sehr geehrte Frau H,

meine Situation in Ihrem Unternehmen stellt sich zunehmend unbefriedigend dar. Bei meinem Antritt wurden mir folgende Versprechen gemacht 1. … Diese Versprechen sind durch die Firma im Wesentlichen nicht eingehalten worden. Insbesondere …..

Hinzu kommt, daß der Kollege x/y mich unziemlich behandelt. Hierzu möchte ich im Einzelnen ausführen: (Hier bitte die Probleme konkret benennen).

Ich bitte zudem darum, mich entsprechend der Arbeitsplatzbeschreibung in meinem Arbeitsvertrag einzusetzen. Meine derzeitige Funktion „Leiter der Fertigungsmittel –und Fertigungsplanung möchte ich nicht mehr ausüben. Man hat mich damals ohne Zielsetzungen schwimmen lassen und ich habe heute, keine hinreichende Unterstützung durch den Betrieb erhalten. Denn ich werde für Fehler in Besprechungen(Prozessfehlermeldungsrunde am Montag) verantwortlich gemacht, die zum einem gar nicht der Wahrheit entsprechen, für die ich zum anderen gar nicht verantwortlich bin. Beispielhaft möchte ich hier anführen: Bitte Beispiele nennen.

Durch die Beilegung der Probleme ließe sich jedoch insgesamt die Produktivität steigern und das Betriebsklima nachhaltig verbessern.

Mit freundlichen Grüßen

Alles andere empfehle ich ersatzlos zu streichen. Man wird Sie ansonsten als psychisch labilen Menschen darstellen und, falls Sie einmal den Arbeitsplatz wechseln, auch den neuen Arbeitgeber irgendwie informieren. Dies wäre kontraproduktiv.

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