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Doppelte Staatsbürgerschaft

Online-Rechtsberatung von Rechtsanwalt Dr. Dietmar Breer
Stand: 12.02.2013

Frage:

Ich lebe seit mehreren Jahren mit einem Amerikaner zusammen. Nun möchten wir durch die Eheschließung die doppelte Staatsbürgerschaft für beide erzielen. Nach amerikanischem Recht kann ich als deutscher Partner die Staatsbürgerschaft 3 Jahre nach Eheschließung beantragen, muss aber nachweisen, dass ich mind. 18 Monate von den 3 Jahren in den USA gelebt habe. Gilt das Gleiche auch für meinen Partner hier in Deutschland?

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Antwort:

Eine doppelte Staatsbürgerschaft wird für Ihren (Ehe)Mann auch nach einer Heirat nicht möglich sein.

Das deutsche Staatsangehörigkeitsrecht knüpft den Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit zwingend an die Aufgabe der bisherigen Staatsangehörigkeit (§ 10 Abs.1 Ziff.4 StAG).

Hierzu gibt es in § 12 StAG zwar einige Ausnahmen. Für einen US-Amerikaner kommt dabei allerdings nur die Ziff. 5 (theoretisch) in Betracht. Danach kann von der Aufgabe der fremden Staatsbürgerschaft abgesehen werden, wenn die Aufgabe der ausländischen Staatsbürgerschaft erhebliche Nachteile insbesondere wirtschaftlicher oder vermögensrechtlicher Art entstehen würden, die über den Verlust der Staatsbürgerschaft hinausgehen. Diese konkreten Nachteile müssen glaubhaft gemacht werden.

Es reichen also nicht die Probleme, die sich aus dem Verlust der Staatsbürgerschaft selbst ergeben, sondern nur solche, die darüber hinausgehen (z.B. Verlust der Möglichkeit im Heimatland Immobilien zu besitzen oder zu erben). Angesichts der liberalen Ordnung in der USA können solche Nachteile dort regelmäßig nicht nachgewiesen werden, da z.B. auch Deutsche in den USA geschäftlich tätig sein können und Eigentum besitzen können.

Will Ihr Mann auf die amerikanische Staatsangehörigkeit verzichten, kann er 3 Jahre nach der Eheschließung unter den üblichen Voraussetzungen die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten. Wichtig ist dabei vor allem ein gewöhnlicher Aufenthalt in Deutschland während dieses Zeitraumes (§§ 8, 9 StAG).



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