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Bei Rot über die Fußgängerampel - Fall für Haftplichtversicherung?

Online-Rechtsberatung von Rechtsanwalt Hanno Hoffmann
Stand: 25.01.2013

Frage:

Ich bin als Fußgänger bei Rot über die Straße gegangen und bin von einen PKW erfasst worden. An dem Pkw entstand ein Schaden von 11.000,00 Euro. Ich
stand bei diesen Zusammenstoß unter Alkohol 1,8 Promille da ich auf einer
Weihnachtsfeier war. Muss meine private Haftpflichtversicherung für den
Schaden aufkommen bzw. muss sie diesen regulieren. In den Versicherungsbedingungen ist nur Leistungsausschluss bei Vorsatz . Kann mich
die Versicherung in Regress nehmen Ich habe vor den Zusammenstoß telefoniert und war dadurch abgelenkt.

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Antwort:

Wenn ein Fußgänger bei Rot eine Ampel überquert, tritt die Haftpflichtversicherung ein. Zwar geht der Fußgänger vorsätzlich bei Rot über die Ampel, aber den Schaden verursacht er fahrlässig. Auch wegen Ihres Trunkenheitszustandes und gleichzeitigen Telefonats entsteht kein Vorsatz. Da Ihre Haftpflichtversicherung einen Ausschluss nur bei Vorsatz kennt, ist sie hier eintrittspflichtig.

Aber! Die Haftpflichtversicherungen wickeln in aller Regel nicht den Schaden direkt mit dem Unfallgegner ab (das machen nur Kfz-Versicherer). Ihr Unfallgegner wird daher die Rechnung an Sie richten und Sie müssen diese an Ihre Versicherung weiterreichen. Es besteht kein Verhältnis zwischen Geschädigten und der Versicherung, so dass Sie unter Umständen auch bei zögerlicher Bearbeitung des Schadens in Vorleistung gehen müssen.



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