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Frage an den Anwalt
05.12.2012

Kfz-Steuer trotz Schweizer Wohnort?

Ich bin seit Juli 2012 für einen Arbeitgeber in der Schweiz als Geschäftsführer mit Eintrag in das Handelsregister Tätig. Ich habe einen Wohnsitz in Deutschland und einen Wohnsitz in der Schweiz.
Ich habe derzeit einen sogenannte Grenzgängerbewilliung, da meine Familie noch in Deutschland ist und ich am Wochenende nach Deutschland fahre.
Für meine Tätigkeit habe ich einen Firmenwagen mit Schweizer Kennzeichen. Diesen habe ich zu geschäftlichen als auch zur privaten Nutzung.
Diese private Nutzung wird in der Schweiz versteuert.
Meine Frage nun:
Muss ich für die Nutzung des Fahrzeugs in Deutschland eine KFZ Steuer entrichten und wenn ja, wie wird diese ermittelt?
Sollte ich mich direkt an das Finanzamt wenden oder sollte dies mein Steuerberater tun?

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Antwort Rechtsanwalt Ralf Steinmeier
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Gemäß § 1 Abs. 1 des Kraftfahrzeugsteuergesetzes (KraftStG) der Bundesrepublik Deutschland unterliegt der Kraftfahrzeugsteuer

  1. das Halten von inländischen Fahrzeugen zum Verkehr auf öffentlichen Straßen sowie
  2. das Halten von ausländischen Fahrzeugen zum Verkehr auf öffentlichen Straßen, solange die Fahrzeuge sich im Inland befinden.

Als Grenzgänger müssen Sie wöchentlich mindestens einmal an Ihren (Haupt-)Wohnsitz in der Bundesrepublik Deutschland zurückkehren. Durch diesen Umstand handelt es sich aber bei dem Ihnen überlassenen Firmenwagen weder um ein inländisches Fahrzeug (Zulassungsverfahren nach schweizerischem Recht) noch um ein ausländisches Fahrzeug, das sich im Inland befindet, im Sinne des Kraftfahrzeugsteuergesetzes. Somit müssen Sie für die Nutzung des Fahrzeugs in der Bundesrepublik Deutschland auch keine Kfz-Steuer entrichten. Ich gehe aufgrund Ihrer Sachverhaltsschilderung ohnehin davon aus, dass Sie bzw. Ihr Arbeitgeber Kraftfahrzeugsteuer in der Schweiz entrichten. Sollte dem nicht so sein, dann teilen Sie mir dies bitte explizit mit.

Weder Sie noch Ihr Steuerberater müssen sich daher an das deutsche Finanzamt wenden.

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