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Anspruch auf Schwerbehindertenrente?

Online-Rechtsberatung von Rechtsanwalt Dr. Dietmar Breer
Stand: 27.11.2012

Frage:

Ich bin 61 Jahre alt, momentan 60% schwerbehindert. Geplant ist, mit 63 Jahren die Rente wegen Schwerbehinderung zu beziehen.
Es ist davon auszugehen, dass ich bei weiterem positiven Gesundheitsverlauf 2015 die Schwerbehinderung verlieren werde. Verliere ich dann auch den Anspruch auf die Schwerbehindertenrente?

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Antwort:

Es ist zwischen einer Rente wegen Erwerbsminderung und einer vorgezogenen Altersrente wegen Schwerbehinderung zu unterscheiden.

Bei der Rente wegen Erwerbsminderung ist es tatsächlich so, dass diese regelmäßig nur auf Zeit bewilligt wird und bei einer Besserung des Gesundheitszustandes die Erwerbsminderungsrente wieder wegfallen kann.

Anders bei der vorgezogenen Altersgrenze wegen Schwerbehinderung. Hierbei wird allein das Renteneintrittsalter der Altersgrenze aufgrund der vorliegenden Schwerbehinderung vorgezogen. Damit ist es allein maßgeblich, dass zum Zeitpunkt des Renteneintritts die Schwerbehinderung gegeben ist. Ein späterer Wegfall der Schwerbehinderung ändert nichts mehr an der bestehenden Altersrente. Damit ist es für Sie in rentenrechtlicher Hinsicht ohne Belang, wenn die Schwerbehinderung 2015 wegfällt, wenn Ihnen zuvor die Altersrente bewilligt worden ist.

Beachten Sie aber bitte, dass Sie zu den ersten Jahrgängen zählen bei denen das Rentenalter (schrittweise) erhöht wird. Diese Erhöhung wird auch auf die Altersrente wegen Schwerbehinderung übertragen (§ 236a SGB VI). Um eine abschlagsfreie Altersrente zu erhalten müssen Sie daher einige Monate über den 63. Geburtstag hinaus arbeiten.



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