Der direkte Draht zum Anwalt:
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00 Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen.

Heizkosten nicht nach tatsächlichem Verbrauch berechnet

Online-Rechtsberatung von Rechtsanwältin Silke Fasterling
Stand: 20.06.2012

Frage:

Ich bin Eigentümerin einer vermieteten Wohnung. Erstmalig wurde auf der Heizkostenabrechnung 2011 statt des tatsächlichen Verbrauchs (30% : 70%) ein Rohrwärmeverbrauch nach VD 2077 berechnet. Dies erfolgte ohne vorherige Ankündigung, ohne Information an mich und ohne Beschlussfassung der Eigentümerversammlung.

1. Darf das Wärmeunternehmen ohne Auftrag dieses Verfahren, welches eine Kann-Bestimmung ab 2009 ist, anwenden?
2. Darf die Hausverwaltung ohne Eigentümerbeschluss das Wärmeunternehmen damit beauftragen?
3. Welche Pflichten hat die Hausverwaltung, das Wärmeunternehmen beim Wechsel des Abrechnungsverfahrens gegenüber den Eigentümern?
4. Wer hat die Entscheidungsbefugnis, dass dieses Abrechnungsverfahren angewendet wird?

Ich muss nun über eine Anfechtung des Beschlusses der Eigentümerversammlung v. 22.5.12 entscheiden.

E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.
Telefonberatung: Jetzt anrufen unter 0900-1 875 000-11
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen
Kontakt zur Autorin des Beitrages:
Rechtsanwältin Silke Fasterling   |Hier klicken

Antwort:

Wie Sie richtig anführen, ist die Anwendung des Korrekturverfahrens nach VDI 2077 eine Kann-Bestimmung, um den Wärmeverlust über so genannte Ein-Rohr-Heizsysteme in die Heizkostenabrechnung einzubeziehen. Je nach Lage der Wohnung im Gebäude kann es zu erheblicher Mehr- oder Minderbelastung für den Eigentümer bzw. Mieter führen. Als VDI-Richtlinie gilt ein solches Verfahren als anerkannte Regel der Technik.

Der Gebäudeeigentümer ist nicht verpflichtet, den Wärmeverbrauch der Nutzer nach anerkannten Regeln der Technik zu bestimmen. Entscheidet er sich jedoch dafür, kann er einen Messdienst mit der Durchführung eines Korrekturverfahrens beauftragen.

Mieter selbst haben keinen Anspruch darauf.
Eine Ankündigung der Abrechnung nach den Regeln der Technik ist im Rahmen des Mietverhältnisses nicht notwendig, da es sich nach einhelliger Auffassung nicht um eine Änderung des Abrechnungsmaßstabes handelt.

Im Falle einer Wohnungseigentümergemeinschaft wäre in der Regel – möglicherweise auf Empfehlung des Versorgungsunternehmens - ein entsprechender Beschluss zu fassen. Dies auch insbesondere deshalb, weil das Korrekturverfahren nur empfohlen wird, wenn bestimmte Grenzwerte hinsichtlich Verbrauchswärmeanteil, Anteil der Niedrigverbraucher und Standardabweichung Verbrauchsfaktoren erfüllt sind.
Nach Abwägung sämtlicher Informationen hat die Eigentümergemeinschaft einen entsprechenden Beschluss über die Auftragserteilung an den Versorger zur Korrekturabrechnung zu fassen.

Nun ist dieser Auftrag in Ihrem Fall offenbar seitens der Hausverwaltung erteilt worden. Dessen Befugnisse ergeben sich aus der Verwalterbestellung, Teilungserklärung und Verwaltervertrag. Es ist durchaus möglich, dass eine solche Beauftragung sich im vertraglichen Rahmen bewegt. Allerdings halte ich in jedem Fall eine umfassende Information der Eigentümer unter Darlegung der Voraussetzungen und Folgen für erforderlich.

Sie werden die evtl. wesentlich höhere Abrechnung an Ihre Mieter weitergeben wollen. Hierzu ist mir bislang nur eine Entscheidung des Amtsgerichts Neubrandenburg aus dem Januar 2012 bekannt, in der die Klage der Mieter gegen eine nach Korrekturverfahren wesentlich höhere Heizkostenabrechnung abgewiesen worden. Wahrscheinlich wird letztendlich erst eine höchstrichterliche Entscheidung durch den Bundesgerichtshof für Rechtssicherheit sorgen.

Ich empfehle, zunächst die Befugnisse der Hausverwaltung ausgiebig zu prüfen, von dort außerdem die Informationen anzufordern, die zur Auftragserteilung geführt haben und den Auftrag selbst vorzulegen.



Rechtsbeiträge über Miet-/ Immobilienrecht
Interessante Fälle aus der E-Mail-Rechtsberatung zu Änderung des Mietvertrages

Unzulässige Nutzung von Garagenräumen | Stand: 03.11.2016

FRAGE: Als Eigentümer bewohne ich eine Wohnung in einem Mehrfamilienhaus in Baden-Württemberg. Direkt unter meiner Wohnung befindet sich eine Gemeinschaftsgarage, deren Zufahrt ebenerdig von der Straß...

ANTWORT: 1. Liegen hier Nutzungsänderungen vor, die unzulässig sind? Auch im Hinblick auf Versicherungs- und Haftungsfragen im Brandfall Eine Nutzungsänderung im baurechtlichen Sinne liegt in Ihre ...weiter lesen

Schlossreparatur: Muss Eigentümergesellschaft dafür aufkommen? | Stand: 11.07.2013

FRAGE: Ich bin Eigentümer einer Wohnung in einer Eigentümerwohnanlage mit 80 Wohnungen. Das Haus ist mit einer Schließanlage versehen, d.h. ich kann mit einem Schlüssel die Haustüre...

ANTWORT: Sie haben Recht. Bei dem Schloss handelt es sich um Gemeinschaftseigentum. Die Reparatur ist, sofern es unverschuldet kaputt ging, von Eigentümergemeinschaft zu bezahlen. Dies ergibt sich aus Folgendem:Zu ...weiter lesen

Sicherungsübereignung als probates Mittel für die eindeutige Trennung der Besitzstände | Stand: 17.12.2010

FRAGE: Frau-A bewohnt ihr Einfamilienhaus welches ihr Eigentum ist. Sie heiratet den selbständigen Herrn-A, welcher künftig ebenfalls im Haushalt wohnt. Herr-A bringt auf Grund der Platzverhältniss...

ANTWORT: Sehr geehrter Mandant, das Mobiliar unterliegt nur dann der Pfändung durch den Gerichtsvollzieher, wenn es einen erheblichen Wert hat und nicht notwendig zum täglichen Lebensbedarf benötig ...weiter lesen

Besteht eine Pflicht zur Durchführung der Schönheitsreparaturen? | Stand: 26.08.2010

FRAGE: Wir wohnen seit 3 Jahren und 11 Monaten in einer Mietwohnung und ziehen jetzt aus. In dem Einheitsmietvertrag steht, dass Wand- und Deckenanstriche in Küchen, Bädern und Duschen alle drei Jahre...

ANTWORT: Sehr geehrte Mandantin,Ihre einzelnen Fragen sind meinen Antworten vorangestellt:Frage 1.: Sind wir rechtlich verpflichtet zu streichen bzw. die Malerkosten zu zahlen? Antwort: Die Durchführung de ...weiter lesen

Anspruch auf Bonuszahlung nach dem Strom Vertrag | Stand: 19.05.2010

FRAGE: Auszug aus den AGB der Strom AG:7.3 Wenn Sie als Neukunde einen Vertrag mit Strom schließen, gewährt Ihnen Strom einen einmaligen Bonus. Dieser wird nach zwölf Monaten Belieferungszei...

ANTWORT: Sehr geehrter Mandant,Fragestellung: Anspruch auf Bonuszahlung nach dem Strom Vertrag vom 02.01.2009Grundlage eines möglichen Anspruchs auf den Bonus ist allein der Vertrag vom 02.01.2009 i.V.m. de ...weiter lesen

Wo kann eine Grundschuldbestellungsurkunde ausgestellt werden? | Stand: 26.04.2010

FRAGE: In einem Darlehnsvertrag (von 2007) zwischen mir und meinem Sohn ist festgehalten, das das Darlehen als Grundschuld im Grundbuch des meinem Sohn gehörenden Grundstücks als Sicherheit eingetrage...

ANTWORT: Sehr geehrter Mandant, gerne beantworte ich Ihre Anfragen wie folgt: 1. Aus dem Darlehensvertrag haben Sie einen schuldrechtlichen, durchsetzbaren und einklagbaren Anspruch auf Eintragung einer Grundschul ...weiter lesen


E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.
Telefonberatung: Jetzt anrufen unter 0900-1 875 000-11
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen
Kontakt zur Autorin des Beitrages:
Rechtsanwältin Silke Fasterling   |Hier klicken

SEHR GUT
4.5 Sternenbewertungen

20.295 Kundenbewertungen
Bewerten auch Sie den Anwalt
nach dem Gespräch !

   | Stand: 25.11.2017
Vielen, vielen Dank für ihre Hilfte, Herr Böckhaus.

   | Stand: 23.11.2017
Ich wurde gerade von einer sehr freundlichen Anwältin zum Thema Rückforderungsrecht / Verwaltungsrecht beraten. Meine Fragen wurden vollständig und präzise beantwortet. Vielen Dank

   | Stand: 23.11.2017
Vielen Dank für die schnelle und verständliche Beantwortung meiner Fragen bezüglich Mietrecht. Kann es nur weiterempfehlen.

Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-11
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen



Wichtige Themen:

Rechtsanwalt für Mietrecht | Baurecht (öffentliches) | Baurecht | Mietrecht | Altvertrag | Blankomietvertrag | Bürogemeinschaft | Einheitsmietvertrag | Indexmietvertrag | Inventar | Inventarliste | Mietvertragsrecht | Mindestmietdauer | mündlicher Mietvertrag | Nebenmieter | Vertragsverlängerung | Wohnraumnutzung | Wohnungsgarten | Kein Mietvertrag

Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:


ERFOLGSAUSSICHTEN CHECK

Lassen Sie 10 Anwälte urteilen

Lohnt sich ein Anwalt? Lassen Sie das Risiko Ihrer Rechtsangelegenheit von unabhängigen Rechtsanwälten bewerten. ...weiter lesen
Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:

HOMEPAGE TOOLS
NEU und exklusiv für Webmaster

Machen Sie Ihre Website rechtssicher! Mit unseren kostenlosen Homepage-Tools minimieren sie das Risiko einer Abmahnung. Egal ob Impressum, Disclaimer oder AGB. ...weiter lesen
Recht auf Ihrer Website

JURA TICKER

Die neuesten Meldungen auf Ihrer Website
Der Jura-Ticker bietet Ihren Besuchern aktuelle Gerichtsurteile, die stets interessant und leserfreundlich geschrieben sind. Dieser Content ist kostenlos in jede Website integrierbar und wird von uns regelmäßig mit einer neuen Meldung bestückt. Rechtsgebiete, Größe und Farben des Tickers können dabei an den eigenen Internetauftritt angepasst werden.

Anwaltshotline
Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-11
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen


E-Mail Beratung Online-Rechtsberatung per E-Mail. Antwort innerhalb weniger Stunden „schwarz auf weiß“. Jetzt Anfragen