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Unerlaubte Handlung verjährt nicht - stimmt das?

Online-Rechtsberatung von Rechtsanwältin Silke Fasterling
Stand: 08.06.2012

Frage:

Vor langer Zeit ist mir einen Schadenersatzanspruch gegen einen Finanzvermittler vor Gericht zugesprochen worden. Der Vermittler hat daraufhin die Insolvenz beantragt und den Gläubigern wurden sieben Jahre lang geringfügige Beträge ausgezahlt (nicht einmal diese habe ich bekommen, weil mein Rechtsanwalt sie nicht weitergeleitet hat). Mein Anspruch gründet aber auf einer unerlaubten Handlung, die, wie ich meine, nicht verjährt. Die sieben Jahre sind längst vergangen und ich habe den Vermittler über Facebook ausfindig machen können (Das Gericht war übrigens überhaupt nicht hilfsbereit.) Ich meine, dass der Vermittler inzwischen wieder geschäftstätig ist und ich möchte meine Forderung weiterhin geltend machen. Ich möchte betonen, dass der Herr seine Adresse wiederholt geändert hat und niemand hat mir in dieser Hinsicht geholfen.
Wie soll ich vorgehen?

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Antwort:

Im Gegensatz zu Ihrer Annahme unterliegen auch die Ansprüche aus unerlaubter Handlung der Verjährung. Diese beträgt 3 Jahre beginnend mit Schluss des Jahres, in dem Sie Kenntnis von den anspruchsbegründenden Tatsachen erlangt haben, §§ 195, 199 Abs. 1 Satz 1 BGB.

Da zwischenzeitlich laut Ihren Informationen mehr als sieben Jahre vergangen sind, sehe ich für eine Geltendmachung Ihres Anspruchs leider keine Erfolgsaussichten mehr.
Den seinerzeit tätigen Rechtanwalt, der durch Sie auch zum Inkasso bevollmächtigt war, sollten Sie zeitnah zur umfassenden Abrechnung des Mandats auffordern. Es ist zwar möglich, dass die erhaltenen Beträge mit Zahlungsansprüchen verrechnet wurden, auch hierüber hat er Ihnen jedoch Rechnung zu erteilen.

Ich bedaure, Ihnen keine günstigere Auskunft geben zu können.



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