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Ehegatten- und Kindesunterhalt?


Online-Rechtsberatung von Rechtsanwalt Florian Wehner
Stand: 06.02.2012

Frage:

Seid 2006 bin ich verheiratet, wir haben in Polen geheiratet, aber unser
Lebensmittelpunkt war in Köln. Nun kommt meine Frau aus Ihrem Urlaub nicht zurück, und hat mir durch ihre Tochter mit Scheidung gedroht, Unterhalt. Wie viel kann da im Monat auf mich zukommen.
Und wie lange kann ich steuerlich/ Wohnungsanmeldung und so machen als wenn Sie noch bei mir wäre?

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Antwort:

1. Ob Sie auch Kindesunterhalt meinen, konnte ich Ihrer Schilderung nicht entnehmen; Grundsätzlich kann ihre Tochter ( durch Ihre Frau, sofern sie minderjährig ist, dann nach der Düsseldorfer Tabelle) Unterhalt geltend machen. Ist sie volljährig, kann sie selbst auf Sie zukommen. Dies alles aber nur unter der Voraussetzung, dass sie auch Ihre Tochter ist, sonst natürlich nicht.

2. Ehegattenunterhalt bestimmt sich nach der Frage, inwieweit Ihre Frau selbst in der Lage ist - oder wäre - für den eigenen Erwerb zu sorgen. Hier hat die Rechtsprechung das Selbstverantwortungsprinzip des wirtschaftlich schwächeren Ehegatten jüngst betont; Ihre Frau muss alle Anstrengungen unternehmen, und einen Vollzeitjob suchen, um ihren Lebensunterhalt zu sichern. Dies insbesondere, weil die Ehe von kurzer Dauer war.
Nur wenn hier - z.B. weil sie ungelernt ist, oder der Markt in ihrem Beruf sehr schlecht - keine nachweisbaren Erwerbsaussichten bestehen, kann sie von Ihnen Unterhalt verlangen; dies hängt auch von der Dauer der Ehe ab und von dem, was Ihre Frau während der Ehe gemacht hat. Die Chancen, dass Sie hier letztlich ohne Unterhaltsleistungen, oder wenn, dann höchstens mit einem geringen Betrag ( abhängig von Ihrer Leistungsfähigkeit) auf 1-2 Jahre herauskommen, sind bei der Konstellation sehr gut. Ihre Frau muß in jedem Fall eigene Anstrengungen zur Arbeitsfindung nachweisen, sollte sie derzeit keine haben.



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