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Kündigung von Fitnesscenter nach Erkrankung


Online-Rechtsberatung von Rechtsanwalt Uwe Peters
Stand: 18.01.2012

Frage:

Infolge Krankheit musste ich meine Mitgliedschaft im Fitnesscenter XXX nach 42 Tagen Kündigen.(ärztliches Attest liegt vor)
Die Jahresgebühr von 150€ wurde eingezogen.
Ich verlange eine Teilerstattung für 10 Monate.
Frage: Berechtigt oder nicht?

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Antwort:

Nach der Rechtsprechung kann ein Fitnessvertrag trotz einer festen Laufzeit von einem Jahr außerordentlich aus wichtigem Grund gekündigt werden. Voraussetzung ist das Vorliegen eines wichtigen Grundes. Eine dauerhafte Krankheit, die eine dauerhafte Nutzung des Angebotes eines Fitnesscenters ausschließt, genügt diesen Anforderungen. Die scheint jedoch nach dem mitgeteilten Sachverhalt in Ihrem Fall nicht gegeben zu sein. Zumindest wären Sie beweispflichtig für das Vorliegen einer dauerhaften Erkrankung. Eine nur vorübergehende Erkrankung berechtigt jedenfalls nicht zur fristlosen Kündigung. Dies bestätigt sich auch durch die mit Ihnen getroffenen Vereinbarungen in dem Fitnessvertrag vom 27.09.2011. Nach Ziff. 5. des Vertrages besteht bei nur vorübergehender Erkrankung lediglich ein Anspruch auf vorübergehende Aussetzung der Vereinbarung. Dies bedeutet quasi, dass Ihnen für die Zeit der Aussetzung keine Gebühren berechnet werden dürfen, d.h. die Aussetzungszeit wird der vereinbarten Laufzeit angehängt. Nur für den Fall, dass Ihnen der Nachweis einer dauerhaften Erkrankung mit Verhinderung der Entgegennahme des Leistungsangebots des Fitnesscenters gelingt, kommt eine Erstattung Ihrer bereits gezahlten Beiträge in Betracht. Insofern haben die Kollegen in ihrem Schreiben vom 23.01.2012 nicht ganz Unrecht.



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