Der direkte Draht zum Anwalt:
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00 Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen.

Fragen zur Erbverteilung


Online-Rechtsberatung von Rechtsanwältin Mandy Turowski
Stand: 04.12.2011

Frage:

Meine Mutter ist im August verstorben. Ich bin das einzige noch lebende Kind, 2 Brüder sind bereits seit fast 20 Jahren verstorben. Jeder der verstorbenen Brüder hat einen Sohn. Meine Mutter hat ein Testament gemacht. Es datiert vom 22.01.2003. Darin steht, dass ich bevollmächtigt bin, die Beerdigung auszurichten und nach Abzug aller Auslagen, den noch verbleibenden finanziellen Nachlass zu gleichen Teilen aufzuteilen unter 9 Personen, die namentlich im Testament genau benannt sind.

Diese 9 Personen sind: ich, mein Mann, meine 3 Kinder, die beiden Kinder meiner beiden Brüder und meine eine Schwägerin, die nicht mehr geheiratet hat. Den übrigen Nachlass überlässt sie uns, was damit geschehen soll. Es handelt sich dabei nur um die Wohnungseinrichtung (Möbel, Geschirr, Wäsche usw.). Als Zusatz, aber unter gleichem Datum steht noch im Testament, dass, wenn bis zum Ableben meiner Mutter noch Urenkel zur Welt kommen, sollen diese in die kleine Erbgemeinschaft mit einbezogen werden. Damit sind Kinder der im Testament genannten Enkel gemeint.

Dies ist auch geschehen; es kamen noch 2 Urenkel zur Welt. Es muss also unter 11 Leuten geteilt werden. Das Testament war beim Nachlassgericht und ich erhielt einen Erbschein. Das Geld ist noch nicht verteilt. Es hat sich nun herausgestellt, dass einer meiner Brüder einen unehelichen Sohn hat. Ob dieser verheiratet ist und ob er Kinder hat, entzieht sich meiner Kenntnis. Muss der nun mit berücksichtigt werden oder muss der einen Pflichtteil bekommen. Und wie sieht es aus, wenn er Kinder hat. Ich betone nochmals, 1. meine Mutter hat alle, die erben sollen, namentlich im Testament benannt, plus des oben im Testament genannten Zusatzes, 2. es sind keine Immobilien, Grundstücke oder dergleichen vorhanden, nur ein Sparbuch.

E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.
Telefonberatung: Jetzt anrufen unter 0900-1 875 000-14
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen

Antwort:

Laut Ihrer Schilderung hat Ihre Großmutter durch Ihr errichtetes Testament eine Regelung getroffen, die immer der gesetzlichen Regelung vorgeht. Zumindest solange, wie im Testament keine Regelung geschaffen wurde.
Grundsätzlich sind Sie im Testament offensichtlich als Person benannt worden, der die Erbmasse an die entsprechenden Erben, gleich einem Testamentsvollstrecker, verteilen soll.
Es erben derzeit 11 Personen. Diese sind zumindest bekannt. Es erbt auch das Kind Ihres Bruders. Auch wenn es unehelich zur Welt gekommen sein sollte. Dies spielt heute keine Rolle mehr. Er oder Sie ist ein Urenkel und damit laut Testament erbberechtigt. Dieses Kind darf nicht nur auf den Pflichtteil verwiesen werden. Sollten weitere Urenkel existieren, erben auch diese.
Entscheidend ist dabei aber, dass Sie zum Zeitpunkt des Todes der Erblasserin bereits gelebt haben. Sie müssen noch nicht zur Welt gekommen sein.

Zu beachten ist, dass Ihre Großmutter im Testament allein zum finanziellen Nachlass eine Regelung getroffen hat. Im übrigen gilt gesetzliche Erbfolge,gem. §§ 1922 ff. BGB (Bürgerliches Gesetzbuch). Die Erbberechtigten richten sich dort nach Stämmen und Ordnungen.

Abschließend möchte ich darauf hinweisen, dass wenn niemand der übrigen Erbberechtigten, insbesondere nach gesetzlicher Erbfolge bezüglich des übrigen Vermögens der Erblasserin, am übrigen Nachlass Interesse hat, sollten Sie mit Einverständnis aller diese Gegenstände verkaufen und den Erlös zur Erbmasse ziehen und dann entsprechend der Erbquote verteilen.

Bitte beachten Sie auch, dass vor dem Verteilen der Erbmasse alle Verbindlichkeiten der Erblasserin beglichen sein müssen.



Interessante Fälle aus der E-Mail-Rechtsberatung zu Pflichtteil

Vorerbschaft und Pflichtteilsentziehung | Stand: 24.11.2015

FRAGE: Ich war zweimal verheiratet, aus der ersten Ehe sind zwei Söhne, wobei sich der zweite mit 18 Jahren, bei meiner Scheidung von seiner Mutter, die mit unbekannter Adresse weggezogen ist und in de...

ANTWORT: Vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich zunächst im Hinblick auf die im Testament Ihrer zweiten Ehefrau verfügte Vorerbschaft beantworte. Insoweit gibt es zwei Varianten: 1. Sie sind sogenannte ...weiter lesen

Verhinderung des Pflichtteils für das erbende Kind | Stand: 10.03.2015

FRAGE: Ich bin wiederverheiratet. Meine Tochter hat mein erstes Haus per Notar Vertragübertragen bekommen. Ich habe lebenslanges Nutz und Niesrecht. Zusammen mit meiner neuen Frau habe ich ein zweites Hau...

ANTWORT: Grundsätzlich bleibt auch im Falle einer Enterbung der Anspruch auf das Pflichtteil (die Hälfte des gesetzlichen Erbteils) bestehen. Es bleibt Ihnen selbstverständlich unbelassen einen Erbverzich ...weiter lesen

Testament verhindert keine Pflichtteilsansprüche | Stand: 29.12.2014

FRAGE: Ich bin 74 Jahre, ledig, kinderlos und mein Stiefvater und Mutter sind tot. Aus dieser Verbindung gibt es 3 Kinder; mich und meine beiden Stiefgeschwister. Seit gestern weiß ich, das...

ANTWORT: Das deutsche Erbrecht ist im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) geregelt. Nach Paragraphen 1922 ff. BGB ist gesetzlich bestimmt, wer Erbe geworden ist, wenn der Erblasser verstirbt.Zunächst gilt z ...weiter lesen

Möglichkeit die Geschwister zu enterben | Stand: 01.03.2014

FRAGE: Meine Geschwister sollen auf keinen Fall von meinem Vermögen erben. Kann ich das durch entsprechendes Testament verhindern?Eltern leben nicht mehr, ich habe keine Nachkommen. ...

ANTWORT: Sie können Ihre Geschwister durch einfaches Testament enterben bzw. frei jemand anderes als Erben einsetzen. Zu unterscheiden ist die testamentarische bzw. gewillkürte Erbfolge durch letztwillig ...weiter lesen

Eigentumsübertragung unter Nießbrauchsvorbehalt | Stand: 03.05.2013

FRAGE: Es besteht ein Pflichtteilergänzungsanspruch, der sich aus einem verschenkten Grundstück ergibt. Die Schenkung erfolgte zwar 1999, aber unter Niessbrauchvorbehalt. Dieser wurde 2009 gegen Zahlun...

ANTWORT: Der Wert des Pflichtteilsergänzungsanspruchs richtet sich nach § 2325 BGB *1). Bei Immobilien als nicht verbrauchbare Sachen kommt der Anspruch mit dem Werte in Ansatz, den er zur Zeit des Erbfall ...weiter lesen

Testamentsformulierung für Regelung eines Pflichtteilsanspruch | Stand: 07.07.2012

FRAGE: Ehepaar , 2 Kinder; Ein Kind soll nur den gesetzlichen Pflichtteilsanspruch (Mindesterbteil) erhalten.Daher haben sich die Eheleute im gemeinschaftlichen Testament gegenseitig zu alleinigen Vollerben de...

ANTWORT: Sie beabsichtigen, ein sog. Berliner Testament zu errichten. Dabei ist es völlig ausreichend, wenn Sie nur das Kind erwähnen, welches als Schlusserbe eingesetzt werden soll. Sofern weitere Persone ...weiter lesen


Rechtsbeiträge über Erbrecht / Erb- und Steuerrecht
Interessante Beiträge zu Pflichtteil

Pflichtteilsergänzungsansprüche und deren Verjährung
| Stand: 23.06.2014

Wann verjähren eigentlich Pflichtteilsansprüche? Diese Frage ist in der anwaltlichen Praxis eine sehr häufig gestellte. Seit dem 1.1. 2010 hat sich eine Änderung auf dem Gebiet der Verjährung ergeben. ...weiter lesen

Wann darf ein Erbe den Pflichtteil kürzen
| Stand: 23.06.2014

Sehr häufig stellt sich für den Erben eines Nachlasses die Frage, ob er die Pflichtteilsansprüche übergangener Erben kürzen darf. Der Gesetzgeber hat nun für besondere Fallkonstellationen ein ...weiter lesen

Verjährung und Stundung von Pflichtteilsansprüchen
| Stand: 18.03.2014

Für alle seit dem 01.01.2010 eingetretenen Erbfälle gilt gem. dem Gesetz zur Änderung des Erb- und Verjährungsrechts vom 24.09.2009 ein neues Verjährungsrecht. Damit gilt grundsätzlich für ...weiter lesen

Pflichtteilsrecht, Änderung der Rechtsprechung des BGH
| Stand: 27.06.2012

Mit Urteil vom 23. Mai 2012 (Aktenzeichen IV ZR 250/11) hat der Bundesgerichtshof seine Rechtsprechung zum Pflichtteilsrecht geändert. In dem entschiedenen Fall ging es um den § 2325 I BGB, der besagt, dass ein ...weiter lesen

E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.
Telefonberatung: Jetzt anrufen unter 0900-1 875 000-14
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen

SEHR GUT
4.5 Sternenbewertungen

20.140 Kundenbewertungen
Bewerten auch Sie den Anwalt
nach dem Gespräch !

   | Stand: 20.09.2017
sehr freundliche und kompetente Beratung, vielen Dank!

   | Stand: 19.09.2017
Auskunft war sehr gut und präzise...

   | Stand: 19.09.2017
RAìn Fritsch hat das sehr gut erklärt. Hohe Auffassungsgabe.

Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-14
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen



Wichtige Themen:

Rechtsanwalt für Erbrecht | Erbrecht | Steuerrecht | Erb- und Steuerrecht | Alleinerbe | Enterbung | Erbschaft | Nachlass | Pflichtanteil | Pflichterbe | Pflichterbteil | Pflichtteilanspruch | Pflichtteilsberechtigter | Pflichtteilsergänzung | Pflichtteilsergänzungsanspruch | Pflichtteilsrecht | Pflichtteilsverzicht | Plichtteil | Zusatzpflichtteil | Pflichtteilsentzug

Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:


ERFOLGSAUSSICHTEN CHECK

Lassen Sie 10 Anwälte urteilen

Lohnt sich ein Anwalt? Lassen Sie das Risiko Ihrer Rechtsangelegenheit von unabhängigen Rechtsanwälten bewerten. ...weiter lesen
Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:

HOMEPAGE TOOLS
NEU und exklusiv für Webmaster

Machen Sie Ihre Website rechtssicher! Mit unseren kostenlosen Homepage-Tools minimieren sie das Risiko einer Abmahnung. Egal ob Impressum, Disclaimer oder AGB. ...weiter lesen
Recht auf Ihrer Website

JURA TICKER

Die neuesten Meldungen auf Ihrer Website
Der Jura-Ticker bietet Ihren Besuchern aktuelle Gerichtsurteile, die stets interessant und leserfreundlich geschrieben sind. Dieser Content ist kostenlos in jede Website integrierbar und wird von uns regelmäßig mit einer neuen Meldung bestückt. Rechtsgebiete, Größe und Farben des Tickers können dabei an den eigenen Internetauftritt angepasst werden.

Deutsche Anwaltshotline
Anwaltshotline
Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-14
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen


E-Mail Beratung Online-Rechtsberatung per E-Mail. Antwort innerhalb weniger Stunden „schwarz auf weiß“. Jetzt Anfragen