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Düsseldorfer Tabelle: Unterhaltsanspruch nicht ehelicher Mutter gegenüber Kindesvater

Online-Rechtsberatung von Rechtsanwältin Silke Fasterling
Stand: 09.09.2011

Frage:

Ich habe eine 4 Monate alte Tochter und bin alleinerziehend. Ihr Papa war die ganze Zeit nicht bereit, mich finanziell zu unterstützen. Alle Anschaffungen für das Baby kommen von mir.
Seit 2 Monaten arbeite ich wieder, allerdings nur 4 Stunden am Tag von zu Hause aus, da das Elterngeld alleine nicht ausreicht. Mittlerweile habe ich ihn soweit, dass er mir monatlich 150 Euro zahlt. Er sagt, mehr könne er nicht geben!

Eine Freundin erzählte mir von der Düsseldorfer Tabelle, und wenn ich nach dieser Tabelle gehen würde, müsste er aber mehr Unterhalt zahlen, ich weiß aber nicht, wie das genau berechnet wird. Denn er hat bereits einen 11 jährigen Sohn, für den er auch Unterhalt zahlt. Was er genau zahlt, weiß ich nicht, das würde mich nichts angehen. Ich vermute aber, dass das so ca. 200 - 250 Euro sind!?
Und was genau er verdient, weiß ich auch nicht, ich denke aber, dass er entweder in der Gehaltsgruppe 2 oder 3 ist? Eher aber in der 2.

Mich würde sehr interessieren, ob die 150 Euro angemessen sind oder ob meiner Tochter mehr Unterhalt zustehen würde!?

Mein Arbeitgeber hat mir für 2 Jahre einen Heimarbeitsplatz genehmigt. Ab nächstem Jahr muss ich auf 6 Stunden täglich erhöhen, da das Elterngeld dann wegfällt. Je nachdem wie das klappt, werde ich meine Kleine entweder schon nächstes Jahr oder aber erst übernächstes Jahr in die Krippe geben.

Wie sieht das mit den Kosten für die Betreuung aus? Muss ich die alleine tragen, sind die Kosten im Unterhalt bereits enthalten oder steht mir zusätzlich davon die Hälfte zu?

Leider sind wir emotional nicht in der Lage, das alleine zu klären, daher kontaktiere ich Sie für ein vorerst unverbindliches Preisangebot.
Falls Sie noch weitere Angaben benötigen, lassen Sie es mich bitte wissen!

...Gilt dann Ihre Antwort als Zahlungsvorgabe für den Vater meines Kindes?

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Antwort:

Im Folgenden möchte ich Ihnen zunächst einmal Ihre Rechte und Ansprüche erläutern, da Ihre Anfrage ein wenig so klingt, als fühlten Sie sich mehr oder weniger der "Gnade" des Kindesvaters ausgeliefert.

Als nicht eheliche Mutter ist Ihnen der Kindesvater nach § 1615 l BGB zum Unterhalt verpflichtet, und zwar bereits für die Zeit des Mutterschutzes. Dies gilt auch hinsichtlich der Kosten, die infolge der Schwangerschaft oder der Entbindung außerhalb dieses Zeitraums entstehen.

Soweit die Mutter einer Erwerbstätigkeit nicht nachgeht, weil sie infolge der Schwangerschaft oder einer durch die Schwangerschaft oder die Entbindung verursachten Krankheit dazu außerstande ist, ist der Vater verpflichtet, ihr über die in Absatz 1 Satz 1 bezeichnete Zeit hinaus Unterhalt zu gewähren. Das Gleiche gilt, soweit von der Mutter wegen der Pflege oder Erziehung des Kindes eine Erwerbstätigkeit nicht erwartet werden kann. Die Unterhaltspflicht beginnt frühestens vier Monate vor der Geburt und besteht für mindestens drei Jahre nach der Geburt. Sie verlängert sich, solange und soweit dies der Billigkeit entspricht. Dabei sind insbesondere die Belange des Kindes und die bestehenden Möglichkeiten der Betreuung des Kindes. Wenn Sie Ihre Erwerbstätigkeit - so wie Sie mitteilen - reduzieren mussten, so ist der Vater des Kindes in der Regel verpflichtet, diese Einkommensnachteile auszugleichen.

Dies vorausgeschickt, ist der Vater ab Geburt zum Unterhalt verpflichtet, und zwar im Regelfall nach der Düsseldorfer Tabelle, die bundesweit als Maßstab herangezogen wird. Er schuldet Ihnen Auskunft über sein gesamtes Einkommen, damit Sie überhaupt in der Lage sind, einen Zahlungsanspruch zu ermitteln.
Selbst nach geringster Stufe läge der Betrag derzeit bei 317 € monatlich, wobei das von Ihnen bezogene Kindergeld zur Hälfte anzurechnen ist. Es ergeben sich daher 225,00 €, die er wohl mindestens zahlen müsste. Über eine konkrete Einordnung kann ohne seine Einkommensmitteilungen keine Angabe gemacht werden.
Fordern Sie ihn zunächst unter Fristsetzung zur Auskunft über sein monatliches Einkommen und gleichzeitig zur Zahlung von 225,00 € ab Oktober 2011 auf.
Wenn Ihnen dies aus emotionalen Gründen schwerfällt, wenden Sie sich an Ihr zuständiges Jugendamt. Sie können sich dort auch über die Möglichkeit von Unterhaltsvorschussleistungen informieren. Hier kann auch kostenneutral die Vaterschaft durch den Vater anerkannt und ein Titel erlangt werden, der Ihnen den laufenden Unterhalt sichert.
Eine andere Möglichkeit ist die Beauftragung eines Rechtsanwalts, der sich an den Kindesvater wendet. Aufgrund Ihrer derzeitigen finanziellen Situation kommt die Beantragung von Beratungs- und evtl. Prozesskostenhilfe infrage.



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Sehr guter Hinweis von Frau Kress. Vielen DanK!

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