Der direkte Draht zum Anwalt:
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00 Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen.

Fristgerecht kündigen oder Aufhebungsvertrag einsetzen ?


Online-Rechtsberatung von Rechtsanwalt Uwe Peters
Stand: 02.07.2011

Frage:

Ich bin laut Arbeitsvertrag an die gesetzlichen Kündigungsfristen gebunden. 
Es gibt einen Zusatz der lautet " Eventuell verlängerte Kündigungsfristen für den Arbeitgeber gelten ebenso für den Arbeitnehmer"

Ich bin seit 01.04.2006 in dem derzeitigen Unternehmen beschäftigt.

Meine Kündigungsfrist beträgt also 2 Monate zum Monatsende?
Mein neuer Arbeitvertrag beginnt zum 01.09.2011, kann ich das jetzt noch fristgerecht kündigen oder benötige ich einen Aufhebungsvertrag?
Ich habe etwas von einer Regelung gehoert die eine fristgerechte Kündigung noch zum 3ten Werktag des Folgemonats möglich macht.

E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.
Telefonberatung: Jetzt anrufen unter 0900-1 875 000-12
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen

Antwort:

Sehr geehrter Mandant,

Fragestellung: Meine Kündigsfrist beträgt also 2 Monate zum Monatsende? Mein neuer Arbeitvertrag beginnt zum 01.09.2011, kann ich das jetzt noch fristgerecht kündigen oder benötige ich einen Aufhebungsvertrag?

Die vertragliche Vereinbarung von Kündigungsfristen ist grundsätzlich zulässig, sofern die Bestimmungen des § 622 BGB eingehalten werden. Gem. § 622 Abs. 6 BGB darf für die Kündigung des Arbeitsverhältnisses durch den Arbeitnehmer keine längere Frist vereinbart werden als für die Kündigung durch den Arbeitgeber. Dieser Einschränkung hält die Vereinbarung in Ihrem Arbeitsvertrag stand. Gem. § 622 Abs. 2 Nr. 2 BGB beträgt die Kündigungsfrist für eine Arbeitgeberkündigung bei einem Arbeitsverhältnis, welches 5 Jahre bestanden hat, zwei Monate zum Ende eines Kalendermonats. Dabei handelt es sich um eine gesetzliche Verlängerung der Kündigungsfrist für den Arbeitgeber, die gem. der zitierten Regelung Ihres Arbeitsvertrages auch für Sie gilt. Damit endet Ihr Arbeitsverhältnis am 30.09.2011, sofern Sie es noch in diesem Monat kündigen. Das ist etwas ärgerlich, denn hätten Sie spätestens am letzten Donnerstag, den 30.06.2011 gekündigt, könnten Sie pünktlich zum 01.09.2011 bei einem neuen Arbeitgeber beginnen. Denn dann wäre Ihr Arbeitsverhältnis bereits zum 31.08.2011 beendet gewesen.

Außer der zuvor erörterten ordentlichen Kündigung gibt es zwar noch die fristlose Kündigung aus wichtigem Grund nach § 626 Abs. 1 BGB. Allerdings dürfte Ihnen kein wichtiger Grund zur Seite stehen, da ein solcher im Verhalten des Arbeitgebers liegen muss. In Betracht käme damit nur ein einvernehmlicher Aufhebungsvertrag. Diesen sollten Sie allerdings erst abschließen, wenn Ihnen die andere Anstellung sicher ist, da Sie ansonsten ggf. ohne Anstellung dastehen. Ein Aufhebungsvertrag geht nur im beiderseitigen Einvernehmen. Stimmt Ihr Arbeitgeber einem Aufhebungsvertrag nicht zu, muss er damit rechnen, dass er einen unzufriedenen Mitarbeiter an seinen Arbeitsplatz fesselt, was nicht sinnvoll sein kann. Sie sollten deshalb so schnell wie möglich das Gespräch suchen. Denn dann könnten Sie anbieten, z.B. während der anstehenden Sommerferien keinen Urlaub zu nehmen oder aber eine Nachfolgekraft noch bis Ende August einzuarbeiten etc.



Interessante Fälle aus der E-Mail-Rechtsberatung zu Arbeitsplatzwechsel

Agentur für Arbeit fordert Stellungnahme zum Aufhebungsvertrag | Stand: 20.09.2011

FRAGE: Ich habe meinen Arbeitsvertrag auf Betreiben meines Arbeitgebers per Aufhebungsvertrag zum 30.08. beendet. Ich habe im Vertrieb von IT Dienstleistungen im Außendienst gearbeitet und mein Arbeitgebe...

ANTWORT: Ihre Frage wie der Fragenkatalog der Agentur für Arbeit zu beantworten ist, kann ich Ihnen nur eine Antwort geben: „Wahrheitsgemäß“. Nachweislich falsche Angaben könne ...weiter lesen


Rechtsbeiträge über Arbeitsrecht
Interessante Beiträge zu Arbeitsplatzwechsel

Videoüberwachung am Arbeitsplatz kann rechtens sein
| Stand: 12.05.2016

Der Einsatz von Videoüberwachung zur Aufklärung von Straftaten am Arbeitsplatz ist rechtlich problematisch. Häufig werden diese Kameras verwendet, um Diebstähle aufzuklären. Den rechtlichen Rahmen ...weiter lesen

Was ist bei der Rufbereitschaft zu beachten?
| Stand: 02.05.2016

Rufbereitschaft bedeutet, wie die Bezeichnung andeutet, die Bereitschaft, bei Bedarf an die Arbeitsstelle gerufen zu werden und zu arbeiten. Ob ein Ruf erfolgt, ist mehr oder weniger ungewiss. Der Arbeitnehmer ist verpflichtet, ...weiter lesen

Arbeitgeber kann den Hund am Arbeitsplatz verbieten.
| Stand: 28.07.2014

Manche Arbeitnehmer bringen Ihre Hunde mit an den Arbeitsplatz. Aber kann der Arbeitgeber ihnen dies per Direktionsrecht verbieten. In einer aktuellen Entscheidung des LAG Düsseldorf nahmen die Richter zu diesem Thema ...weiter lesen

Schmerzensgeld bei verbotener Videoüberwachung am Arbeitsplatz
| Stand: 06.01.2014

Eine Videoüberwachung stellt einen rechtswidrigen Eingriff in das allgemeine Persönlichkeitsrecht des Arbeitnehmers dar, wenn sie heimlich und ohne Anlass seitens des Arbeitgebers erfolgt. Wird auf die Videoüberwachung ...weiter lesen

Hund am Arbeitsplatz muss nicht geduldet werden
| Stand: 06.09.2013

Ein dreibeiniger Hund bedarf zweifellos der besonderen Zuwendung durch sein Herrchen oder Frauchen. Die Behinderung des Tiers ist aber noch kein Freibrief, es ohne Zustimmung des Vorgesetzten und der Kollegen an den Arbeitsplatz ...weiter lesen

Vorgesetzter lässt Arbeitszeitnachweise fälschen
| Stand: 03.09.2013

Ein leitender Angestellter, der seine Mitarbeiter vorzeitig Feierabend machen lässt, ohne dazu berechtigt zu sein, riskiert das notwendige Vertrauen der Unternehmensführung. Der Bruch mit dem Arbeitgeber ist irreparabel, ...weiter lesen

Umkleidezeit ist vergütungspflichtige Arbeitszeit
| Stand: 12.08.2013

Die Zeit, die benötigt wird, die Arbeitskleidung anzuziehen oder zu wechseln, muss der Arbeitgeber unter Umständen als Arbeitszeit werten und daher genauso vergüten. Selbst dann, wenn keine entsprechende Regelung ...weiter lesen

E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.
Telefonberatung: Jetzt anrufen unter 0900-1 875 000-12
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen

SEHR GUT
4.5 Sternenbewertungen

20.126 Kundenbewertungen
Bewerten auch Sie den Anwalt
nach dem Gespräch !

   | Stand: 19.09.2017
Freundlich und kompetent, gerne wieder

   | Stand: 19.09.2017
gut investierte 7 Minuten!

   | Stand: 16.09.2017
Bin mit der Beratung sehr zufrieden.

Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-12
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen



Wichtige Themen:

Rechtsanwalt für Arbeitsrecht | Allgemeine Rechtsfragen | Arbeitsrecht | Familienrecht | Arbeitgeber | Arbeitsplatz | Arbeitsplatzbedingungen | Arbeitsplatzbestimmungen | Arbeitsplatzgestaltung | Arbeitsplatzgröße | Arbeitsplatzkündigung | Arbeitsplatzrichtlinien | Arbeitsplatzschutz | Arbeitsplatzverordnung | Arbeitstemperatur | Arbeitsvertrag

Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:


ERFOLGSAUSSICHTEN CHECK

Lassen Sie 10 Anwälte urteilen

Lohnt sich ein Anwalt? Lassen Sie das Risiko Ihrer Rechtsangelegenheit von unabhängigen Rechtsanwälten bewerten. ...weiter lesen
Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:

HOMEPAGE TOOLS
NEU und exklusiv für Webmaster

Machen Sie Ihre Website rechtssicher! Mit unseren kostenlosen Homepage-Tools minimieren sie das Risiko einer Abmahnung. Egal ob Impressum, Disclaimer oder AGB. ...weiter lesen
Recht auf Ihrer Website

JURA TICKER

Die neuesten Meldungen auf Ihrer Website
Der Jura-Ticker bietet Ihren Besuchern aktuelle Gerichtsurteile, die stets interessant und leserfreundlich geschrieben sind. Dieser Content ist kostenlos in jede Website integrierbar und wird von uns regelmäßig mit einer neuen Meldung bestückt. Rechtsgebiete, Größe und Farben des Tickers können dabei an den eigenen Internetauftritt angepasst werden.

Deutsche Anwaltshotline
Anwaltshotline
Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-12
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen


E-Mail Beratung Online-Rechtsberatung per E-Mail. Antwort innerhalb weniger Stunden „schwarz auf weiß“. Jetzt Anfragen