Der direkte Draht zum Anwalt:
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00 Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen.

Gesetzliche Erbfolge bei Patchwork Familie


Online-Rechtsberatung von Rechtsanwältin Silke Helmling
Stand: 24.06.2011

Frage:

Patchwork Familie alle Kinder waren bei der Eheschliesung der Eltern Volljährig. Es wurde auch keiner adoptiert. Der Ehemann meiner Mutter ist vor zwei Jahren verstorben hinterlässt zwei Söhne jetzt möchten sie ihr Erbe haben. Es wurde kein Testament gemacht. Meine Mutter lebte mit ihrem Mann in einer Zugewinngemeinschaft brachte aber Vermögen mit in die Ehe (100000) DM.
Vermögen der Eheleute im Todesmonat des Mannes 82000.-Euro. Da die Ehe 1988 geschlossen wurde ist es etwas schwierig nachzuweisen das meine Mutter Vermögen eingebracht hat . Da wir uns eigentlich alle gut verstehen hat sich keiner damit auseinander gesetzt. Und nun die eigentliche Frage . Was bekommt meine Mutter und was bekommen meine ( nicht wirklichen Stiefbrüder) es war ja ihr Vater der gestorben ist.

E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.
Telefonberatung: Jetzt anrufen unter 0900-1 875 000-14
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen

Antwort:

Sehr geehrter Mandant,

Da der Ehemann Ihrer Mutter kein Testament oder andere Verfügung von Todes wegen
hinterlassen hat, gilt die gesetzliche Erbfolge.

Danach erben Ihre Mutter den Nachlass zu ½ , § 1931, § 1371 BGB, die beiden Söhne des Verstorbenen zu je ¼ , § 1924 BGB.
Es besteht insoweit eine ungeteilte Erbengemeinschaft.

Schwieriger ist die Frage zu beantworten, welche Summe die Söhne von Ihrer Mutter als
Miterben verlangen können.

Sie geben an, dass das Vermögen beider Eheleute zum Todeszeitpunkt bei ca. € 82000 lag.
In den Nachlass fällt aber nur das Vermögen des Verstorbenen, nicht das Vermögen Ihrer
Mutter. Entgegen weit verbreiteter Auffassung bedeutet die Zugewinngemeinschaft nicht, dass mit der Eheschliessung alles gemeinsames Vermögen bzw. Eigentum der Ehegatten ist. Vielmehr bleiben die Vermögensmassen getrennt, dh das Vermögen, das Ihre Mutter mit in die Ehe gebracht hat, bleibt ihr Vermögen.

Als erstes wäre damit festzustellen, welcher Anteil aus dem beim Tod vorhandenen Vermögen Ihrer Mutter gehört bzw. ihr zuzuordnen ist, sofern das nach so langer Zeit überhaupt noch möglich ist.

Danach können die Summen von je ¼ bestimmt werden, die den Söhnen als gesetzliche Erben zustehen.

Sollte ein „Auseinanderdividieren“ schwierig sein, könnte Ihre Mutter argumentieren, dass das beim Tod noch vorhandene Barvermögen ganz oder im wesentlichen aus ihrem damals eingebrachten Vermögen stammt, dh nicht in den Nachlass fällt.
Die Banken haben mitunter selbst nach so langer Zeit noch Mikroverfilmungen von Bankunterlagen, nachfragen lohnt sich in jedem Fall.

Im übrigen ist der Nachlass gemeinschaftliches Vermögen der Erben, § 2032 BGB, die ihn gemeinschaftlich verwalten, § 2038 BGB.

Dies ist bei Ihnen offensichtlich nicht geschehen, wenn sich die Söhne erst 2 Jahre nach dem Tod des Vaters melden und Erbansprüche geltend machen.

In jedem Fall können die Erben von Ihrer Mutter Auskunft über den Bestand des Nachlasses, dh das Vermögen des verstorbenen Vaters, zum Todeszeitpunkt verlangen.

Wichtig ist auch der Aspekt der Verjährung : Erbansprüche verjähren in der Jahren nach Kenntnis vom Erbfall, und zwar zum Jahresende.
Nach Ablauf dieser Zeitspanne könnte sich Ihre Mutter auf den Eintritt der Verjährung berufen und eine Zahlung verweigern.

Empfehlen würde ich Ihrer Mutter in jedem Fall, die Angelegenheit möglichst gütlich zu regeln. Bei auftretenden Streitigkeiten besteht die Möglichkeit , einen Mediator einzuschalten.
Nähere Informationen hierzu finden Sie in meiner homepage www.mediation-helmling.de



Rechtsbeiträge über Erbrecht / Erb- und Steuerrecht
Interessante Fälle aus der E-Mail-Rechtsberatung zu Erbanfechtung

Erbe ausschlagen oder automatischer Antritt es Erbes | Stand: 24.05.2013

FRAGE: Meine Schwiegermutter hat die Mitteilung eines Erbenermittlers über eine Erbschaft erhalten. Die Bezahlung erfolgt im Falle des Antritts und der Auszahlung des Erbes. Soweit ok.Unsere Frage ist jetzt...

ANTWORT: Sie müssen sich hinsichtlich der Erbschaft Ihrer Schwiegermutter keine großen Gedanken machen. Erbenermittler werden nur tätig, wenn ein Nachlass mit einigem Gewicht vorhanden ist. Ansonste ...weiter lesen

Rechtsanspruch eines Wohnungseigentümer auf Beantwortung von Briefen des Verwalters | Stand: 05.03.2013

FRAGE: Darf der Hausverwalter die E-Mails und Briefe eines Wohnungseigentümers, der weder sein Auskunftsrecht noch seine Teilnahme an den Wohnungseigentümerversammlungen wahrnehmen kann, unbeantworte...

ANTWORT: Dem Gesetz lässt sich ein solcher Rechtsanspruch nicht entnehmen. Es gibt lediglich eine Entscheidung des BayObLG hierzu. Das hat entschieden: Verwaltungsorgane der Wohnungseigentümergemeinschaf ...weiter lesen

Forderung von Inkassounternehmen an verstorbenen Ehemann | Stand: 17.07.2012

FRAGE: Ich habe meinen Mann am 20.10.2011 geheiratet. Zu diesem Zeitpunkt stand bereits fest, dass mein Mann an Krebs erkrankt war.Da wir weniger als ein Jahr verheiratet waren, steht mir keine Rente zu, trotzde...

ANTWORT: Zunächst ist festzuhalten, dass das Schreiben an Ihren verstorbenen Ehemann adressiert war. Sie sind also – noch nicht – direkt betroffen. Die Forderung ist durch den Vollstreckungsbeschei ...weiter lesen

Fragen zur Erbverteilung | Stand: 04.12.2011

FRAGE: Meine Mutter ist im August verstorben. Ich bin das einzige noch lebende Kind, 2 Brüder sind bereits seit fast 20 Jahren verstorben. Jeder der verstorbenen Brüder hat einen Sohn. Meine Mutte...

ANTWORT: Laut Ihrer Schilderung hat Ihre Großmutter durch Ihr errichtetes Testament eine Regelung getroffen, die immer der gesetzlichen Regelung vorgeht. Zumindest solange, wie im Testament keine Regelun ...weiter lesen

Erbengemeinschaft blockiert testamentarisch angeordnete Maßnahmen | Stand: 13.08.2010

FRAGE: Wie lange können drei Mitglieder einer Erbengemeinschaft die Durchführung des Testaments ohne Begründung verweigern? ...

ANTWORT: Sehr geehrter Mandant, gerne beantworte ich Ihre Rechtsfrage wie folgt: 1. Grundsätzlich handelt es sich bei der Erbengemeinschaft um eine Gesellschaft Bürgerlichen Rechts. Dies bedeutet, das ...weiter lesen

Erbengemeinschaft - Unstimmigkeiten beim Immobilienverkauf | Stand: 27.04.2010

FRAGE: Mein Mann und sein Bruder haben das elterliche Reihenhaus geerbt und bilden nun eine Erbengemeinschaft. Während mein Schwager das Haus behalten und weiterhin vermieten möchte, würden mei...

ANTWORT: Sehr geehrte Mandantin,Grundsätzlich bilden Ihr Mann und Ihr Schwager eine sogenannte Gesamthandsgemeinschaft, auch Erbengemeinschaft genannt. Dies bedeutet, dass jeder einzelne Nachlassgegenstand ...weiter lesen


E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.
Telefonberatung: Jetzt anrufen unter 0900-1 875 000-14
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen

SEHR GUT
4.5 Sternenbewertungen

20.295 Kundenbewertungen
Bewerten auch Sie den Anwalt
nach dem Gespräch !

   | Stand: 25.11.2017
Vielen, vielen Dank für ihre Hilfte, Herr Böckhaus.

   | Stand: 23.11.2017
Ich wurde gerade von einer sehr freundlichen Anwältin zum Thema Rückforderungsrecht / Verwaltungsrecht beraten. Meine Fragen wurden vollständig und präzise beantwortet. Vielen Dank

   | Stand: 23.11.2017
Vielen Dank für die schnelle und verständliche Beantwortung meiner Fragen bezüglich Mietrecht. Kann es nur weiterempfehlen.

Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-14
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen



Wichtige Themen:

Rechtsanwalt für Erbrecht | Erbrecht | Steuerrecht | Erb- und Steuerrecht | Auseinandersetzung | Auseinandersetzungsvertrag | Ausgleichspflicht | Auskunftsrecht | Erbanfechtungsfrist | Erbauseinandersetzung | Erbauseinandersetzungsvertrag | Erbausgleich | Erbreihenfolge | Erbschaftsfolge | Erbstreitigkeiten | Erlösauskehr | gesetzliche Erbfolge | Intestaterbfolge | Teilzwangsversteigerung | Testamentsanfechtung

Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:


ERFOLGSAUSSICHTEN CHECK

Lassen Sie 10 Anwälte urteilen

Lohnt sich ein Anwalt? Lassen Sie das Risiko Ihrer Rechtsangelegenheit von unabhängigen Rechtsanwälten bewerten. ...weiter lesen
Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:

HOMEPAGE TOOLS
NEU und exklusiv für Webmaster

Machen Sie Ihre Website rechtssicher! Mit unseren kostenlosen Homepage-Tools minimieren sie das Risiko einer Abmahnung. Egal ob Impressum, Disclaimer oder AGB. ...weiter lesen
Recht auf Ihrer Website

JURA TICKER

Die neuesten Meldungen auf Ihrer Website
Der Jura-Ticker bietet Ihren Besuchern aktuelle Gerichtsurteile, die stets interessant und leserfreundlich geschrieben sind. Dieser Content ist kostenlos in jede Website integrierbar und wird von uns regelmäßig mit einer neuen Meldung bestückt. Rechtsgebiete, Größe und Farben des Tickers können dabei an den eigenen Internetauftritt angepasst werden.

Anwaltshotline
Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-14
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen


E-Mail Beratung Online-Rechtsberatung per E-Mail. Antwort innerhalb weniger Stunden „schwarz auf weiß“. Jetzt Anfragen