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Anschlussreha abgelehnt - Widerspruch einlegen

Online-Rechtsberatung von Rechtsanwalt Dr. Dietmar Breer
Stand: 21.06.2011

Frage:

Mein Vater hatte am 17.4. den 2. Schlaganfall und war bis zum 5.5. in der Klinik. Danach kam er direkt von der Klinik in die Reha, aus der er am 25.5. entlassen wurde.
Am 9.6. hatte er dann den 3. Schlaganfall und war bis zum 16.6. in der Klinik. Seit diesem Tag ist er zuhause und sollte am 24.6. in eine weitere Anschlussreha. Heute bekomme ich nun den Bescheid, dass diese abgelehnt ist.
Kann ich widersprechen? Und wenn ja, wie soll ich diesen Widerspruch formulieren?

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Antwort:

Sehr geehrte Mandantin,

Ihre Frage kann ich wie folgt beantworten:

Nach einer Krankenhausbehandlung besteht aufgrund des § 40 SGB V ein Anspruch auf eine Anschluss-Reha, wenn eine vollständige Wiederherstellung der Gesundheit im Krankenhaus nicht zu erreichen ist und anschließende Rehablitationsleistungen aus medizinischen Gründen erforderlich sind.

Nach § 40 Abs.3 Satz 4 SGB V können solche Rehabilitationsleistungen allerdings nur alle 4 Jahre einmal in Anspruch genommen werden es sei denn, die vorzeitige Leistung ist aus medizinischen Gründen dringend erforderlich.

Das bedeutet in Ihrem Fall, dass ein Anspruch nur dann besteht, wenn eine Reha aus medizinischer Sicht dringend erforderlich ist.

Gegen den Ablehnungsbescheid können Sie Widerspruch einlegen. Dieser hat allerdings nur dann Aussicht auf Erfolg, wenn Ihnen ein Facharzt begründet und eingehend bescheinigt, dass die Durchführung der Reha dringend erforderlich ist und auch ein Reha-Erfolg erwartet werden kann.

Ohne eine solche ärztliche Stellungnahme, deren Inhalt und Umfang über ein übliches ärztliches Attest deutlich hinausgehen muss, ist Ihr Widerspruch ohne Erfolgsaussichten. Wichtig ist daher ein kurzfristiges Gespräch mit den behandelnden Ärzten.

Liegt eine ausreichende medizinische Begründung vor und lehnt die KK gleichwohl ab, können Sie versuchen eine einstweilige Regelung vor dem Sozialgericht durchzusetzen. Dazu ist dann allerdings wohl die Hilfe eines Fachanwaltes notwendig.



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