Der direkte Draht zum Anwalt:
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00 Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen.

Erbschaftssteuer mindern ?

Online-Rechtsberatung von Rechtsanwalt Dr. Dietmar Breer
Stand: 18.04.2011

Frage:

Kann die spätere Erbschaftssteuer auf ein Haus (in meinem Falle wären das 30 %) dadurch gemindert werden wenn ich den Erblasser bis zu seinem Tode unentgeltlich pflege?

E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.
Telefonberatung: Jetzt anrufen unter 0900-1 875 000-21
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen
Kontakt zum Autor des Beitrages:
Rechtsanwalt Dr. Dietmar Breer   |Hier klicken

Antwort:

Sehr geehrter Mandant,

der Gesetzgeber hat bei der Pflege den Pflegenden in steuerlicher Sicht ein Wahlrecht gelassen:

Nach § 13 Abs.1 Nr. 9 ErbSt bleibt ein steuerpflichtiger Erwerb bis zu 20.000 € steuerfrei für die Personen, die den Erblasser unentgeltlich oder gegen unzureichendes Entgelt Pflege oder Unterhalt gewährt haben, soweit das Zugewendete als angemessenes Entgelt anzusehen ist. Ob die Zuwendung eines Hauses als angemessenes Entgelt anzusehen ist, erscheint zweifelhaft. Dazu wäre schon eine kostenlose Pflege über eine Reihe von Jahren notwendig. Es kommt also nicht automatisch der Betrag von 20.000 € zur Anwendung sondern nur ein angemessener Betrag.

Ich weise darauf hin, dass nach § 33b EStG schon zu Lebzeiten des Pflegebedürftigen die Pflegeperson einen Pflegepauschbetrag von 924 €/Jahr geltend machen kann, wenn die Pflege kostenlos erfolgt. Diese Pauschale, die nicht im einzelnen nachgewiesen werden muss, führt zu einer Reduzierung Ihrer Lohn- und Einkommensteuer. Von dieser Möglichkeit sollten Sie Gebrauch machen, um im Erbschaftsfall den Tatbestand der kostenlosen Pflege einfach nachweisen zu können.

Die dritte Alternative besteht darin, dass die Pflegebedürftige Person einen Pflegevertrag mit Ihnen abschließt und Sie zu Lebzeiten bezahlt. Diese Variante wird nach § 13 Abs.1 Nr.9a ErbStG dadurch steuerlich gefördert, als dass dieses Einkommen steuerfrei bleibt, solange die Zahlungen in Höhe der Leistungen der Pflegeversicherung nach § 37 SGB XI erfolgen.

Ich hoffe Ihnen damit eine ausreichende Entscheidungsgrundlage für Ihr weiteres Vorgehen gegeben zu haben. Für welche Variante man sich entscheidet, hängt neben finanziellen Überlegungen vor allem auch vom persönlichen Verhältnis zu dem Pflegebedürftigen ab.



Interessante Fälle aus der E-Mail-Rechtsberatung zu Erbschaftssteuer

Haftung einer Erbengemeinschaft für nichtbezahlte Erbschaftssteuern | Stand: 01.12.2013

FRAGE: 1.Haftet eine Erbengemeinschaft für die Zahlung der nicht bezahlten Erbschaftssteuer eines Miterbe? ...

ANTWORT: Unstreitig besteht eine gesamtschuldnerische Haftung der Miterben für Schulden des Erblassers, also der Nachlassverbindlichkeiten [ständige BFH-Rechtsprechung]. Alle Erben haften damit gesamtschuldnerisc ...weiter lesen

Steuern auf Wertzuwachs? | Stand: 22.05.2013

FRAGE: Meine Frage betrifft die Steuerpflicht bei der Verteilung von Erbgut. Ich besitze, als drittes Mitglied einer Erbengemeinschaft, ein Drittel Anteil am Haus meines 1991 verstorbenen Vaters. Meine Schweste...

ANTWORT: Erbschaftssteuer fällt auf Grund der bestehenden Freibeträge nur dann an, wenn der Erbteil jeden Kindes 400.000 € übersteigt. Sollte der Wert des Erbes unter diesem Betrag liegen, sin ...weiter lesen

Freibetrag bei Erben | Stand: 13.12.2012

FRAGE: Eine Mutter hat von ihrem Sohn als Alleinerbin ca 300.000,- Euro geerbt, davon 170.000 als Immobilie.Wie hoch ist der Freibetrag? ...

ANTWORT: Fragestellung: Eine Mutter hat von ihrem Sohn als Alleinerbin ca. 300.000,- Euro geerbt davon 170.000 als Immobilie wie hoch ist der Freibetrag?Ich unterstelle, dass es sich um eine Immobilie handelt ...weiter lesen

Erbschaftssteuern einer erbenden Nichte | Stand: 16.02.2011

FRAGE: Meine 94 jährige Tante ist letzte Woche gestorben. Sie hat mir 2004 alle Vollmachten gegeben und wir haben auch einen Erbvertrag geschlossen , in dem steht, dass ich sie pflege bzw. für sie sorg...

ANTWORT: Sehr geehrte Mandantin,als Nichte fallen Sie unter die Erbschaftsteurklasse II und haben einen Freibetrag in Höhe von 20.000 €. Damit können 180.000 € der Erbschaftsteuer unterliegen ...weiter lesen

Unterliegt ein Wohnrecht der Erbschaftssteuer? | Stand: 16.07.2010

FRAGE: Ich habe nach dem Tod meines Lebensgefährten das Wohnrecht in seinem Haus muss ich hierfür Erbschaftssteuer bezahlen und wieviel habe ich denn auch ein Freibetrag? ...

ANTWORT: Sehr geehrte Mandantin,Die Höhe des Wohnrechts errechnet sich aus dem Jahreswert der Nutzung und dem Vervielfältiger , der sich aus der Anlage 9 zum Bewertungsgesetz ergibt und der sich am Lebensalte ...weiter lesen

Berechnung der Höhe einer etwaigen Erbschaftssteuer | Stand: 13.04.2010

FRAGE: Meine verwitwete kinderlose Tante ist vor 14 Tagen verstorben. Ich bin als Neffe und einziger Verwandter der einzige Erbe. Das Barvermögen betrug am Sterbetag 61.000 Euro. Das Haus, das ich erbe...

ANTWORT: Sehr geehrter Mandant, gerne nehme ich zu den von Ihnen aufgeworfenen Fragen im Zusammenhang mit der Höhe einer etwaigen Erbschaftssteuer Stellung: Dabei ist zunächst darauf hinzuweisen, das ...weiter lesen


Rechtsbeiträge über Steuerrecht / Steuerstrafrecht
Interessante Beiträge zu Erbschaftssteuer

Steuerfrei schenken oder erben mit Freibeträgen
| Stand: 15.04.2013

Da ein Erbe nicht selten einen beträchtlichen Wert hat, kann die zu entrichtende Erbschaftssteuer richtig teuer werden. Das Erbschafts- und Schenkungssteuergesetz sieht aber verschiedene Freibeträge vor, sodass ...weiter lesen

Der Erbrecht-Anwalt als Steuerberater?
| Stand: 30.10.2012

Frage: Mein Vater ist verstorben und hat mir ein beträchtliches Vermögen hinterlassen. Ich möchte das Erbe aber ausschlagen, damit unser einziger Sohn seine dann fällige Erbfolge antreten und nicht erst ...weiter lesen

Erbschafts- und Schenkungssteuer
| Stand: 09.08.2012

Frage: Unser Vater ist krank und möchte uns sein Haus im Wert von etwa 265.000 Euro vererben. Sollte er uns das Haus lieber jetzt überschreiben, also schenken, oder doch vererben? Wie viel Steuern müssten wir ...weiter lesen

E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.
Telefonberatung: Jetzt anrufen unter 0900-1 875 000-21
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen
Kontakt zum Autor des Beitrages:
Rechtsanwalt Dr. Dietmar Breer   |Hier klicken

SEHR GUT
4.5 Sternenbewertungen

20.693 Kundenbewertungen
Bewerten auch Sie den Anwalt
nach dem Gespräch !

   | Stand: 04.07.2018
Ich hatte eine E-Mail Beratung gebucht für Mietrecht und habe dann Kontakt mit der Rechtsanwältin Alexandra Pritzsche gehabt.sie ist sehr kompetent nimmt sich auch viel Zeit und hat auf jede Frage die richtige passende Antwort gehabt ich kann die Rechtsanwältin nur weiter empfehlen ein großes Lob und vielen Dank noch.

   | Stand: 29.06.2018
Frau Kuner hat mich kompetent , sehr freundlich und zuvorkommend beraten. Vielen Dank Frau Kuner!

   | Stand: 28.06.2018
Ich war sehr zufrieden mit der Beratung von Herrn RA Hoffmann, der mir, in einem für mich komplexen Fall, weitergeholfen hat. Ich werde mich wieder an ihn wenden. Herzlichen Dank

Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-21
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen



Wichtige Themen:

Rechtsanwalt für Steuerrecht | Ausländerrecht | Steuerrecht | Steuerstrafrecht | Erbschaft Schenkung | Erbschaftsmeldung | Erbschaftsrechner | Erbschaftssteuer Freibetrag | Erbschaftssteuermeldung | Erbschaftssteuersätze | Grundstücksschenkung | Hausschenkung | Schenkung | Schenkungsfreibetrag | Schenkungsrecht | Schenkungssteuer | Schenkungssteuersatz | erben steuerfrei

Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:


ERFOLGSAUSSICHTEN CHECK

Lassen Sie 10 Anwälte urteilen

Lohnt sich ein Anwalt? Lassen Sie das Risiko Ihrer Rechtsangelegenheit von unabhängigen Rechtsanwälten bewerten. ...weiter lesen
Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:

HOMEPAGE TOOLS
NEU und exklusiv für Webmaster

Machen Sie Ihre Website rechtssicher! Mit unseren kostenlosen Homepage-Tools minimieren sie das Risiko einer Abmahnung. Egal ob Impressum, Disclaimer oder AGB. ...weiter lesen
Recht auf Ihrer Website

JURA TICKER

Die neuesten Meldungen auf Ihrer Website
Der Jura-Ticker bietet Ihren Besuchern aktuelle Gerichtsurteile, die stets interessant und leserfreundlich geschrieben sind. Dieser Content ist kostenlos in jede Website integrierbar und wird von uns regelmäßig mit einer neuen Meldung bestückt. Rechtsgebiete, Größe und Farben des Tickers können dabei an den eigenen Internetauftritt angepasst werden.

Anwaltshotline
Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-21
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen


E-Mail Beratung Online-Rechtsberatung per E-Mail. Antwort innerhalb weniger Stunden „schwarz auf weiß“. Jetzt Anfragen