Der direkte Draht zum Anwalt:
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00 Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen.

Manipulierter Geldautomat im Ausland - Welche Ansprüche habe ich ?


Online-Rechtsberatung von Rechtsanwalt Thomas Lork
Stand: 13.04.2011

Frage:

bei meinem Aufenthalt in Thailand ist wohl ein update meiner daten am Geldautomaten erfolgt-
Meinem Kontoauszug ist zu entnehmen, dass ich während meines aufenthaltes immer nur an ein und dem selben Automaten Geld abgehoben habe, Ich habe meine Bank, 2Ttage nachdem diese Abbuchng erfolgt war informiert, und meine Karte sofort sperren lassen. Ich habe mein Konto bei dieser Bank seit 11 Jahren!
Ich habe gegenüber der Bank an Eides statt erklärt, dass sich meine Karte NIE in anderen Händen befunden hat und das die Geheimzahl NIRGENDS, außer in meinem Gedächtnis notiert ist-
Da nun aber ganz offensichtlich, mit hilfe der PIN Geldabgehoben wurde, muß der Geldautoamt manipuliert gewesen sein. Die Bank weigert sich den Schaden zu ersetzten bzw. mitzutragen- Obwohl ich mehrmals versichert habe, dass meine Geheimzahl nur in meinem Kopf gespeichert ist.
Auch Ihnen gegenüber erkäre ich an Eides statt, dass ich in keinsterweise fahrlässig gehandelt habe-
weil meine PIN NIRGENDS zu sehen ist , zu finden , oder von mir einen dritten gegenüber preisgegeben worden ist.
Bitte raten Sie mir, wie ich weiter verfahren soll.

E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.
Telefonberatung: Jetzt anrufen unter 0900-1 875 000-19
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen

Antwort:

Sehr geehrter Kunde der Deutschen Anwaltshotline,
sehr geehrter Herr Mewes,

über die E-Mailberatung der Deutschen Anwaltshotline stellten Sie nachstehende Anfrage:

Sehr geehrte Damen und Herren, bei meinem Aufenthalt in Thailand ist wohl ein update meiner daten am ATM erfolgt- Meinem Kontoauszug ist zu entnehmen, dass ich während meines aufenthaltes immer nur an ein und dem selben Automaten Geld abgehoben habe, Ich habe meine Bank die Ing.Di-Ba, 2Ttage nachdem diese Abbuchng erfolgt war informiert, und meine Karte sofort sperren lassen. Ich habe mein Konto bei dieser Bank seit 11 Jahren! Ich habe gegenüber er Bank an Eides statt erklärt, dass sich meine Karte NIE in anderen Händen befunden hat und das die Geheimzahl NIRGENDS, außer in einen Gedächtnis notiert ist- Da nun aber ganz offensichtlich, mit hilfe der PIN Geldabgehoben wurde, muß der Geldautoamt manipuliert gewesen sein. Die Bank weigert sich den Schaden zu ersetzten bzw. mitzutragen- Obwohl ich mehrmals versichert habe, dass meine Geheimzahl nur in meinem Kopf gespeichert ist. Auch Ihnen gegenüber erkäre ich an Eides statt, dass ich in keinsterweise fahrlässig gehandelt habe- weil meine PIN NIRGENDS zu sehen ist , zu finden , oder von mir einen dritten gegenüber preisgegeben worden ist. Bitte raten Sie mir, wie ich weiter verfahren soll. Ich danke Ihnen sehr und verbleibe mit freundlichen Güßen Günther Mewes

Diese Anfrage beantworte ich Ihnen wie folgt:

Die Rechtslage rund um den Girovertrag zwischen einem Kunden und der Bank ist klar geregelt bzw. wird von der Rechtsprechung entsprechend klargestellt.

Der Kunde hat mit einer Bank einen Vertrag über die Führung eines Girokontos geschlossen, in welchem oftmals Kunden- oder Girokarten ausgegeben werden. Im Rahmen dieses Girovertrages besteht eine geschäftliche Beziehung zwischen dem Kunden und der Bank. Die Bank verpflichtet sich, im Rahmen dieses Girovertrages zur Verwaltung des Geldes, insbesondere jedoch auch die Zugriffsmöglichkeit auf das Geld des Kundes zu schaffen.

Nach § 676 h BGB kann die kontoführende Bank einen Ausgleich für die Verwendung von Zahlungskarten nur dann verlangen, wenn die Karten nicht missbräuchlich von einem Dritten verwendet worden sind. Anders ausgedrückt: Der Kunde ist verpflichtet, der kontoführenden Bank den Betrag zu erstatten, den die Bank im Rahmen vom Kunden durchgeführter oder von Dritten mit Erlaubnis des Kunden durchgeführten Transaktionen verauslagt hat, etwa durch Geldabhebungen, Kreditkartenzahlungen usw.. Nur dann, wenn eine dritte Person unbefugt und missbräuchlich die Karte verwendet, ist der Kunden nicht verpflichtet, den hieraus entstehenden Schaden der Bank zu ersetzen.

Zentrale Frage ist mithin, ob eine Karte rechtsmissbräuchlich verwendet worden ist oder ob die Verwendung durch den berechtigten oder mit Erlaubnis des Berechtigten erfolgte.

Hier spielt wieder eine entscheidende Rolle, wie die Karte bzw. die auf ihr gespeicherten Informationen in die Hände der Dritten gelangt sind. Wenn man den Kunden eine Fahrlässigkeit im Umgang mit Karte oder den hierauf gespeicherten Daten vorwerfen kann, ist der Kunde trotz der genannten Vorschrift verpflichtet, der Bank die getätigten Aufwendungen zu erstatten. Dies ist beispielsweise dann gegeben, wenn der Kunde die Geheimzahl zu einer Zahlungskarte auf die Zahlungskarte schreibt oder im unmittelbaren räumlichen Zusammenhang mit dieser, etwa im Portemonaie, aufbewahrt. Dagegen liegt keine Fahrlässigkeit des Kunden vor, wenn dieser einen Automaten benutzt und dieser möglicherweise durch elektronische Vorrichtungen so manipunliert ist, dass die auf der Karte befindlichen Daten nebst der PIN ausgespäht werden können. Es ist immer die Angelegenheit der geldautomatführenden Bank, den Automaten so abzusichern, dass eine rechtsmissbräuchliche Verwendung von Zahlungskarten nicht erfolgen kann. Wenn geldautomatenführende Bank diese Verpflichtung verletzt, ist dies dem Nutzer des Geldautomaten nicht zuzurechnen, so dass dieser nicht zur Erstattung der Aufwendungen verpflichtet ist.

Beweisbelastet für das Vorliegen eines solchen fahrlässigen Verhaltens des Kunden ist allein die Bank. Diese hat Ihnen aus diesem Grund einen Fragebogen bzw. Erfassungsbogen zugesandt und verwendet nun die von Ihnen hierauf gemachten Angaben gegen Sie. Sicherlich ist die von Ihnen verwendete Information, sofern Sie diese auch so in diese Formulare eingetragen haben, nicht geeignet, Ihnen Fahrlässigkeit vorzuwerfen. Mithin kann die Bank von Ihnen den Ausgleich der Aufwendungen nicht verlangen.

Sollte die Bank von Ihrer Forderung auf Erstattung nicht abrücken, kann man Ihnen hier lediglich raten, dass Sie zunächst gegen die Feststellung der Bank Widerspruch einlegen, auch wenn dieser keine wirklichen rechtlichen Auswirkungen hat. Setzen Sie aber bitte in diesem Schreiben eine Frist, bis zu der die Bank zu erklären hat, dass ein Aufwendungsersatz nicht gefordert wird. Sollte die Bank die von Ihnen gesetzte Frist nicht einhalten bzw. verstreichen lassen oder evtl. entgegen Ihrer Aufforderung antworten, rate ich Ihnen zur Einschaltung eines Rechtsanwaltes. Hier müsste dann geprüft werden, ob eine Feststellungsklage einzureichen ist.

Ich hoffe mit vorstehender Auskunft geholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen


Thomas Lork
Rechtsanwalt



Interessante Fälle aus der E-Mail-Rechtsberatung zu Berufsverbot

Bank erstattet Kreditbearbeitungsgebühren nicht | Stand: 31.08.2015

FRAGE: Ich hatte im Mai 2014 die Erstattung der Bearbeitungsgebühr für die Kfz-Finanzierung von der Bank verlangt. Bei der Finanzierung handelt es sich um ein gewerblich genutztes Fahrzeug. Die Ban...

ANTWORT: Für eine abschließende Beantwortung Ihrer Frage fehlt mir die wesentliche Information darüber, wann Sie die Bearbeitungsgebühr an die Volkswagenbank geleistet haben.An Hand des geschilderte ...weiter lesen

Verfassung und Verfassungsänderungen | Stand: 23.03.2012

FRAGE: 1. Mich würde interessieren, wer die Verfassung auf Bundesebene sowie auf Landesebene alles ändern kann. Wie läuft das ab und wer alles hat das Recht dazu, diese zu ändern?2. Kan...

ANTWORT: 1. Kompetens zur Verfassungsänderunga) auf BundesebeneAuf Bundesebene steht die Kompetenz zur Verfassungsänderung (formaljuristisch korrekt: Grundgesetzänderung, Deutschland hat keine Bundesverfasssung ...weiter lesen

Gutachter erscheint nicht - Schadensersatz? | Stand: 03.01.2013

FRAGE: Wir hatten einen Wasserschaden , die Wohngebäudeversicherung beauftragte einen Sachverständigen sich den Schaden zu schätzen. Ein Termin wurde vereinbart.Der Sachverständige erschie...

ANTWORT: Der von Ihnen erwähnte Fall des Nichterscheinens eines Gutachters ist in § 409 ZPO (Zivilprozessordnung) *1) gesetzlich geregelt. Wenn ein Gutachter nicht erscheint, obwohl er dazu verpflichte ...weiter lesen

Rechtsgutachten in der Politik - Erfolgsaussicht | Stand: 30.04.2012

FRAGE: Ab wann wäre ein Rechtsgutachten in der Politik erfolgsversprechend vor Gericht, diesen Prozess zu gewinnen. Wenn eine aktive Schuld einer Regierungspartei vorliegt, wie z.B. wenn sie ein Gesetz beschließen...

ANTWORT: Ihrem angedachten Vorgehen kann unter keinen Umständen Erfolg beschieden werden. Eine entsprechende Vorgehensweise wäre aus verschiedenen Gründen untunlich.Zunächst kann ein Rechtsgutachte ...weiter lesen

Entschädigungszahlung der Fluggesellschaft wegen Verspätung | Stand: 06.02.2011

FRAGE: Im Sommer 2010 haben wir eine Pauschalreise in die Türkei gebucht, die September 2010 durchgeführt wurde . Die Buchung umfasste Flug (Frankfurt-Dalaman, Türkei), Bustransfer, Hotel und retour...

ANTWORT: Sehr geehrter Mandant,nach der VO EG 261/2004 kann der Passagier bei einer Verspätung von mehr als 5 Stunden vom Vertrag zurücktreten und die Erstattung des Flugpreises verlangen. Verzichte ...weiter lesen

Einbußen des neuen Eigentümers durch mietfreie Zeit der Immobilie | Stand: 27.10.2010

FRAGE: Laut Kaufvertrag, Anfang April 10, (Immobilie) ist 1. die Garage zu 50,- vermietet. Übergabe ist aber wegen Geldflusses erst Ende August (ausgehandelt). Im Oktober fehlen noch immer die Mietverträge...

ANTWORT: Sehr geehrter Mandant,In Ihrer Anfrage erwähnten Sie, dass nach dem Kaufvertrag von Anfang April 2010, gemeint ist hier wohl offensichtlich der Notarsvertrag vom 02.03.2010, die Garage vermietet se ...weiter lesen


Rechtsbeiträge über Öffentliches Recht
Interessante Beiträge zu Berufsverbot

Schadensregulierung bei einem Autounfall mit Totalschaden
| Stand: 27.05.2016

Es hat einen schweren Verkehrsunfall gegeben. Glücklicherweise gab es nur Schachschaden. Ein PKW erlitt Totalschaden. Wie ist dieser Totalschaden von der gegnerischen Kfz-Haftpflichtversicherung für ihren Versicherungsnehmer, ...weiter lesen

Entschädigung nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG)
| Stand: 11.12.2014

Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) - auch Antidiskriminierungsgesetz genannt - gewährt unter bestimmten Voraussetzungen einen Entschädigungsanspruch in Geld für die Betroffenen von Verstößen ...weiter lesen

Videoüberwachung in Fitnessstudio zulässig?
| Stand: 17.02.2014

Das Landgericht Koblenz hatte u.a. darüber zu entscheiden, ob eine Klausel in Allgemeinen Geschäftsbedingungen eines Fitnessstudio-Vertrages zulässig ist, wonach sich das Fitnessstudio vorbehält, Teile ...weiter lesen

Platzverweis darf unter Zwang durchgesetzt werden
| Stand: 21.10.2013

Kommt eine Person einem ausgesprochenen Platzverweis der Bundespolizei nicht nach, dürfen die Beamten unmittelbaren Zwang anwenden. Solche Maßnahmen greifen nicht in hohem Maße in die Grundrechte von sich ...weiter lesen

Polizeihund beißt Demonstranten - 3000 Euro Entschädigung?
| Stand: 03.09.2013

Ist der Biss eines Polizeihundes 3000 Euro wert? Nicht ganz, denn das Oberlandesgericht Frankfurt am Main hat das Land Hessen zu einer Zahlung über 300 Euro gegenüber dem Demonstranten verpflichtet (Az. 1 U 69/13). Ein ...weiter lesen

Umweltzonen-Plaketten nicht verfassungswidrig - trotz Oldtimer-Ausnahme
| Stand: 06.08.2013

Dass die so genannten Umweltzonen nicht allen, sondern nur denjenigen Fahrzeugen offen stehen, die einen geringen Schadstoffausstoß ausweisen, verstößt nicht gegen den Gleichheitssatz der Verfassung. Das ...weiter lesen

E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.
Telefonberatung: Jetzt anrufen unter 0900-1 875 000-19
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen

SEHR GUT
4.5 Sternenbewertungen

20.220 Kundenbewertungen
Bewerten auch Sie den Anwalt
nach dem Gespräch !

   | Stand: 17.10.2017
Vielen Dank für die Ausführliche Kompetente Beratung. Bei weiteren Unklarheiten gerne wieder.

   | Stand: 17.10.2017
Ich werde anwaltshotline weiterempfehlen und bei Bedarf auch nutzen

   | Stand: 16.10.2017
Nach einer Kündigung wollte mein Arbeitgeber ein Paragraphen wissen, in dem etwas sehr explizites stand. Nach langer Suche im Internet etc. habe ich nun die Anwaltshotline genutzt. Super Beratung mit verständlichen Erklärungen. Innerhalb von 10 Sekunden wurde ich an einen Anwalt geleitet. Vielen Dank für die super tolle und schnelle Hilfe!! Nur zu Empfehlen, immer wieder gern!

Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-19
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen



Wichtige Themen:

Rechtsanwalt für Öffentliches Recht | Baurecht (öffentliches) | Öffentliches Recht | Strafrecht | Anordnung | Approbation | Berufserlaubnis | Berufsfreiheit | Besitzstandswahrung | Enteignung | Entschädigung | Grundgesetz | Grundrechte | Menschenrechte | Rechte | Residenzpflicht

Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:


ERFOLGSAUSSICHTEN CHECK

Lassen Sie 10 Anwälte urteilen

Lohnt sich ein Anwalt? Lassen Sie das Risiko Ihrer Rechtsangelegenheit von unabhängigen Rechtsanwälten bewerten. ...weiter lesen
Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:

HOMEPAGE TOOLS
NEU und exklusiv für Webmaster

Machen Sie Ihre Website rechtssicher! Mit unseren kostenlosen Homepage-Tools minimieren sie das Risiko einer Abmahnung. Egal ob Impressum, Disclaimer oder AGB. ...weiter lesen
Recht auf Ihrer Website

JURA TICKER

Die neuesten Meldungen auf Ihrer Website
Der Jura-Ticker bietet Ihren Besuchern aktuelle Gerichtsurteile, die stets interessant und leserfreundlich geschrieben sind. Dieser Content ist kostenlos in jede Website integrierbar und wird von uns regelmäßig mit einer neuen Meldung bestückt. Rechtsgebiete, Größe und Farben des Tickers können dabei an den eigenen Internetauftritt angepasst werden.

Anwaltshotline
Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-19
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen


E-Mail Beratung Online-Rechtsberatung per E-Mail. Antwort innerhalb weniger Stunden „schwarz auf weiß“. Jetzt Anfragen