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Aufhebungsvertrag unterschreiben - Arbeitgeber

Online-Rechtsberatung von Rechtsanwalt Dr. Dietmar Breer
Stand: 11.04.2011

Frage:

Es ist keine Arbeit mehr für mich in der Firma, Mobbing, Erpressung zur Unterschrift für einen Aufhebungsvertrag solange wird mein Gehalt zurückgehalten, mein Arbeitsplatz wurde durch einen anderen besetzt. Ich habe die Gleichstellung.


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Antwort:

Sehr geehrter Mandant,

ich kann Ihnen in Ihrer Situation nur raten kurzfristig die Hilfe eines Rechtsanwaltes in Anspruch zu nehmen. Über die Kosten sollten sie sich keine Gedanken machen; da Sie derzeit keinen Arbeitslohn erhalten, dürften Sie Anspruch auf Beratungshilfe bzw. Prozesskostenhilfe haben.

Sie haben so lange weiter einen Anspruch auf Arbeitslohn wie das Arbeitsverhältnis nicht gekündigt ist - egal ob Arbeit für Sie vorhanden ist oder nicht. Sie müssen nur Ihre Arbeitskraft anbieten und täglich zur Arbeit erscheinen. Das kann auch in der Wohnung Ihres Nachfolgers sein. Darüberhinaus sollten Sie Ihre Arbeitskraft auch schriftlich anbieten. Dabei wird Sie in jedem Fall aber der Rechtsanwalt unterstützen.

Der Anwalt wird auch den ausstehenden Lohn für Sie einklagen.

Solange Sie ohne Einkommen sind, müssen Sie vorübergehend Arbeitslosengeld beim Arbeitsamt beantragen. Sie sollten sich dort unter Hinweis auf die ungeklärten Verhältnisse arbeitslos melden.

Da Sie bei der Firma wohl langfristig nicht bleiben können, wird der Rechtsanwalt Sie auch bei der Abfassung eines Aufhebungsvertrages unterstützen und sicherstellen, dass Sie einerseits eine ausreichende Abfindung erhalten und andererseits keine Sperrfrist beim Arbeitsamt. Hier drohen für den juristischen Laien Fallstricke. In keinem Fall sollten Sie sich durch Ihren Arbeitgeber zu einer unüberlegten Unterschrift nötigen lassen.

Wie Sie sehen ist Ihre rechtliche Lage absolut nicht aussichtslos und Ihr Chef kann keineswegs machen was er will - allerdings brauchen Sie wohl einen Fachmann, der Ihre Interessen durchsetzt.



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