Der direkte Draht zum Anwalt:
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00 Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen.

Ratenzahlungsvereinbarung nach Strafantritt


Online-Rechtsberatung von Rechtsanwalt Marc N. Wandt
Stand: 09.04.2011

Frage:

Ich habe vor etwa ein monat bei der staatsanwalt hannover angerufen und ihn um raten angebote gebeten.da ich hartz 4 und mutter bin hab ein schreiben mit mein bescheid vom jobcenter und mein raten angebot geschickt und heute hab ich ein strafantritt im mein briefkasten.die damen am telefon meine das man in raten zahlen!!ich will ja mein strafe zahlen aber man hat keine zusage zugeschickt!jetzt habe ich natürlich angst!da ich leider auch keine 800 Euro aufeinmal zahlen kann!

E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.
Telefonberatung: Jetzt anrufen unter 0900-1 875 000-27
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen

Antwort:

Sehr geehrte Mandantin,

Leider ist die Situation in Fällen wie dem Ihren, nämlich wenn bereits die Ladung zum Strafantritt erfolgt ist, nicht ganz einfach.

Grundsätzlich ist die Staatsanwaltschaft gehalten, Ratenzahlungsangeboten nachzukommen, um die Verhängung einer Ersatzfreiheitsstrafe zu vermeiden. Warum dies in Ihrem Fall unterblieben ist, lässt sich nur mutmaßen. Dies könnte bspw. daran liegen, weil bereits zuvor einmal eine Ratenzahlung nicht eingehalten wurde oder weil der Kontakt zur Staatsanwaltschaft zu spät gesucht wurde. Ob oder ggf. was in Ihrem Fall zutrifft, kann von hieraus natürlich nicht beurteilt werden.

Sie sollten zunächst versuchen, den Strafantritt zu verschieben. Hier sollten Sie einen entsprechenden Antrag auf Vollstreckungsaufschub stellen und diesen damit begründen, dass Sie zunächst die Betreuung Ihrer Kinder sicherstellen müssen. Der Antrag ist an die vollstreckende Staatsanwaltschaft zu stellen und kann einen Aufschub von bis zu 3 Monaten bringen. Ferner sollten Sie nochmals einen Antrag auf (angemessene) Ratenzahlung stellen. Hier wird erfahrungsgemäß mind. 50 EUR/Monat angeboten werden müssen. Gleichzeitig sollten Sie, als Zeichen des guten Willens, schonmal einen Teilbetrag zahlen. Bei einer Gesamtschuld von 800 EUR sollten es allerdings wohl zunächst mind. 100 EUR sein.

Angesichts der Tatsache, dass die Ersatzfreiheitsstrafe das letzte Mittel ist, müssen Sie wohl zuvor einige Mahnungen reaktionslos hingenommen haben. Dies erleichtert die Sache natürlich nicht.

Sie können auch ergänzend nochmals fernmündlich Kontakt zum zuständigen Rechtspfleger aufnehmen und mit diesem die Situation erörtern. Hierbei könnten dann ggf. auch Bedenken desselben gegen eine Ratenzahlung ausgeräumt werden. Allerdings, ich wiederhole mich, ohne sofortige Teilzahlung sind Ihre Aussichten vergleichsweise schlecht. Auch sind Ratenangebote von 10-20 EUR für die StA normalerweise nicht hinnehmbar. Auch bei Leistungsempfängern sollen die Raten "spürbar" sein. Insoweit sollten Sie auch hier nochmals überlegen, ob das Angebot nachgebessert werden kann.

Sie müssen allerdings ferner bedenken, dass die Entscheidung zur Ratenzahlung im Ermessen des zuständigen Rechtspflegers liegt. Erst recht, wenn der Strafantritt bereits verfügt wurde. Insoweit sollten Sie schnellstens handeln und entsprechenden Kontakt aufnehmen. Bleibt man dort unnachgiebig, sollte an die Inanspruchnahme anwaltlicher Hilfe vor Ort nachgedacht werden.

Ich hoffe Ihnen einen ersten Überblick verschafft zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Marc N. Wandt
Rechtsanwalt



Interessante Fälle aus der E-Mail-Rechtsberatung zu Anwaltspflicht

Anklage gegen Verfasser rassistischer E-Mails | Stand: 14.10.2015

FRAGE: Habe ich Chancen, jemanden der E-Mails mit Rassenhass schreibt und/oder weiterleitet, zu verklagen (siehe §130 StGb)? ...

ANTWORT: Hierzu teile ich Ihnen mit, dass Sie die betreffende Person nicht verklagen können. Wenn Sie meinen, dass eine strafbare Handlung vorliegt, steht es Ihnen frei sich an die zuständige Staatsanwaltschaf ...weiter lesen

Herausgabe von Pfandgut an eine Gesellschaft | Stand: 20.03.2014

FRAGE: Ein Gläubiger (Finanzamt) pfändet mittels Sicherstellung des Kfz-Briefes und der Autoschlüssel bei einer schuldnerischen GbR dessen Kfz.Die sich in der Auflösung befindende GbR besteh...

ANTWORT: Die Frage der Herausgabe des Pfandgutes an eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts (im Folgenden: GbR) bzw. genauer noch der Befugnis zur Entgegennahme durch einen oder mehrere Gesellschafter richte ...weiter lesen

Widerspruch gegen Bescheid für Schmutzwasseranschlussbeitrag | Stand: 27.10.2013

FRAGE: Es geht um einen Widerspruch zum" Bescheid über die Erhebung des Schmutzwasseranschlussbeitrages".Ein Widerspruch wurde am 20.10. an den Verband übergeben mit folgendem Wortlaut:hiermit leg...

ANTWORT: Dem Grunde nach sehe ich leider wenig Aussichten auf Erfolg für Ihren Widerspruch. Grundlage für diese Vorgehensweise in B. ist das Kommunale Abgabengesetz des Landes Brandenburg (KAG); zuständi ...weiter lesen

Erzwungenes Geständnis eines Alkoholikers | Stand: 28.12.2012

FRAGE: Ein Alkoholiker legt vor Gericht ein Geständnis ab. Das Gericht und auch der Verteidiger wissen, dass er Alkoholiker ist, handeln aber eine geringeres Strafmaß aus, wenn er ein Geständni...

ANTWORT: Was nun Ihre Frage angeht, so ist entscheidend wie alkoholisiert der Angeklagte war. Wenn er nicht mehr verhandlungsfähig war, dann hätte nicht verhandelt werden dürfen, allerdings müsst ...weiter lesen

Tierarztkosten und Einkommenssteuererklärung | Stand: 10.04.2012

FRAGE: Kann ich Tierarztkosten bei der Einkommenssteuererklärunggeltend machen? ...

ANTWORT: Im Einkommensteuerrecht können grundsätzlich Aufwendungen nur abgesetzt werden, wenn sie mit einer Einkommensart in Verbindung stehen. Private Ausgaben können nur ausnahmsweise als Sonderausgabe ...weiter lesen

Kauf im Internet - Verkäufer liefert den Artikel nicht aus | Stand: 04.10.2010

FRAGE: Internetkauf: Preisvorschlag vom Verkäufer angenommen, Kauf eines Musikinstruments am 23.07.2010, Ware wurde nicht geliefert. Verkäuferkonto für das Angebot wurde neu angelegt, hinterlegt...

ANTWORT: Sehr geehrter Mandant, Zunächst schlage ich vor, dass Sie beide schriftlich anmahnen. Ein Einschreiben/Einwurf reicht aus, wenn Sie die Quittungen aufbewahren und die Zustellquittungen der Post übe ...weiter lesen


Rechtsbeiträge über Zivil-/ Zivilprozeßrecht
Interessante Beiträge zu Anwaltspflicht

Was Wahl- und Pflichtverteidigung im Strafprozess bedeutet
| Stand: 07.04.2016

Im Strafprozess gibt es keine Prozesskostenhilfe. Hier wird zwischen dem Wahl- und Pflichtverteidiger unterschieden. Gemäß § 137 StPO hat der Beschuldigte grundsätzlich das Recht auf Hinzuziehung eines ...weiter lesen

Betrugsformen: Eingehungsbetrug und Erfüllungsbetrug
| Stand: 11.01.2016

Einer der häufigsten Delikte in Deutschland ist der Betrug. Der Grundtatbestand ist in § 263 Abs. 1 Strafgesetzbuch (StGB) beschrieben: "Wer in der Absicht, sich oder einem Dritten einen rechtswidrigen Vermögensvorteil ...weiter lesen

Befangenheit eines Richters im Strafprozessrecht
| Stand: 19.10.2015

Nach § 24 Abs. 2 Strafprozessordnung (StPO) kann ein Richter abgelehnt werden, wenn die Besorgnis besteht, dass er befangen ist. Es muss ein Grund vorliegen, der geeignet ist, ein Misstrauen gegen die Unparteilichkeit ...weiter lesen

Neue Rechtsprechung und Strategien zu Internet-Abmahnungen
| Stand: 01.07.2014

Immer noch wird die deutsche Bevölkerung in Massen-Abmahnaktionen wegen Filesharing oder Downloads kräftig zur Kasse gebeten. Besonders ärgerlich sind solche Abmahnungen dabei immer, wenn der Anschlussinhaber ...weiter lesen

26 Euro als Aufwandsentschädigung für eine Blutspende rechtens
| Stand: 28.02.2014

Eine medizinische Einrichtung, die sich um "freiwillige" Bluttransfusionen kümmert, darf den Spendern eine pauschale Aufwandsentschädigung in Höhe von 26 Euro zahlen. Dient doch ein solcher Betrag nicht nur ...weiter lesen

NPD-Slogan ist keine Volksverhetzung
| Stand: 12.09.2013

Der Slogan der NPD „Geld für die Oma statt Sinti und Roma“ ist keine Volksverhetzung im strafrechtlichen Sinne. Dieser Ansicht ist das Verwaltungsgericht Kassel und gab einem Eilantrag der nationalistischen ...weiter lesen

Kein Lehrerexamen wegen mangelhafter Deutschkenntnisse
| Stand: 19.08.2013

Auch für einen Physiklehrer ist gutes Deutsch Pflicht. Weist der Prüfling schwere Defizite in den Klausuren auf, so kann ihm zu Recht das Staatsexamen verwehrt werden. Das hat das Verwaltungsgericht Kassel nun ...weiter lesen

E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.
Telefonberatung: Jetzt anrufen unter 0900-1 875 000-27
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen

SEHR GUT
4.5 Sternenbewertungen

20.295 Kundenbewertungen
Bewerten auch Sie den Anwalt
nach dem Gespräch !

   | Stand: 25.11.2017
Vielen, vielen Dank für ihre Hilfte, Herr Böckhaus.

   | Stand: 23.11.2017
Ich wurde gerade von einer sehr freundlichen Anwältin zum Thema Rückforderungsrecht / Verwaltungsrecht beraten. Meine Fragen wurden vollständig und präzise beantwortet. Vielen Dank

   | Stand: 23.11.2017
Vielen Dank für die schnelle und verständliche Beantwortung meiner Fragen bezüglich Mietrecht. Kann es nur weiterempfehlen.

Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-27
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen



Wichtige Themen:

Rechtsanwalt für Zivilprozessrecht | Nachbarrecht | Zivilprozessrecht | Zivilrecht | Aktenvortrag | Anwesenheit vor Gericht | Befangenheit | Befangenheitsantrag | Gerichtsverhandlung | Mündliche Verhandlung | Prozessfähigkeit | Rechtsprechung | Rechtsproblem | Rechtssprechung | Verhandlung | Verhandlungsfähigkeit | Versäumnis | Prozessdauer

Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:


ERFOLGSAUSSICHTEN CHECK

Lassen Sie 10 Anwälte urteilen

Lohnt sich ein Anwalt? Lassen Sie das Risiko Ihrer Rechtsangelegenheit von unabhängigen Rechtsanwälten bewerten. ...weiter lesen
Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:

HOMEPAGE TOOLS
NEU und exklusiv für Webmaster

Machen Sie Ihre Website rechtssicher! Mit unseren kostenlosen Homepage-Tools minimieren sie das Risiko einer Abmahnung. Egal ob Impressum, Disclaimer oder AGB. ...weiter lesen
Recht auf Ihrer Website

JURA TICKER

Die neuesten Meldungen auf Ihrer Website
Der Jura-Ticker bietet Ihren Besuchern aktuelle Gerichtsurteile, die stets interessant und leserfreundlich geschrieben sind. Dieser Content ist kostenlos in jede Website integrierbar und wird von uns regelmäßig mit einer neuen Meldung bestückt. Rechtsgebiete, Größe und Farben des Tickers können dabei an den eigenen Internetauftritt angepasst werden.

Anwaltshotline
Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-27
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen


E-Mail Beratung Online-Rechtsberatung per E-Mail. Antwort innerhalb weniger Stunden „schwarz auf weiß“. Jetzt Anfragen