Der direkte Draht zum Anwalt:
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00 Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen.

Einvernehmliche Scheidung

Online-Rechtsberatung von Rechtsanwältin Silke Fasterling
Stand: 15.03.2011

Frage:

1. Ich habe vom Familiengericht den Bescheid über den Versorgungsausgleich erhalten. Hieraus ergeben sich einige Fragen meinerseits. Eine Kopie der Unterlagen kann ich gerne mailen oder faxen.
2. Das Familiengericht hat einen Scheidungstermin festgelegt. Mein zukünftiger Ex-Mann und ich wollen die einvernehmliche Scheidung. Müssen wir das vorab bei Gericht angeben oder informiert der Anwalt meines Mannes das Familiengericht? Ich habe übrigens keinen Anwalt, weil mein Mann und ich bisher sämtliche Absprachen in guter Kommunikation abwickeln konnten.


E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.
Telefonberatung: Jetzt anrufen unter 0900-1 875 000-903
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen
Kontakt zur Autorin des Beitrages:
Rechtsanwältin Silke Fasterling   |Hier klicken

Antwort:

Sehr geehrte Mandantin,

Zu Ihrer ersten Frage nach der Höhe des tatsächlichen Betrages der Übertragungen:
Grundsätzlich werden in der gesetzlichen Rentenversicherung nicht konkrete Beträge sondern sogenannte Entgeltpunkte von einem Rentenkonto auf ein anderes übertragen. Diese Entgeltpunkte werden vom Versorgungsträger - in Ihrem Fall Rentenversicherung Bund - ermittelt, indem das Anrecht, also die während der Ehezeit erworbenen Rentenanwartschaften bewertet werden. Der Bewertungsmaßstab bestimmt sich nach den §§ 39 ff Versorgungsausgleichsgesetz (VersAusglG) und findet sich in den von der Rentenversicherung Bund dem Amtsgericht übermittelten und Ihnen zur Kenntnis gegebenen Auskünften.
Während vor Änderung der Rechtslage (Scheidungsanträge vor dem 01.09.09) monatliche Größen für den Rentenbezug ermittelt wurden, wird nunmehr gem. § 47 VersAusglG ein Kapitalwert als Hilfsgröße ermittelt, der dem Betrag entspricht, der zum Ende der Ehezeit aufzubringen wäre, um beim Versorgungsträger der ausgleichspflichtigen Person für sie ein Anrecht in Höhe des Ausgleichswertes zu begründen. Diese Materie ist nicht nur für juristische Laien sehr komplex, daher erlauben Sie mir, es vereinfacht auszudrücken: Wenn im übersandten Entwurf bei Ihnen steht `Der korrespondierende Kapitalwert nach § 47 VersAusglG beträgt 100.160,98 €` bedeutet dies, dass am 30.09.09, also dem Ende der Ehezeit dieser Betrag aufgewandt werden müßte, um den Anteil, für den Sie Ihrem Ehemann gegenüber ausgleichspflichtig sind, zu kompensieren. Dieser Betrag kann nicht herangezogen werden, um eine monatliche Rente oder konkrete Ausgleichsbeträge zu errechnen.
Es werden letztendlich die jeweiligen Entgeltpunkte wechselseitig übertragen. Eine Verrechnung findet nicht statt. Haben beide Ehepartner Anrechte bei derselben Versorgungseinrichtung, ergibt sich hieraus die sog. interne Teilung. Bei Ihnen betrifft dies die beiderseitigen Anwartschaften bei der Rentenversicherung Bund.

Frage 2: Die Versorgungsausgleichskasse wurde mit Änderung der Rechtslage 2009 als Instrument geschaffen, Versorgungsansprüche anstatt über die gesetzliche Rentenversicherung besser über eine kapitalgedeckte Auffanglösung zu ermöglichen. Es werden jedoch nur Anrechte aus betrieblicher Altersvorsorge übernommen, gewährt werden lebenslange Leibrenten, jedoch keine Hinterbliebenenleistungen. Übertragung oder Beleihung eingezahlter Anwartschaften ist nicht möglich. Gründungsmitglieder sind 38 Versicherungsgesellschaften, die konsortial rückdecken. Für nähere Informationen siehe homepage www.versorgungsausgleichskasse.de. Bezüglich der Anwartschaften, die Ihnen aus der betrieblichen Altersversorgung Ihres Mannes übertragen werden, können Sie alternativ zur Versorgungsausgleichskasse einen anderen Versorgungsträger wählen, bspw. auch die Rentenversicherung Bund. Im übrigen muß ein anderer Versorgungsträger folgende Anforderungen erfüllen: lebenslange Altersversorgung, nicht übertragbar, nicht beleihbar, nicht veräußerbar, nicht vor Vollendung des 60. Lebensjahres verwertbar, Insolvenzschutz, steuerneutral für den ausgleichspflichtigen Ehepartner. Bisher gibt es hier nur wenig Alternativen zur Versorgungsausgleichskasse. Sie könnten jedoch möglcherweise Ihre Anwartschaften bei Ihrem gesetzlichen Versorgungsträger erhöhen. Vielleicht ist es sinnvoll, sich mit der Rentenversicherung bund hierüber zu beraten.

Der Versorgungsausgleich kann theoretisch durch die Ehepartner ausgeschlossen oder modifiziert werden. Bis zur Rechtskraft der Entscheidung über den Wertausgleich bei der Scheidung ist eine notarielle Beurkundung erforderlich. Ob dies bei dem derzeitigen Verfahrensstand noch möglich ist und überhaupt ein Ausschluß beiderseits gewollt ist, vermag ich nicht zu beurteilen. In der Regel stellt der Versorgungsausgleich eine durchaus faire Verteilung und Alterssicherung hinsichtlich der in der Ehezeit beiderseitig erworbenen Ansprüche dar.

Bei der einvernehmlichen Scheidung findet sich meist bereits im Scheidungsantrag der Hinweis, dass der Antragsgegner die Ehe ebenfalls für gescheitert hält und dem Scheidungsantrag zustimmen wird. Im Termin zur mündlichen Verhandlung werden Sie durch den Richter hierüber befragt, auch zum Trennungszeitpunkt. Weniger kostenintensiv ist das Verfahren deswegen, weil in diesen Fällen meist nur eine Seite anwaltlich vertreten wird, da für die Stellung des Antrages Anwaltszwang besteht, für die reine Zustimmung zum Antrag ist dies nicht erforderlich.



Rechtsbeiträge über Familienrecht
Interessante Fälle aus der E-Mail-Rechtsberatung zu Personenstandsurkunden

Unterhaltszahlung und nachehelicher Unterhalt | Stand: 22.11.2012

FRAGE: 1. Ehezeit 26 Jahre, ich ist immer noch berufstätig, er bekommt seit 7 Jahren Rente wegen voller Erwerbsminderung, kann man beide monatliche Zahlungen (Gehalt und Rente) im Scheidungsfall als Erwerbseinkomme...

ANTWORT: 1. Auch wenn im Scheidungsfalle bereits eine Partei Altersrente bezieht, kann diese als monatliche Einkünfte gerechnet werden und zur Berechnung für Unterhaltsansprüche, Zugewinn oder Ausgleic ...weiter lesen

Rentenanspruch auf geschiedene Frau übertragen | Stand: 29.05.2012

FRAGE: Habe ich die Möglichkeit, bei einer Scheidung, den gesamten Rentenanspruch auf meine(geschiedene) Frau zu übertragen? ...

ANTWORT: Seit 1977 sind durch den Versorgungsausgleich (VA) im Scheidungsverfahren die Rentenanwartschaften der Eheleute in der gesetzlichen Rentenversicherung auszugleichen. Dies geschieht durch Übertragun ...weiter lesen

Unterhaltsverpflichtung gegenüber leiblichen Vater der persönlichen Kontakt ablehnt | Stand: 16.04.2012

FRAGE: Habe ich als Angestellter im Öffentlichen Dienst eine Unterhaltspflicht, z. B. bei Pflegebedürftigkeit gegenüber meinem alleinstehenden leiblichen Vater, bei welchem ich nicht aufgewachse...

ANTWORT: Frage 1.: Habe ich als Angestellter im Öffentlichen Dienst eine Unterhaltspflicht, z.B. bei Pflegebedürftigkeit gegenüber meinem alleinstehenden leiblichen Vater, bei welchem ich nicht aufgewachse ...weiter lesen

Voraussetzungen zur Durchführung einer Adoption | Stand: 03.08.2010

FRAGE: Folgender Sachverhalt:Ich bin der leibliche Vater eines achtzehnjährigen Jungen. Zum Zeitpunkt der Erzeugung war die Mutter meines Sohnes noch mit einem anderen Mann verheiratet. Mittlerweile is...

ANTWORT: Sehr geehrter Mandant,Ihre Frage möchte ich wie folgt beantworten:1. Ist die Adoption möglich? Selbstverständlich ist hier die Adoption möglich. Es handelt sich um die Adoption eine ...weiter lesen

Berücksichtigung von Kapitallebensversicherungen in Zugewinngemeinschaften | Stand: 17.07.2010

FRAGE: Ich habe vor meiner Heirat eine Kapital-Lebensversicherung abgeschlossen. Als Versicherungsnehmer bin nur ich selbst eingetragen. Nach 20 Jahren Ehe möchte ich mich demnächst scheiden lassen...

ANTWORT: Sehr geehrter Mandant,Bei der üblichen Zugewinngemeinschaft, gesetzlich geregelt in § 1363 BGB, werden Kapitallebensversicherungen mit dem Anteil berücksichtigt, der während der Eh ...weiter lesen

Minderjährigenunterhalt eines in der Ausbildung befindlichen Kindes mit eigenem Haushalt | Stand: 09.07.2010

FRAGE: Mein Sohn (17 Jahre) aus erster Ehe fängt am 1.8.2010 eine Ausbildung an. Seine Vergütung im ersten Jahr beträgt ca. 450 Euro, außerdem erhält er vom Arbeitsamt eine Wohngeltbeihilf...

ANTWORT: Sehr geehrter Mandant, Fragestellung: 1. Minderjährigenunterhalt eines in der Ausbildung befindlichen Kindes mit eigenem Haushalt 2. Volljährigenunterhalt Zu 1.: Ihre Unterhaltsverpflichtun ...weiter lesen


E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.
Telefonberatung: Jetzt anrufen unter 0900-1 875 000-903
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen
Kontakt zur Autorin des Beitrages:
Rechtsanwältin Silke Fasterling   |Hier klicken

SEHR GUT
4.5 Sternenbewertungen

20.693 Kundenbewertungen
Bewerten auch Sie den Anwalt
nach dem Gespräch !

   | Stand: 04.07.2018
Ich hatte eine E-Mail Beratung gebucht für Mietrecht und habe dann Kontakt mit der Rechtsanwältin Alexandra Pritzsche gehabt.sie ist sehr kompetent nimmt sich auch viel Zeit und hat auf jede Frage die richtige passende Antwort gehabt ich kann die Rechtsanwältin nur weiter empfehlen ein großes Lob und vielen Dank noch.

   | Stand: 29.06.2018
Frau Kuner hat mich kompetent , sehr freundlich und zuvorkommend beraten. Vielen Dank Frau Kuner!

   | Stand: 28.06.2018
Ich war sehr zufrieden mit der Beratung von Herrn RA Hoffmann, der mir, in einem für mich komplexen Fall, weitergeholfen hat. Ich werde mich wieder an ihn wenden. Herzlichen Dank

Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-903
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen



Wichtige Themen:

Rechtsanwalt für Familienrecht | Allgemeine Rechtsfragen | Arbeitsrecht | Familienrecht | Abstammungsurkunde | Beratungsschein | Herstellungsklage | Rechtskraftvermerk | Scheidungsantrag | Scheidungsurteil | Scheidungsverfahren | Scheidungsverhandlung | Stufenklage | Unterhaltsklage | Unterhaltsprozess | Unterhaltstitel | Abänderungsverfahren | isolierung

Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:


ERFOLGSAUSSICHTEN CHECK

Lassen Sie 10 Anwälte urteilen

Lohnt sich ein Anwalt? Lassen Sie das Risiko Ihrer Rechtsangelegenheit von unabhängigen Rechtsanwälten bewerten. ...weiter lesen
Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:

HOMEPAGE TOOLS
NEU und exklusiv für Webmaster

Machen Sie Ihre Website rechtssicher! Mit unseren kostenlosen Homepage-Tools minimieren sie das Risiko einer Abmahnung. Egal ob Impressum, Disclaimer oder AGB. ...weiter lesen
Recht auf Ihrer Website

JURA TICKER

Die neuesten Meldungen auf Ihrer Website
Der Jura-Ticker bietet Ihren Besuchern aktuelle Gerichtsurteile, die stets interessant und leserfreundlich geschrieben sind. Dieser Content ist kostenlos in jede Website integrierbar und wird von uns regelmäßig mit einer neuen Meldung bestückt. Rechtsgebiete, Größe und Farben des Tickers können dabei an den eigenen Internetauftritt angepasst werden.

Anwaltshotline
Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-903
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen


E-Mail Beratung Online-Rechtsberatung per E-Mail. Antwort innerhalb weniger Stunden „schwarz auf weiß“. Jetzt Anfragen