Der direkte Draht zum Anwalt:
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00 Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen.

Führerschein im Ausland machen


Online-Rechtsberatung von Rechtsanwalt Marc N. Wandt
Stand: 18.02.2011

Frage:

1. Ich werde seit 15 Jahren mit Methadon substituiert,bin selbstständig und lebe seit 2 Jahren jetzt auf dem Land. Die Urinkontrollen von meinem Hausarzt wurden von der Mpu-Stelle abgelehnt, Sie verlangen nun, das ich noch 1/2 oder 1 Jahr zu Ihnen komme und dort U-kontrollen abgebe bevor Sie mich zur MPU zulassen. Ein Gutachten von meinem Hausarzt bezüglich meines körperlichen und psychischen Zustand liegt auch vor. Der substituierende Arzt hat keinerlei bedenken, da es sich auch bei der Menge von 5,oo ml Methadon am Tag um eine nur noch sehr geringe Dosis handelt.( Aussage des Arztes )Gibt es eine Möglichkeit diese Zeit zu verkürzen? Sollte sich tatsächlich alles so in die länge ziehen ist (meine Existenz bzw). mein Handwerksbetrieb insolvent. ( Meine Kinder können mittlerweile nicht mehr am sozialen Leben teilnehmen)
2. Ist der Eu-Führerschein eine alternative? Der Sachbearbeiter vom Straßenverkehrsamt der meine Akte bearbeitet hat mir dazu geraten.
3. Alle Reden davon, das der Eu-Führerschein erst nach Ablauf der 185 Tage ausgestellt werden darf! Entspricht das der Wahrheit?
4. Bei der Fahrschule,  wurde mir zugesagt, das ich bereits nach Abschluß der Fahrprüfung und der Theorie die in Polen stattfindet nach 2 Monaten in der BRD wieder Autofahren darf! Stimmt das? (Beispiel der Fahrschule: -- . Wohnsitzanmeldung vom 18.11.2010 bis zum 31.07.2010 (für mind. 185 Tage)
-- Die Aufenthaltsgenehmigung wurde 11 Tage später am 29.11.2010 erteilt und gilt für 5 Jahre.
-- Der Führerschein wurde am 18.01.2011 ausgestellt: genau 2 Monate nach der 1. Anreise
Der, die Fahrer(in) fährt mit diesem Führerschein ihr Leben lang. Der Führerschein ist unbefristet!!!!!!
Ich habe mich für den Eu-Führerschein entschieden, wenn dies tatsächlich rechtlich gesehen in Ordnung ist.

E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.
Telefonberatung: Jetzt anrufen unter 0900-1 875 000-16
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen

Antwort:

Sehr geehrte Mandantin,

Eine Verkürzung der Abstinenzzeit erscheint problematisch. In der Praxis ist es regelmäßig so, dass die Methadonsubstitution dem Grunde nach die Fahreignung fortgesetzt ausschließt und nur in wenigen Ausnahmefällen überhaupt eine Fahrerlaubnis an Personen erteilt wird, die im Methadonprogramm stehen (vgl. VG Leipzig, Beschl. v. 13.02.2007, Az.: 1 K 1547/06).

Problem ist ferner, dass Sie, sollten Sie zu den Ausnahmefällen gehören, die Erteilung wohl gerichtlich durchfechten müssten. Dies nimmt, neben nicht unerheblichen Kosten, auch erhebliche Zeit in Anspruch (ca. 1 Jahr für die erste Instanz).

Insoweit ist Ihr Gedanke an einen Führerscheinerwerb im Ausland nachvollziehbar und auch nicht gänzlich abwegig. Hier stellen sich jedoch weitere Probleme.

Zunächst einmal ist es in der Rechtsprechung hoch umstritten, ob Führerscheine, die nach dem 19.01.2009 erteilt wurden und deren Erwerber zuvor in Deutschland die FE entzogen worden war, überhaupt mit derlei Führerscheinen in Deutschland fahren dürfen. Die Rechtsmeinung ist hier in Deutschland uneinheitlich. Während die Obergerichte in Hessen, RLP und dem Saarland dies bejahen, vertreten bspw. Bayern, NRW und BW gegenteilige Ansichten. Klärung kann hier nur eine Entscheidung des EuGH bringen. Mit einer solchen ist Ende 2011/Anfang 2012 zu rechnen, eine entsprechende Vorlagefrage wurde durch den VGH München veranlasst.

Unterstellt man (die auch von mir in ähnlichen Fällen) vertretene Ansicht, § 28 Abs. 4 Ziffer 3 FeV sei gemeinschaftsrechtswidrig und daher unbeachtlich, so ist der Erwerb der Fahrerlaubnis zu beleuchten.

Der Ihrerseits genannte Anbieter ist auch hier bekannt. Allerdings rate ich dringend von solchen Angeboten ab, da auch Polen und Tschechien erst nach 185 Tagen Führerscheine ausstellen. Zwar verspricht der Anbieter vollmundig anderes (neben viel anderem Schwachsinn auf seiner Homepage), gleichwohl ist dieses Vorgehen mit nationalem polnischen Recht nicht in Einklang zu bringen. Es ist insoweit davon auszugehen, dass hier mit Rückdatierungen oder ähnlichem gearbeitet wird. Dies allerdings macht einen Führerschein durch die polnischen Behörden angreifbar. Mir sind inzwischen mehrere Fälle bekannt, in denen die Polen Führerscheine aufgrund solcher "Tricks" zurückgenommen haben. Wenn Sie ein Mindestmaß an Sicherheit wollen, sollten Sie die 185 Tage jedenfalls einhalten. Sie müssen bedenken, der Erwerb ist ohnehin in einer Grauzone anzusiedeln, da ja eine tatsächliche Verlegung nach Polen nie beabsichtigt ist. In der Konsequenz sollten wenigstens die Erwerbvoraussetzungen in Polen stimmen und nicht dort neuer Zündstoff gelegt werden.

Rein vorsorglich rate ich von solchen Angeboten ab, die Ihnen einen Führerschein ohne Anreise offerieren (gerne in England der Fall). Diese Führerscheine sind noch angreifbarer und deswegen unbedingt abzulehnen.



Interessante Fälle aus der E-Mail-Rechtsberatung zu Fahrerlaubnis

Neues Berufskraftfahrerqualifikationsgesetz | Stand: 08.08.2013

FRAGE: Im Jahre 2008 ist doch für LKW-Fahrer ein neues Berufskraftfahrerqualifikationsgesetz entstanden, das vorsieht, von der IHK eine neue Prüfung für Berufskraftfahrer abzulegen für all...

ANTWORT: Zu1:Das Gesetz dient dem in Paragraph 1 genannten Zweck, nämlich der Sicherheit im Straßenverkehr. Diese Ziele waren in einer EU-Richtlinie. vorgegeben worden. Im Gesetz steht: (1) Dieses Geset ...weiter lesen

Verlust des Führerscheins wegen illegalen Drogen | Stand: 08.03.2013

FRAGE: Ich möchte Ihnen den Verlust meines Führerscheins in Kurzform schildern und bitte um evtl. Lösungsansätze. Vor knapp 3 Jahren fand bei mir eine Hausdurchsuchung statt. Es wurden knap...

ANTWORT: Ihr Geständnis ist rechtskräftig so dass rechtlich gegen die ausgesprochene Tat und deren Bestrafung heute nichts mehr unternommen werden kann. Der Führerscheinentzug gehört zu de ...weiter lesen

MPU wegen Fahren unter Alkoholeinfluss | Stand: 24.07.2012

FRAGE: Ich bin gegen 19:18 mit meinem PKW nach hause gefahren und in meiner Wohnung gewesen. Mein Nachbar hat mich angezeigt und die Polizei stand ca. eine Stunde später bei mir vor der Türe. Ich hab...

ANTWORT: Vor einigen Jahren hätten Sie noch Recht gehabt mit Ihrer Vermutung. Tatsächlich verhielt es sich ehemals so, dass nur dann, wenn ein Betroffener im Straßenverkehr bzw. beim Führe ...weiter lesen

Führerscheinprüfung ablegen trotz Strafverfahren wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis | Stand: 26.03.2012

FRAGE: Ich habe in den letzten 20 Jahren hauptsächlich als Entwicklungshelfer in Afrika gearbeitet und bin im August 2011 nach Deutschland zurückgekehrt.Der Grund hierfür ist mein fast 2 Jahr...

ANTWORT: Leider ist es zutreffend, dass Sie mit Ihrem kenianischen Führerschein nicht (mehr) berechtigt sind, Kraftfahrzeuge im Bundesgebiet zu führen. Zwar kann Ihnen die damalige Entziehung der Fahrerlaubni ...weiter lesen

Führerschein Klassen - Was darf ich Fahren ? | Stand: 17.02.2011

FRAGE: ich habe 1969 Führerschein Kl.4 bestanden und 1971 Kl.3.1995 hatte ich einen Führerscheinentzug wegen einer Alkoholfahrt.1996 bekam ich nicht den grauen , sondern einen rosafarbenen Führerschein...

ANTWORT: Sehr geehrter Mandant, 1. Fahrerlaubnis 125erAugenscheinlich wurde im Rahmen der Neuerteilung 1996 versäumt, Ihnen die Klasse 4 ebenfalls wieder zu erteilen. Hieraus resultiert, dass Sie zwar eigentlich ...weiter lesen

Haftung bei der Führung eines PKWs durch einen Parkinsonerkrankten | Stand: 08.08.2010

FRAGE: Ein Nachbar führt trotz schwerer Erkrankung (Parkinson) entgegen ärztlichem Rat weiter ein Fahrzeug. Die Familie kann mit Argumenten keine Einsicht erwirken; an ein freiwilliges Abgeben der Fahrerlaubni...

ANTWORT: Sehr geehrte Mandantin,Solange der Erkrankte nicht durch ein Familienmitglied als Betreuer unter gesetzlicher Betreuung steht, agiert der Erkrankte als mündige, geschäftsfähige Person un ...weiter lesen


Rechtsbeiträge über Verkehrsrecht
Interessante Beiträge zu Fahrerlaubnis

Charakterliche Ungeeignetheit zum Führen von Kraftfahrzeugen wegen Drogenkurierfahrt
| Stand: 09.04.2015

Gemäß § 69 StGB entzieht das Strafgericht die Fahrerlaubnis des Verurteilten, wenn er wegen einer rechtswidrigen Tat verurteilt wird, die er bei oder im Zusammenhang mit dem Führen eines Kraftfahrzeugs ...weiter lesen

In der Führerscheinprüfung geblitzt - wer zahlt das Bußgeld?
| Stand: 03.07.2013

Rast der Fahrschüler zu schnell durch eine Radarkontrolle, hat er doppelt Pech, da er nicht nur durch die Prüfung gefallen ist. Er hat auch für das Bußgeld aufzukommen, obwohl der Fahrer selbst noch ...weiter lesen

Kein Führerscheinentzug für EU-Ausländer?
| Stand: 05.06.2013

Darf ein EU-Staat, auf dessen Territorium ein erheblicher Verkehrsverstoß begangen wurde, dem Delinquenten die Fahrerlaubnis entziehen, wenn dieser in einem anderen EU-Staat seinen ständigen Wohnsitz und dort auch ...weiter lesen

Kein Fahrerlaubnis ohne Geburtsurkunde
Nürnberg (D-AH) - Wer eine Fahrerlaubnis ausgestellt bekommen will, muss dazu seine Geburtsdaten amtlich nachweisen. Legt zumindest ein Ausländer statt des Originals lediglich eine Kopie des geforderten Nachweises se ...weiter lesen

Fahrverbot für Schauspielerin
Nürnberg (D-AH) - Wird die auf einem Autobahnabschnitt zugelassene Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h um fast die Hälfte überschritten, ist ein einmonatiges Fahrverbot das Mindeste, mit dem der Verkehrssünder zu rechnen hat. ...weiter lesen

Taxiführerschein für hochgradig Schwerhörige
Nürnberg (D-AH) - Hört, hört: Auch wer hochgradig schwerhörig ist, kann sich nunmehr einen so genannten Taxifahrschein ausstellen lassen. Darauf hat jetzt das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg bestanden (Az. 1 B 9/07). ...weiter lesen

Fahrverbot für Feuerwehrmann
Nürnberg (D-AH) - Wird gegen einen Feuerwehrmann ein Fahrverbot ausgesprochen, dann muss er dem nachkommen. Es gibt keine berufliche Begründung, für ihn prinzipiell eine Ausnahme zu machen. Zu dieser Auffassung is ...weiter lesen

E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.
Telefonberatung: Jetzt anrufen unter 0900-1 875 000-16
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen

SEHR GUT
4.5 Sternenbewertungen

20.209 Kundenbewertungen
Bewerten auch Sie den Anwalt
nach dem Gespräch !

   | Stand: 17.10.2017
Vielen Dank für die Ausführliche Kompetente Beratung. Bei weiteren Unklarheiten gerne wieder.

   | Stand: 17.10.2017
Ich werde anwaltshotline weiterempfehlen und bei Bedarf auch nutzen

   | Stand: 16.10.2017
Nach einer Kündigung wollte mein Arbeitgeber ein Paragraphen wissen, in dem etwas sehr explizites stand. Nach langer Suche im Internet etc. habe ich nun die Anwaltshotline genutzt. Super Beratung mit verständlichen Erklärungen. Innerhalb von 10 Sekunden wurde ich an einen Anwalt geleitet. Vielen Dank für die super tolle und schnelle Hilfe!! Nur zu Empfehlen, immer wieder gern!

Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-16
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen



Wichtige Themen:

Rechtsanwalt für Verkehrsrecht | Arzthaftungsrecht | Nachbarrecht | Verkehrsrecht | Belassung | Brille | EU Führerschein | EU Führerschein MPU | Fahrerlaubnisverordnung | Fahrverbot | Führerschein | Führerschein ohne MPU | Führerscheinklassen | Führerscheinumschreibung | Internationaler Führerschein | Jugendliche Führerschein

Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:


ERFOLGSAUSSICHTEN CHECK

Lassen Sie 10 Anwälte urteilen

Lohnt sich ein Anwalt? Lassen Sie das Risiko Ihrer Rechtsangelegenheit von unabhängigen Rechtsanwälten bewerten. ...weiter lesen
Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:

HOMEPAGE TOOLS
NEU und exklusiv für Webmaster

Machen Sie Ihre Website rechtssicher! Mit unseren kostenlosen Homepage-Tools minimieren sie das Risiko einer Abmahnung. Egal ob Impressum, Disclaimer oder AGB. ...weiter lesen
Recht auf Ihrer Website

JURA TICKER

Die neuesten Meldungen auf Ihrer Website
Der Jura-Ticker bietet Ihren Besuchern aktuelle Gerichtsurteile, die stets interessant und leserfreundlich geschrieben sind. Dieser Content ist kostenlos in jede Website integrierbar und wird von uns regelmäßig mit einer neuen Meldung bestückt. Rechtsgebiete, Größe und Farben des Tickers können dabei an den eigenen Internetauftritt angepasst werden.

Anwaltshotline
Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-16
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen


E-Mail Beratung Online-Rechtsberatung per E-Mail. Antwort innerhalb weniger Stunden „schwarz auf weiß“. Jetzt Anfragen