Der direkte Draht zum Anwalt:
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00 Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen.

Verbleib von gestohlenen Sachen bei eingestellten Verfahren


Online-Rechtsberatung von Rechtsanwältin Mandy Riedel
Stand: 09.01.2011

Frage:

Am 30.03.2010 wurde in meine Wohnung in Leipzig eingebrochen. Es wurden Computer, Elektronik Artikel, Schmuck und ein Cello im Wert von ca. 15.500 EUR gestohlen.

In einem Schreiben (datiert 03.06.2010) von der Staatsanwaltschaft  wurde mir mitgeteilt, dass ein Verfahren gegen einen Verdächtigen mit dem Tatvorwurf "Besonders schwerer Fall des Diebstahls" eröffnet wurde. Ich erhielt keine Akteneinsicht.

In einem weiteren Schreiben der Staatsanwaltschaft vom 22.12.10 teilt der Staatsanwalt mit, dass im Ermittlungsverfahren von der Verfolgung gemäß § 154 Abs. 1 StPO abgesehen wird. Die Gründe hierfür sind dass der Beschuldige in einem anderen anhängigen Verfahren eine Strafe zu erwarten hat. Die Strafe, die wegen der angezeigten Tat verhängt werden könnte, fiele daneben voraussichtlich nicht beträchtlich ins Gewicht.

Mein Interesse ist es, etwas über den Verbleib der mir gestohlenen Gegenstände zu erfahren und diese evtl. wieder zurückzuerhalten, was für mich von großer persönlicher Bedeutung wäre. Auf meine Schreiben diesbezüglich erhalte ich von der Staatsanwaltschaft keine Antwort.

Könnten Sie mir bitte mitteilen, wie man verfahren könnte, um etwas über den Verbleib der gestohlenen Gegenstände in Erfahrung zu bringen?

E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.
Telefonberatung: Jetzt anrufen unter 0900-1 875 000-15
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen

Antwort:

Sehr geehrte Mandantin,

Ihre Fragen möchte ich wie folgt beantworten:

Zunächst darf ich meine Verwunderung zum Ausdruck bringen, dass die Staatsanwaltschaft in einem derart schwerwiegenden Fall von einer Verfolgung der Tat nach § 154 StPO absieht. Dies ist mehr als ungewöhnlich.

Wenn Sie Verletzter und zugleich Antragsteller im Sinne des § 172 StPO waren, so hätten Sie gegen den Beschluss die Möglichkeit der Erhebung der Beschwerde gehabt. Die Frist für die Erhebung der Beschwerde nach § 172 Abs. 1 StPO beträgt allerdings zwei Wochen. Ausgehend davon, dass die Mitteilung des Absehens von der Strafe bereits am 22.12.2010 erfolgt ist, ist diese Frist verstrichen. Eine Aufnahme des Verfahrens als solches kann nicht erreicht werden.

Ich denke, damit ist Ihnen auch nicht wirklich gedient. Wichtig für Sie ist wohl die Wiedererlangung der Gegenstände.

Allerdings könnte eine Akteneinsicht ggf. Aufschluss über den Verbleib der Gegenstände geben. Aus der Akteneinsicht würde sich ggf. auch erschließen, ob der Täter geständig war oder sonst hinreichend überführt wurde. Eine Akteneinsicht wird jedoch nur einem Rechtsanwalt gewährt, weswegen man Ihnen die Akte auch nicht zur Verfügung gestellt hat.

Unabhängig von allem bleibt Ihnen der zivilrechtliche Weg zur Geltendmachung von Herausgabeansprüchen bzw. soweit die Gegenstände tatsächlich nicht mehr auffindbar sein sollten, die Möglichkeit des Schadensersatzanspruches nach § 823 BGB, da nunmehr der Schädiger bekannt ist. Die Frist für die Geltendmachung der Ansprüche beträgt 3 Jahre und beginnt mit dem Schluss des Jahres in dem Sie Kenntnis vom Schaden und Schädiger erlangt haben, mithin mit dem 31.12.2010 und endet am 31.12.2013.



Interessante Fälle aus der E-Mail-Rechtsberatung zu Akteneinsicht

Bank erstattet Kreditbearbeitungsgebühren nicht | Stand: 31.08.2015

FRAGE: Ich hatte im Mai 2014 die Erstattung der Bearbeitungsgebühr für die Kfz-Finanzierung von der Bank verlangt. Bei der Finanzierung handelt es sich um ein gewerblich genutztes Fahrzeug. Die Ban...

ANTWORT: Für eine abschließende Beantwortung Ihrer Frage fehlt mir die wesentliche Information darüber, wann Sie die Bearbeitungsgebühr an die Volkswagenbank geleistet haben.An Hand des geschilderte ...weiter lesen

Haftungsverteilung bei Unfall beim Ausparken | Stand: 03.06.2015

FRAGE: Kraft-Haftpflich-Schaden. Ich bin der Anspruchsteller. Der Schaden an meinem Fahrzeug beläuft sich laut Werkstatt 1480,96 EUR Brutto. Die Versicherung des Gegners hat die Summe auf 491,10 reduziert...

ANTWORT: Die Rechtslage ist in dem von Ihnen geschilderten Fall verzwickt, weil die Rechtsprechung diese Frage nicht einheitlich beurteilt und eine höchstrichterliche Entscheidung bis dato noch nicht ergange ...weiter lesen

Offene Forderungen einklagen - erste Schritte einleiten | Stand: 11.09.2013

FRAGE: Ich möchte meine Forderung (Kunde zahlt nicht die gestellte Rechnung) selbst ohne Anwalt, bei Gericht als Klage einreichen.Das Inkassobüro sieht die Sache als unwirtschaftlich und einen Anwal...

ANTWORT: 1. Muss ich zwingend erst einen Mahnbescheid machen? Oder kann ich gleich eine Klage ohne Anwalt einreichen? Falls ja, bei welchem Gericht reiche ich ein? Amtsgericht an meinem Firmensitz? Nein, ein Mahnbeschei ...weiter lesen

Aussage zu geklautem Wagen - wie verhalte ich mich? | Stand: 06.12.2012

FRAGE: Ich bin Rentner und mit manischer Depression diagnostiziert und in klinischer Behandlung und nehme jede Menge Medikamente, die ich probieren soll.Die staendig neuen Medikamente machen mich krank, Erinnerungsvermoege...

ANTWORT: Der von Ihnen mitgeteilte Sachverhalt ist in der Tat klärungsbedürftig. Ihre Schilderung, das Fahrzeug weiter weg geparkt und einige Zeit nicht benutzt zu haben, kann ich absolut nachvollziehen ...weiter lesen

Klage wegen Regressforderung am Hals - anfechtbar? | Stand: 24.09.2012

FRAGE: Mir steht eine Zivilklage seitens der HUK wegen einer Regressforderung an. Ich hatte ca. vor drei Jahren einen Unfall mit Alkohol - bei dichten Bodennebel.Ich hatte ca. 0,75l Rotwein getrunken, Das Messprotokol...

ANTWORT: Zunächst erlaube ich mir darauf hinzuweisen, dass von Ihnen laut Verfügung des Amtsgerichts Bamberg Fristen einzuhalten sind. Die Verteidigungsanzeige muss von Ihnen oder einem hierzu beauftragte ...weiter lesen

Ermittlungsverfahren - Kinder als Zeugen | Stand: 27.05.2011

FRAGE: Müssen die im Ermittlungsverfahren einer Steuerstraftat als Zeugen geladenen Kinder zum Ladundstermin erscheinen, wenn sie vorher mitteilen, dass sie vom Zeugnisverweigerungsrecht Gebrauch mache...

ANTWORT: sehr geehrte Mandantin , sie haben in Ihrer Anfrage zur Kenntnis gegeben, dass wegen einer Steuerstraftat ermittelt wird. Eine Steuerstraftat liegt vor, wenn gegen Steuervorschriften verstoßen wir ...weiter lesen


Rechtsbeiträge über Strafrecht
Interessante Beiträge zu Akteneinsicht

Unfallflucht geht nur vorsätzlich
| Stand: 30.11.2015

Unfallflucht ist oft ein menschliches Versagen. Aber ist es auch immer strafbar? Gemäß §§ 142,15 StGB kann wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort nur bestraft werden, wer vorsätzlich gehandelt ...weiter lesen

Instanzenweg und Zuständigkeit im Strafprozess
| Stand: 10.11.2015

Instanzenweg und Zuständigkeit der Gerichte ergeben sich im Strafprozess einerseits aus der StPO, andererseits aus dem GVG. Gegen erstinstanzliche Urteile des Strafrichters als Einzelrichter oder des Schöffengerichts ...weiter lesen

Nimmt der neue Mindestlohn den deutschen Unternehmern die europäische Wettbewerbsfähigkeit?
| Stand: 22.09.2014

Durch ein aktuelles Urteil des Gerichtshofs der Europäischen Union, (Az. C-487/12; 18.09.2014) zeichnen sich bei der Vergabe von öffentlichen Aufträgen verheerende Auswirkungen für den deutschen Binnenmarkt ...weiter lesen

Tennisarm wegen PC-Arbeit ist keine Berufskrankheit
| Stand: 24.03.2014

Eine intensive Arbeit mit der Computermaus muss keine Ursache für die Erkrankung an einem sogenannten Tennisellenbogen sein. Wahrscheinlicher seien hierfür andere wiederholende Tätigkeiten. Das hat das Hessische ...weiter lesen

Kein Schadensersatz nach Sturz eines Krankenhauspatienten
| Stand: 17.12.2013

Geht von einem Krankenhauspatienten keine Sturzgefährdung aus, dann muss das Krankenhauspersonal ihn auch nicht fixieren oder andauernd überwachen. Bei einem Sturz steht Patienten somit kein Schadensersatz zu. ...weiter lesen

Besitzer darf Hund während der Arbeitszeit nicht in ein Auto sperren
| Stand: 10.10.2013

Wer ein Haustier hat, sollte sich auch an das Tierschutzgesetz halten. Dieser Meinung ist auch das Verwaltungsgericht Stuttgart und hat es einem Hundehalter verboten, seine Hündin in das Auto zu sperren, während ...weiter lesen

Kein Schadenersatz bei fehlerhafter Reisebuchung per Telefon
| Stand: 07.08.2013

Entstehen Fehler bei der telefonischen Buchung eines Fluges, kann nicht das Reisebüro dafür verantwortlich gemacht werden. So hat das Amtsgericht München entschieden, als eine Reisende versehentlich Flugtickets ...weiter lesen

E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.
Telefonberatung: Jetzt anrufen unter 0900-1 875 000-15
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen

SEHR GUT
4.5 Sternenbewertungen

20.295 Kundenbewertungen
Bewerten auch Sie den Anwalt
nach dem Gespräch !

   | Stand: 25.11.2017
Vielen, vielen Dank für ihre Hilfte, Herr Böckhaus.

   | Stand: 23.11.2017
Ich wurde gerade von einer sehr freundlichen Anwältin zum Thema Rückforderungsrecht / Verwaltungsrecht beraten. Meine Fragen wurden vollständig und präzise beantwortet. Vielen Dank

   | Stand: 23.11.2017
Vielen Dank für die schnelle und verständliche Beantwortung meiner Fragen bezüglich Mietrecht. Kann es nur weiterempfehlen.

Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-15
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen



Wichtige Themen:

Rechtsanwalt für Strafrecht | Arzthaftungsrecht | Strafrecht | Verkehrsrecht | Anhörungsbogen | Augenzeuge | Befragung | Bußgeldverfahren | Personalien | Personalienfeststellung | Polizeibericht | Polizeikontrolle | selbst anzeigen | Selbstanzeige | Verkehrskontrolle | Verkehrsordnungswidrigkeit | Verkehrszentralregister | vorheriger Stand | Zeuge | Zeugenaussage | Zeugnisverweigerungsrecht

Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:


ERFOLGSAUSSICHTEN CHECK

Lassen Sie 10 Anwälte urteilen

Lohnt sich ein Anwalt? Lassen Sie das Risiko Ihrer Rechtsangelegenheit von unabhängigen Rechtsanwälten bewerten. ...weiter lesen
Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:

HOMEPAGE TOOLS
NEU und exklusiv für Webmaster

Machen Sie Ihre Website rechtssicher! Mit unseren kostenlosen Homepage-Tools minimieren sie das Risiko einer Abmahnung. Egal ob Impressum, Disclaimer oder AGB. ...weiter lesen
Recht auf Ihrer Website

JURA TICKER

Die neuesten Meldungen auf Ihrer Website
Der Jura-Ticker bietet Ihren Besuchern aktuelle Gerichtsurteile, die stets interessant und leserfreundlich geschrieben sind. Dieser Content ist kostenlos in jede Website integrierbar und wird von uns regelmäßig mit einer neuen Meldung bestückt. Rechtsgebiete, Größe und Farben des Tickers können dabei an den eigenen Internetauftritt angepasst werden.

Anwaltshotline
Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-15
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen


E-Mail Beratung Online-Rechtsberatung per E-Mail. Antwort innerhalb weniger Stunden „schwarz auf weiß“. Jetzt Anfragen