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Ist der Widerspruch gegen einen Erbschein wirksam?


Online-Rechtsberatung von Rechtsanwalt Florian Wehner
Stand: 08.11.2010

Frage:

Wir sind 5 Erben, es wurde ein gemeinsamer Erbschein beantragt, dem von 2 Geschwistern innerhalb der 3 Wochenfrist widersprochen worden ist.

Die Bank benötigt einen Erbschein und die 5 Unterschriften.

Der Grund des Einspruchs: Sie wollen zuerst alle 5 Unterschriften bei der Bank, dann den Erbschein unterschreiben.

Frage: Kommen die 2 Geschwister mit dem Einspruch durch. wie geht es nach dem Einspruch weiter und wer trägt die Kosten?

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Antwort:

Sehr geehrte Mandantin,

Ein Einspruch gegen einen Erbschein macht nur dann Sinn, wenn es konkrete, anhand von Urkunden oder Zeugen nachweisbare Einwendungen gegen die Feststellungen des Erbscheins als Solchem gibt: Dies ist, soweit ich Ihrer Schilderung entnehmen kann, hier nicht der Fall. Der hier offensichtlich erteilte gemeinschaftliche Erbschein an 5 Geschwister zu gleichen Teilen ist ja faktisch richtig - ein Einspruch nur wegen gewünschter vorheriger Unterschriften bei der Bank ist sinnlos und daher zu verwerfen.

Unabgängig von diesem Ergebnis sind die Kosten des Erbscheinsverfahrens grundsätzlich von den Miterben gemeinschaftlich zu tragen. Wenn der Einspruch wie hier von vornherein völlig unbegründet war und willkürlich, können Sie die Kosten für das Einspruchsverfahren ( nicht für den Erbschein an sich!) ggf. im Wege einer zivilrechtlichen Klage in Nachhinein gegen die einspruchsführenden Schwestern geltend machen.



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