Der direkte Draht zum Anwalt:
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00 Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen.

Berücksichtigung von Schulden bei der Berechnung des Zugewinnausgleichs


Online-Rechtsberatung von Rechtsanwältin Anette Führing
Stand: 11.10.2010

Frage:

Zur Berechnung des Zugewinnausgleichs können seit Kurzem beim Anfangsvermögen auch Schulden berücksichtigt werden.
Wir verhält sich bei der Berechnung die Situation, wenn ein Ehepartner während der Ehe einen negativen Zugewinn erwirtschaftet hat. Wird dieser in der vollen negativen Höhe verrechnet?

E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.
Telefonberatung: Jetzt anrufen unter 0900-1 875 000-903
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen

Antwort:

Sehr geehrter Mandant,

tatsächlich ist es auch so, dass in der Zukunft negatives Endvermögen berücksichtigt wird. Dies ergibt sich aus der Formulierung in § 1375 Abs. 1 Satz 2 BGB nach der neuen Fassung, der den Abzug von Verbindlichkeiten über den Wert des Vermögens hinaus zulässt. Soweit die Regelung im Zusammenhang mit negativem Anfangsvermögen gesehen wird, wird die Notwendigkeit der Berücksichtigung des negativen Anfangsvermögens auch beim Endvermögen dem Umstand gerecht, dass man beim Endvermögen ebenfalls Negativwerte akzeptiert. Diese Änderung des § 1375 BGB ist nicht abhängig von einem vorhandenen negativen Anfangsvermögen. D.h., es gibt auch ohne negatives Anfangsvermögen einen negativen Saldo im Endvermögen. Der Gesetzgeber will hier den wirtschaftlichen Zugewinn berücksichtigen, ohne zu bewerten, wie die Verschuldung während der Ehe eingetreten ist. In wirtschaftlicher Hinsicht ist die Verschuldung während der Ehe kein Gewinn, weshalb es in derartigen Fällen bei der Bewertung mit Null im Anfangsvermögen und auch im Zugewinn bleiben muss, wenn das Endvermögen negativ ist. Dieser Grundsatz des Zugewinnausgleichsverfahrens, das eine Benachteiligung an den Verbindlichkeiten des anderen Ehegatten nicht stattfindet bleibt erhalten.

Lediglich in den Fällen der illoyalen Vermögensminderung kann das Endvermögen negativ werden. Dies ist dann der Fall, wenn kurz vor dem Zugewinnausgleich bzw., wenn schon feststeht, dass eine Trennung erfolgt Vermögenswerte an Dritte übereignet werden. Diese Vermögensminderung durch Übertragung an Dritte wird hier nicht berücksichtigt, sofern sie zu einer Darstellung eines negativen Endvermögens führt. Bzw. auch in anderen Fällen besteht hier ja immer die Möglichkeit des Anfechtungsrechts bei solchen illoyalen Vermögensminderungen.

Bezüglich der Beweislastregeln bei der Vermögensminderung gilt folgendes: Danach muss der Ehegatte dessen Vermögen sich zwischen der Trennung und dem Stichtag des Zugewinnausgleichs vermindert hat darlegen und beweisen, dass es sich dabei nicht um Minderungen in illoyaler Weise handelt. Es besteht also quasi eine widerlegbare Vermutung der Hinzurechnung der Minderung zwischen Trennung und Berechnungsstichtag. Ich hoffe ich konnte mit diesen Angaben dienen und stehe jederzeit für Rückfragen zur Verfügung.



Interessante Fälle aus der E-Mail-Rechtsberatung zu Ehegemeinschaft

Vererbung bei gemeinsamen Konten von Ehepartnern | Stand: 28.02.2014

FRAGE: Meine Frau und ich haben gemeinsam mehrere Geldanlagen bei verschiedenen Banken angelegt. Diese Konten liefen immer unter unseren gemeinsamen Namen mit beider Vor-u. Nachnamen.z.B.: Sparbuch / Sparbrie...

ANTWORT: Wenn Eheleute gemeinsam ein Sparkonto unterhalten, gilt im Verhältnis zur Bank grundsätzlich, dass beide Ehegatten zu gleichen Teilen berechtigt sind. Damit ist jedoch noch nicht die Frage geklärt ...weiter lesen

Abtritt von Rentenanspruch an Ex-Frau | Stand: 18.01.2013

FRAGE: Meine erste Ehe wurde 1986 geschieden und meine Frau erhielt ca. 40% von meinem Rentenanspruch. Dann heiratete sie wieder.Meine Frage: Sind die 40% für mich unwiederbringlich verloren, oder hat sic...

ANTWORT: Die 40 % sind für Sie unwiderruflich verloren, daran ändert die Neuheirat nichts. Der Ausgleich der Rente bei einer Scheidung beruht auf dem Gedanken des gemeinsamen Zugewinns. Es wird dabe ...weiter lesen

Fragen zu räumlicher Trennung von Ehefrau | Stand: 11.03.2012

FRAGE: Im Dezember trennte ich mich von meiner Frau und zog aus der gemeinsamen Wohnung aus. Seitdem bewohne ich eine eigene Wohnung im gleichen Ort. Seit vorgestern bin ich auf Drängen meiner Frau wiede...

ANTWORT: Ihre Bedenken, ob Sie sich juristisch korrekt verhalten, sind in jedem Fall derzeit unnötig.Die Trennung von Ihrer Ehefrau ist erst vor relativ kurzer Zeit erfolgt. Hier ist es durchaus lebensnah ...weiter lesen

Einstellung von Ehegattenunterhalt - Schriftform? | Stand: 31.10.2011

FRAGE: Ich bin seit dem 21.01.11 rechstkräftig geschieden und habe eine Scheidungsfolgevereinbarung, neben der Höhe des Kindes- und Ehegeattenunterhaltes auch eine Regelung enthält, dass bei eine...

ANTWORT: Sie hatten mitgeteilt, dass in der Scheidungsfolgenvereinbarung geregelt wurde, dass der Ehegattenunterhalt bei Eingehen einer neuen Ehe, Lebensgemeinschaft oder Lebenspartnerschaft des Berechtigten entfällt ...weiter lesen

Kennzeichen bekannt - Halter des Fahrzeugs informieren | Stand: 13.03.2011

FRAGE: Meine Ehefrau ist am 2.03.2011 verstorben.Ich möchte eine Bekannte darüber informieren und kenne aber nur deren Vornamen  und das Autokennzeichen .Wie kann ich mich bei der Frau .... melden...

ANTWORT: Sehr geehrter Mandant,im Falle eines Unfalles können Sie mit dem Kennzeichen immer eine Halteranfrage bei der Zulassungsstelle anbringen. Sie müssen dort nur (fälschlicherweise) behaupten ...weiter lesen

Ansprüche bei Zugewinnausgleich und Zuweisung der Ehewohnung | Stand: 27.07.2010

FRAGE: Fragen zur Zugewinngemeinschaft: geheiratet vor 6 Jahren. Beide Ehepartner 0 Euro Anfangsvermögen. Dann Hauskauf: beide Ehepartner im Grundbuch eingetragen. Tilgungsrate von meinem Konto, wobei Ehefra...

ANTWORT: Sehr geehrter Mandant,Fragestellung:1. Ansprüche bei Zugewinnausgleich2. Zuweisung der Ehewohnung/Hauszu 1.: Zugewinngemeinschaft bedeutet zunächst, dass jeder der Eheleute grundsätzlic ...weiter lesen


Rechtsbeiträge über Familienrecht
Interessante Beiträge zu Ehegemeinschaft

Witwengeld kann trotz kurzer Ehe gewährt werden
| Stand: 25.11.2013

Einer Witwe eines verstorbenen Polizeibeamten kann eine beamtenrechtliche Versorgung trotz kurzer Ehedauer zustehen, wenn vor Gericht glaubwürdig dargelegt wird, dass die Heirat nicht zum Zweck einer sogenannten Versorgungsehe ...weiter lesen

E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.
Telefonberatung: Jetzt anrufen unter 0900-1 875 000-903
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen

SEHR GUT
4.5 Sternenbewertungen

20.693 Kundenbewertungen
Bewerten auch Sie den Anwalt
nach dem Gespräch !

   | Stand: 04.07.2018
Ich hatte eine E-Mail Beratung gebucht für Mietrecht und habe dann Kontakt mit der Rechtsanwältin Alexandra Pritzsche gehabt.sie ist sehr kompetent nimmt sich auch viel Zeit und hat auf jede Frage die richtige passende Antwort gehabt ich kann die Rechtsanwältin nur weiter empfehlen ein großes Lob und vielen Dank noch.

   | Stand: 29.06.2018
Frau Kuner hat mich kompetent , sehr freundlich und zuvorkommend beraten. Vielen Dank Frau Kuner!

   | Stand: 28.06.2018
Ich war sehr zufrieden mit der Beratung von Herrn RA Hoffmann, der mir, in einem für mich komplexen Fall, weitergeholfen hat. Ich werde mich wieder an ihn wenden. Herzlichen Dank

Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-903
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen



Wichtige Themen:

Rechtsanwalt für Familienrecht | Arbeitsrecht | Familienrecht | Sozialrecht | Ehedauer | Ehegattenerklärung | ehelich | Ehepartner | Eherecht | getrennte Veranlagung | Lebenspartnerschaft | Schlüsselgewalt | Zweitehe | Zweitfrau | Ehefrau | Silberhochzeit

Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:


ERFOLGSAUSSICHTEN CHECK

Lassen Sie 10 Anwälte urteilen

Lohnt sich ein Anwalt? Lassen Sie das Risiko Ihrer Rechtsangelegenheit von unabhängigen Rechtsanwälten bewerten. ...weiter lesen
Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:

HOMEPAGE TOOLS
NEU und exklusiv für Webmaster

Machen Sie Ihre Website rechtssicher! Mit unseren kostenlosen Homepage-Tools minimieren sie das Risiko einer Abmahnung. Egal ob Impressum, Disclaimer oder AGB. ...weiter lesen
Recht auf Ihrer Website

JURA TICKER

Die neuesten Meldungen auf Ihrer Website
Der Jura-Ticker bietet Ihren Besuchern aktuelle Gerichtsurteile, die stets interessant und leserfreundlich geschrieben sind. Dieser Content ist kostenlos in jede Website integrierbar und wird von uns regelmäßig mit einer neuen Meldung bestückt. Rechtsgebiete, Größe und Farben des Tickers können dabei an den eigenen Internetauftritt angepasst werden.

Anwaltshotline
Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-903
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen


E-Mail Beratung Online-Rechtsberatung per E-Mail. Antwort innerhalb weniger Stunden „schwarz auf weiß“. Jetzt Anfragen