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Ist eine Versicherung bei einer Klage passivlegitimiert?

Online-Rechtsberatung von Rechtsanwalt Dr. Dietmar Breer
Stand: 09.09.2010

Frage:

Meine Versicherung kommt Ihrer Leistungspflicht nicht nach u. deshalb habe ich sie verklagt. Sie stellte darauf den Antrag, die Klage abzuweisen, weil sie nicht passivlegitimiert sei. Allerdings erfolgte die Bearbeitung u. Ablehnung des Versicherungsfall bei diesen Bevollmächtigten Assekuradeur. Die Zahlung der V.-Prämie erfolgte auch an diesen Bevollmächtigten.

Entspricht dies der Wahrheit? Wenn ja, kann ich dann meine Klage ohne Kosten nochmals an die richtige Adresse zustellen lassen?



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Antwort:

Sehr geehrter Mandant,

der richtige Beklagte in Ihrem Fall ist die Krankenversicherung mit der Sie den Versicherungsvertrag abgeschlossen haben. Name und Anschrift der Versicherung entnehmen Sie bitte dem Versicherungsvertrag. Der Versicherungsmakler/Agent ist in keinem Fall der richtige Beklagte auch wenn über ihn das Versicherungsverhältnis abgewickelt wurde.

Die Versicherungsgesellschaft muss von Ihnen in einem neuen Verfahren neu verklagt werden. Eine "Weiterleitung" an den richtigen Beklagten in dem bisherigen Verfahren ist nicht möglich. In dem neuen Verfahren fallen erneut Gerichtskosten und ggfs. bei einer Niederlage auch Kosten für den Gegenanwalt an.

Um weitere Gerichtskosten zu sparen, kann ich in dem laufenden Verfahren nur empfehlen,die Klage unverzüglich zurück zu nehmen. Dann werden nur 1 statt 3 Gerichtsgebühren bei einem Urteil fällig und auch auf Seiten des Gegners entfallen die Kosten für eine Termingebühr für den Rechtsanwalt.

Da Verfahren gegenüber Versicherungsunternehmen im allgemeinen schwierig sind, sollten sie zur Vermeidung weiterer (Kosten)Nachteile die Beauftragung eines Rechtsanwaltes ernsthaft überlegen.



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