Der direkte Draht zum Anwalt:
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00 Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen.

Pavillon erleidet einen Schaden - Wird die Versicherung zahlen?

Online-Rechtsberatung von Rechtsanwalt Michael Zemann
Stand: 26.08.2010

Frage:

Bei einem Sturmschaden wurde der auf der Terrasse befindliche Pavillon beschädigt.

Im Versicherungsschein steht: Versichert ist der Hausrat zum Wiederbeschaffungspreis gegen Schäden durch Sturm u. Hagel.

Versicherungsort ist die im Versicherungsvertrag bezeichnete Wohnung des VN. Zur Wohnung gehören auch Räume in Nebengebäuden auf demselben Grundstück.

Für Sturm- u. Hagelschäden besteht Außenversicherungsschutz nur, wenn sich die Sachen in Gebäuden befinden !

Geschrieben wurde uns jetzt: Hausrat ist nur dann gegen Sturm u. Hagel versichert, wenn er sich innerhalb eines Gebäudes befindet.

Über das Internet ist in mehreren Artikeln zu finden, dass zur Wohnung auch Boden- und Kellerräume, Abstellräume, Balkone, Loggien u. Terrassen gehören.

In unserer Nachbarschaft und über Bekannte haben wir erfahren, dass diese ihre beschädigten Sachen, u. a. auch Pavillons, ohne Nachfrage erstattet bekommen haben.

Besteht eine Möglichkeit, gegen die Versicherung anzugehen! Haben wir eine Möglichkeit, doch noch eine Erstattung zu erhalten.

E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.
Telefonberatung: Jetzt anrufen unter 0900-1 875 000-11
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen
Kontakt zum Autor des Beitrages:
Rechtsanwalt Michael Zemann   |Hier klicken

Antwort:

Sehr geehrte Mandantin,

Leider muss ich Ihnen nach eingehender Prüfung Ihres mitgeteilten Sachverhalts und auch des Versicherungsscheins mitteilen, dass ein gerichtlich durchsetzbarer Anspruch gegen die Allianz nicht besteht.
Nach den VHB der Jahre 1992-1999 ist Versicherungsort die im Versicherungsschein bezeichnete Wohnung, wozu auch Räume in Nebengebäuden auf demselben Grundstück gehören.

Loggien, Terrassen und Balkone gehören jedoch erst ab den VHB 2000 mit zur Wohnung, also noch nicht nach den VHB 97, die Ihrem Vertrag zugrunde liegen.
Außenversicherungsschutz besteht bei Sturm- und Hagelschäden nur in Gebäuden (so § 12 Nr. 3 VHB 92/ ebenso in VHB 97 und § 11 Nr. 3 VHB 2000). Dies betrifft begrifflich Hausrat, der nur vorübergehend außerhalb des Versicherungsortes (in Ihrem Fall Wohnung oder Nebengebäude) befindlich ist bzw. genutzt wird. Der Pavillon auf der Terrasse fällt nicht hierunter, da er bereits dauerhaft außerhalb des Versicherungsortes (nach VHB 97 nur Wohnung oder Räume in einem Nebengebäude) steht bzw. genutzt wird.

Abgesehen von der Außenversicherung besteht auch nach den neueren Bedingungen Versicherungsschutz für Sturm- und Hagelschäden nur innerhalb von Gebäuden, sofern keine Antennenanlagen oder Markisen betroffen sind.
Selbst wenn in Ihrem Fall bereits die neueren Bedingungen vereinbart wären, also die Terrasse dazugehören würde, so bliebe gleichwohl die Einschränkung gem. § 9 Nr. 2 Abs.2 VHB 2000 bestehen, wonach für Sturm- und Hagelschäden Versicherungsschutz nur innerhalb von Gebäuden besteht. Das ist angesichts der Regelung (nur in den neueren Bedingungen) in § 9 Nr.2 VHB 2000, wonach u.a. auch Terrassen zu der versicherten Wohnung gehören möglicherweise überraschend mit der denkbaren rechtlichen Folge der Unwirksamkeit dieser Bedingung (so etwa vertreten von van Bühren, Handbuch Versicherungsrecht, § 3 Rn.134). Denn ein durchschnittlicher Versicherungsnehmer kann nicht ohne weiteres nachvollziehen, weshalb Hagelschäden an Hausrat, der sich auf einem Balkon oder einer Terrasse befand, nicht versichert sein soll, während z.B. durch Feuer beschädigte oder zerstörte Sachen unter Versicherungsschutz stehen. Allerdings handelt es sich hierbei um eine einzelne Rechtsauffassung, die keine gefestigte Rechtsprechung darstellt.

Da sich in den Bedingungen, die Ihrem Vertrag zugrunde liegen (VHB 97), der Versicherungsschutz noch nicht ausdrücklich auf Loggien, Balkone oder Terrassen erstreckt, spielt die vorbeschriebene Überlegung in Ihrem Fall vielmehr keine entscheidende Rolle.

Eine Regulierungsverpflichtung könnte sich allenfalls aus einer Sondervereinbarung im Versicherungsvertrag ergeben, die aber den Hinweisen auf dem Versicherungsschein nicht zu entnehmen ist.

Sofern Sie von anderen Fällen gehört haben, in denen es unbeanstandet zu einer Zahlung gekommen sein soll, kann dies m.E. nur auf eine Kulanzleistung oder Sondervereinbarung bzw. Klauselerweiterung zurückzuführen sein. Sowohl nach den standardmäßigen Altbedingungen noch nach den neueren Bedingungen (VHB 2000 ff.) besteht m.E. (leider) keine Zahlungspflicht der Versicherung.

Von einer außergerichtlichen oder gerichtlichen Weiterverfolgung rate ich daher in Ihrem Sinne ab.



Rechtsbeiträge über Miet-/ Immobilienrecht
Interessante Fälle aus der E-Mail-Rechtsberatung zu Außenanlage

Welche Reparaturen muss ein Mieter übernehmen und bezahlen? | Stand: 14.04.2013

FRAGE: In meinem Mietvertrag gibt es folgende Klauseln zu Reparatur von Installationsgegenständen."Der Mieter ist verpflichtet, die Reparaturkosten für Installationsgegenstände, die seinem direkte...

ANTWORT: Die Regelung in Ihrem Mietvertrag entspricht fast wortwörtlich der gesetzlichen Regelung. Was Kleinreparaturen sind ist nicht durch die Rechtssprechung festgelegt sondern durch das Gesetz, nämlic ...weiter lesen

Balkonentwässerung - DIN-Norm bindend? | Stand: 15.06.2012

FRAGE: Im August 2010 haben wir eine Neubau-Eigentumswohnung, direkt vom Bauträger gekauft, bezogen. nach wenigen Wochen mussten wir feststellen, dass vom Balkon der über unserer Wohnung gelegenen Wohnun...

ANTWORT: Auszugehen ist zunächst von Ihrem Bauvertrag und dessen Inhalt. Denn der geschuldete Erfolg, also der Sollzustand, ergibt sich nach § 633 Abs. 2 Satz 1 BGB in erster Linie aus der Parteivereinbarung ...weiter lesen

Mietminderung wegen unangekündigten Dacharbeiten | Stand: 20.04.2012

FRAGE: Unser Vermieter hat ohne Ankündigung und Vorabinformation ein Gerüst um das Mehrfamilienhaus aufbauen lassen um Dacharbeiten durchzuführen.Dabei wurde unsere Terrasse zum Gerüstaufba...

ANTWORT: Die Bauarbeiten und die damit zusammenhängenden Unannehmlichkeiten stellen mietrechtlich einen Mangel der Mietsache dar, die gem. § 536 Abs. 1 BGB zur Minderung der Miete berechtigen. Was di ...weiter lesen

Mietwohnung: Fragen zur Regelung für Pflege von Vorgarten | Stand: 16.09.2011

FRAGE: Wenn ein Mieter, im Mietvertrag die Nutzung und Pflege des Vorgartens übernimmt, muß er dann die Gartengeräte Harke Besen und Rasennmäher selbst bezahlen bzw. organisieren? Und wi...

ANTWORT: Mangels anderweitiger Vereinbarung im Mietvertrag trägt die Pflegekosten sowie die Anschaffungskosten der erforderlichen Gerätschaften der Mieter, der den Garten vertraglich nutzen darf. Die ...weiter lesen

Aufzug im Mietwohnhaus öfter defekt - Mieterrechte | Stand: 13.09.2011

FRAGE: Ich werde im Oktober 2011 in eine neue Mietwohnung in Düsseldorf ziehen. Es handelt sich hier um ein Hochhaus. Dieses Hochhaus ist saniert worden und hat auch einen neuen Aufzug bekommen. Die Wohnunge...

ANTWORT: Zunächst einmal ist darauf hinzuweisen, dass die Maklerin nach Unterzeichnung des Mietvertrages durch Sie ihre Provision verdient und ansonsten mit dem Mietverhältnis, welches zwischen Ihne ...weiter lesen

Verstoß gegen den Mietvertrag - seitens des Mieters | Stand: 26.04.2011

FRAGE: Ich habe ein Haus zusammen mit einem kleinen Garten vermietet. Bei Übergabe des Hauses bestand der größte Teil des Gartens aus einer Rasenfläche. Mein Mieter hat diese Rasenfläch...

ANTWORT: Sehr geehrter Mandant,1.Bei dem Zupflastern des Rasens, ich gehe von Betonieren oder Verfliesen aus, handelt es sich in der Tat um eine Änderung der Anlageart. Im Gegensatz zum Wohnraum, wo das Aufbringe ...weiter lesen


E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.
Telefonberatung: Jetzt anrufen unter 0900-1 875 000-11
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen
Kontakt zum Autor des Beitrages:
Rechtsanwalt Michael Zemann   |Hier klicken

SEHR GUT
4.5 Sternenbewertungen

20.295 Kundenbewertungen
Bewerten auch Sie den Anwalt
nach dem Gespräch !

   | Stand: 25.11.2017
Vielen, vielen Dank für ihre Hilfte, Herr Böckhaus.

   | Stand: 23.11.2017
Ich wurde gerade von einer sehr freundlichen Anwältin zum Thema Rückforderungsrecht / Verwaltungsrecht beraten. Meine Fragen wurden vollständig und präzise beantwortet. Vielen Dank

   | Stand: 23.11.2017
Vielen Dank für die schnelle und verständliche Beantwortung meiner Fragen bezüglich Mietrecht. Kann es nur weiterempfehlen.

Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-11
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen



Wichtige Themen:

Rechtsanwalt für Mietrecht | Allgemeine Rechtsfragen | Mietrecht | Wohnungseigentumsrecht | Balkonsanierung | bauliche Veränderung | Efeu Hauswand | Fahrstuhl | Fahrstuhlkosten | Fassadenbegrünung | Gartenpflege | Hecken schneiden | Laubbeseitigung | Laubfall | Müllabfuhrgebühren | Streupflicht | Terrasse | Treppenhausreinigung | Wärmedämmung

Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:


ERFOLGSAUSSICHTEN CHECK

Lassen Sie 10 Anwälte urteilen

Lohnt sich ein Anwalt? Lassen Sie das Risiko Ihrer Rechtsangelegenheit von unabhängigen Rechtsanwälten bewerten. ...weiter lesen
Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:

HOMEPAGE TOOLS
NEU und exklusiv für Webmaster

Machen Sie Ihre Website rechtssicher! Mit unseren kostenlosen Homepage-Tools minimieren sie das Risiko einer Abmahnung. Egal ob Impressum, Disclaimer oder AGB. ...weiter lesen
Recht auf Ihrer Website

JURA TICKER

Die neuesten Meldungen auf Ihrer Website
Der Jura-Ticker bietet Ihren Besuchern aktuelle Gerichtsurteile, die stets interessant und leserfreundlich geschrieben sind. Dieser Content ist kostenlos in jede Website integrierbar und wird von uns regelmäßig mit einer neuen Meldung bestückt. Rechtsgebiete, Größe und Farben des Tickers können dabei an den eigenen Internetauftritt angepasst werden.

Anwaltshotline
Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-11
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen


E-Mail Beratung Online-Rechtsberatung per E-Mail. Antwort innerhalb weniger Stunden „schwarz auf weiß“. Jetzt Anfragen