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Arbeit und Beruf
Frage an den Anwalt
07.07.2010

Darf der Arbeitgeber Tag- und Nachtdienst beliebig einteilen?

Ich habe seit dem 1.8.2009 einen sogenannten Springervertrag in Festanstellung und bin als 20 Std/Woche Nachtwache in einem Altenheim beschäftigt. Nun will mein Arbeitgeber mich in denn Tagdienst verweisen, aufgrund zu höher Krankheitstage, die lt. Arbeitgeber nicht aufgefangen werden können. Dazu gesagt hatte ich 30 Krankheitstage im letzten Jahr. Nun habe ich aber das Problem, dass ich durch meinen Mann/Schichtdienst nicht mehr im Tagdienst arbeiten kann. Da wir 2 Kinder im Alter von 4 und 11 Jahren habe und die Betreuung nicht sicher gestellt ist. Dies weiß mein Arbeitgeber. Besteht aber auf denn Springervertrag. Jetzt will mich mein Arbeitgeber frei stellen d.h. ich habe noch 180 Überstunden und 8 Urlaubstage zu bekommen und ich soll kündigen. Das heißt aber für mich, wenn ich kündige und keine neue Anstellung finde, dass ich dann ja eine Sperre vom Arbeitsamt bekomme.

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Antwort Rechtsanwalt Thomas Nolting
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Sehr geehrte Mandantin,

Ihre Anfrage beantworte ich wie folgt:

Sofern in Ihrem Vertrag ausdrücklich geregelt ist, dass Sie im Nachtdienst arbeiten, kann Ihr Arbeitgeber Sie nicht auf den Tagdienst verweisen. Dies wäre eine Vertragsänderung, der Sie zustimmen müssen.

Ist in dem Vertrag keine konkrete Regelung hierzu getroffen, oder enthält der Vertrag eine Klausel, nach der Sie auch in den Tagdienst versetzt werden können, ist dies hingegen möglich.

Einen Grund für Sie, zu kündigen, vermag ich nicht zu erkennen. Solange Sie Ihren Vertrag erfüllen, kann Ihnen auch Ihr Arbeitgeber nicht kündigen. Im Hinblick auf die drohende Sperrzeit rate ich sogar dringend von einer (Eigen-)Kündigung ab.

Sofern Sie noch Erholungsurlaub haben, könne Sie den ganz normal in Absprache mit dem Arbeitgeber nehmen.

Hinsichtlich der Überstunden gilt die Regelung, die Sie bisher auch mit dem Arbeitgeber getroffen hatten.

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