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Voraussetzungen für den Verkauf von Wohnungen in einem Einfamilienhaus


Online-Rechtsberatung von Rechtsanwältin Mandy Turowski
Stand: 29.06.2010

Frage:

Das Einfamilienhaus besteht aus zwei Eigentumswohnungen. Besitzer sind mein Bruder und ich. Dessen Wohnung wurde von meinen Eltern im Jahre 1996 überlassen. Diese Wohnung soll nun verkauft werden. In der Überlassung ist es für mich nicht erkennbar, ob die Wohnung verkauft werden darf. Dies wurde dem Notar auch damals mitgeteilt. Es ist nur von Vermietung was zu lesen, bzw. unter § 2 Übertragung des Raumeigentums....geht ein Miteigentumsanteil samt an einer Wohnung im Wege der GESAMTRECHTSNACHFOLGE auf eine Personenmehrheit über, so ist diese verpflichtet, umgehend einen mit notariell beglaubigter Vollmacht ausgestatteten Bevollmächtigten zu bestellen. Ehegatten gelten nicht als Personenmehrheit in diesem Sinn. Das Haus wurde als Einfamilienhaus gebaut, das heißt, es ist nichts getrennt: Gas, Wasser und Strom. Meine zwei Fragen lauten: 1. Kann die Wohnung verkauft werden und 2. bei einer Trennung (Wasser, Strom, Gas, Kosten 5500 Euro): wer hat diese zu bezahlen? Beide Eigentümer oder derjenige, der die Wohnung verkauft?

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Antwort:

Sehr geehrter Mandant,

Die einzelne Wohnung in einem Einfamilienhaus kann dann verkauft werden, wenn diese grundbuchrechtlich als eigenständige Wohnung/Fläche aufgeführt wurde und eine sog. Teilungserklärung vorliegt. Auch müssen die jeweiligen Eigentümer im Grundbuch eingetragen sein. Dies müssten Ihr Bruder und Sie sein, wenn ich Ihre Ausführungen richtig verstanden habe.
Sollte die Trennung bezgl. Wasser, Strom und Gas vorgenommen werden müssen, um separate Nebenkostenabrechnungen durchführen zu können, muss derjenige die Kosten dafür tragen, der den Vorteil davon hat. In Ihrem Fall sind Sie das, weil dies Voraussetzung für den Verkauf der einzelnen Wohnung ist. Diese Kosten werden in der Regel auf den Verkaufspreis umgelegt.
Eine Beteiligung des Eigentümers der anderen Wohnung kommt nur dann in Betracht, wenn dieser auch einen Vorteil davon hat ( vgl. bessere Wasser, Gas- oder Stromversorgung als vorher). Dies sollte aber mit dem anderen Eigentümer vorher besprochen werden, dass dieser mit den entsprechenden zu beauftragenden Firmen auch einverstanden ist, wenn er zum Teil die Kosten mittragen soll. Es könnte als sein, dass der andere Eigentümer sich beteiligen müsste.



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