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Berechnung der Witwerversorgung

Online-Rechtsberatung von Rechtsanwalt Dr. Dietmar Breer
Stand: 11.05.2010

Frage:

Nachdem im Januar dieses Jahres meine Frau (Pensionärin) gestorben ist, möchte ich (Pensionär) wissen, wie sich meine künftigen Bezüge einschließlich Witwergeld errechnen.

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Antwort:

Sehr geehrter Mandant,

die gesetzlichen Regelungen für die Berechnung der Versorgungsbezüge unter Berücksichtigung einer Witwerversorgung ergeben sich aus § 54 Abs.4 BeamtVG;
die Berücksichtigung eventueller zusätzlicher Renten ist in § 55 BeamtVG geregelt.Es erfolgt keine Addition der Versorgungsbezüge; vielmehr wird nur im Rahmen bestimmter Höchstsätze gezahlt.

Bei der Berechnung der Witwerversorgung ist stets von der letzten Versorgung, also hier von der Versorgung des verstorbenen Ehegatten auszugehen. Die Höchstgrenze aus der Versorgung der Witwe und eigener Versorgung beträgt 75 % der ruhegehaltsfähigen Dienstbezüge aus der Endstufe der Besoldungsgruppe,aus der sich das dem Witwengeld zugrundeliegende Ruhegehalt bemisst. Die Gesamtbezüge dürfen dabei nicht hinter dem eigenen Ruhegehalt und eines Betrages in Höhe von 20% des Witwergeldes zurück bleiben.

Es wird also zunächst das Witwergeld aus der Versorgung der Ehefrau (55 bzw. 60%)berechnet und dieses durch die eigene Versorgung aufgestockt bis ein Betrag erreicht ist, der 75% der Besoldung aus der Endstufe der Besoldungsgruppe des verstorbenen Ehegatten erreicht ist.

Liegt die eigene Versorgung gleich oder höher als dieser Betrag ist zumindest ein Betrag in Höhe von 20% der Versorgung des verstorbenen Ehegatten zusätzlich zur eigenen Versorgung zu zahlen.(eigene Versorgung plus 20% aus der Versorgung des Ehegatten = Gesamtversorgung)

Es wird dazu eine Vergleichsrechnung durchgeführt: Einerseits Ihre bisherige Versorgung plus 20% aus der Versorgung des Ehegatten und andererseits 75 % aus der Endstufe der Besoldungsgruppe des Ehegatten. Der höhere Betrag stellt dann die zukünftige Gesamtversorgung des Ehegatten dar.

Dieser Betrag wird um den Familienzuschlag des § 50 Abs.1 BeamtVG erhöht. Abzüge, die sich aus einem Versorgungsabschlag wegen früheren Renteneintritts oder aus einem Versorgungsausgleich (nach Scheidung) ergeben, werden entsprechend berücksichtigt.

Beachten Sie bitte weiter, dass derzeit die Abschmelzung der Versorgung von 75% auf 71,75% läuft und damit durch Korekturfaktoren zu einer gewissen Reduzierung der Versorgung führt.



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