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Besteht die Pflicht zu Abnahme falsch gelieferter Tickets?

Online-Rechtsberatung von Rechtsanwalt Alexander Peter Taubitz
Stand: 07.05.2010

Frage:

Ich bestellte bei einer Plattform für den Verkauf von Eintrittskarten und Tickets, zwei Karten für ein Konzert, das am 12. Mai 2010 stattfindet.

Im Saalplan war, wie es bei anderen Tickethändlern üblich ist, explizit ein Block farblich hervorgehoben und auswählbar. Ich entschied mich für "Block 1", direkt vor der Bühne. Bestätigt wurde anschließend jedoch nur "PK1" (ohne Erläuterung der Abkürzung). Damit ist nur noch die Preiskategorie gemeint - die sich auf zwar gleich teure, aber wesentlich unattraktivere Tickets in Block 108 bezog (siehe Anlagen).

Beim Versuch, die Angelegenheit telefonisch zu klären, war an mehreren Tagen lediglich eine Bandansage trotz anderer Öffnungszeiten vorhanden und eine E-Mail-Antwort erfolgte erst nach etlichen Tagen.

Die Frage der Rückabwicklung via Widerruf wurde nicht beantwortet. Erst heute erfolgte eine abschließende Erklärung, dass man daran festhalte, die korrekten Karten geschickt zu haben.

Gibt es eine Möglichkeit vom Vertrag zurückzutreten? Ich habe sofort nach Erhalt der Tickets um Klärung gebeten.

Aus meiner Sicht als Verbraucher ist dies ein klarer Fall von Irreführung.

Eine grafische Auswahl von Block 1 war zu treffen. Frau M. bestätigte mir telefonisch, dass am 10. April keines der angebotenen Tickets explizit für Block 1 ausgestellt. Offenbar wird also wissentlich bei Tickets, die innerhalb einer Preiskategorie unattraktiver sind, die tatsächliche Position nicht angezeigt und somit der deutliche Mehrpreis und die anfallenden Gebühren (insgesamt rund 105 Euro!) nicht erklärbar sind.

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Antwort:

Sehr geehrter Mandant,

Aus rechtlicher Sicht ist die Angelegenheit nach meinem dafürhalten recht klar. Sie haben erkennbar (Screenshots) Tickets bestellt für den Block 1 und haben Tickets erhalten für den Block 108, einen erheblich schlechteren Block. Daher sind Sie nicht verpflichtet, die Tickets abzunehmen und müssen diese auch nicht bezahlen. Sofern Sie schon bezahlt haben, haben Sie das Recht, Zug um Zug gegen Rückgabe der Tickets Erstattung Ihrer Zahlung zu verlangen.

Bei der Plattform handelt es sich meiner Kenntnis nach um eine Plattform, auf der Fans Tickets an Fans verkaufen, nicht aber um eine offizielle Vorverkaufsstelle. Daher verantwortet die Plattform auch nur die ordnungsgemäße technische Abwicklung der Transaktion, garantiert aber nicht die Richtigkeit der Angaben des Verkäufers. Daher müsste Sie sich mit Ihrer Reklamation an den (privaten) Verkäufer halten, der vermutlich dafür verantwortlich ist, dass die Tickets nicht ordnungsgemäß ausgezeichnet waren. Sofern Ihnen dieser nicht bekannt ist, müssten Sie sich an die Plattform halten, damit Ihnen von dort die Kontaktdaten des Verkäufers mitgeteilt werden. Sofern Sie bereit sind, die Tickets zu behalten, haben Sie das Recht, den Preis der Tickets angemessen zu mindern.

Da Sie bei der Plattform von Privatverkäufern kaufen, haben Sie kein Widerrufsrecht. Allerdings steht Ihnen das gesetzliche Rücktrittsrecht bzw. Anfechtungsrecht des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) zu, wenn der Vertrag nicht erfüllt wird oder Sie über die Art und Wiese der Leistung getäuscht worden sind.

Nach meiner Recherche sind die Plätze im Block 108 günstiger als die Plätze in Block 1.

In den AGB der Fa. können Sie unter der Ziffer 5 nachlesen, welche Vereinbarungen für den Kauf von Tickets gelten. Ihr Anspruch gegen den Verkäufer ergibt sich aus Ziffer 4.7 und 6.2 der AGB.



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