Der direkte Draht zum Anwalt:
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00 Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen.

Darf der Nachbar die Wegnutzung untersagen?


Online-Rechtsberatung von Rechtsanwalt Peter Muth
Stand: 12.04.2010

Frage:

Ich kann einen kleinen Teil meines Grundstückes nur über das Nachbargrundstück erreichen. Diese Situation entstand beim Bau eines Doppelhauses 1984. Das ursprüngliche Grundstück wurde geteilt, dabei hatte das eine Grundstück rechteckige Form, das andere ist L-förmig und schließt an zwei Seiten an.

Dieser Weg liegt direkt auf der Grundstücksgrenze ist 0,6 m breit und 11,5 m lang. Er wird seit Baubeginn so genutzt und ist mit Platten ausgelegt. Es besteht kein diesbezüglicher Nutzungseintrag im Grundbuch das Nachbargrundstückes. Unter einem Teil dieses Weges liegen Elektroleitungen zu meiner Garage.

Meine Frage: Könnte der Nachbar verhindern, dass ich diesen Weg weiter nutzen kann? In diesem Fall könnte ich einen Teil meines Grundstückes nicht mehr nutzen da kein anderer Zugang vorhanden wäre.

E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.
Telefonberatung: Jetzt anrufen unter 0900-1 875 000-24
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen

Antwort:

Sehr geehrter Mandant,

Es besteht nach Ihrer Aussage keine Eintragung im Grundbuch, kein notarieller Vertrag und auch keine sonstige schriftliche Vereinbarung über das Wegerecht.
Allerdings besteht zumindest eine mündliche Einigung hierüber, und dass unbestritten schon seit 1985, da der Weg seitdem besteht.

Damit stellt sich die Rechtslage wie folgt dar: Sie haben auf Grund des mündlichen Vertrages und des seit 25 Jahren bestehenden Gewohnheitsrechtes einen Anspruch darauf, dass Sie das Wegerecht im hinteren Teil des Nachbargrundstücks Straße xy auch weiterhin benutzen können.

Eine hundertprozentige Sicherheit kann Ihnen hierbei jedoch aus zwei Gründen nicht gegeben werden, wie besprochen:

Zum einen ist das Wegerecht nicht schriftlich vereinbart; wirksam wäre ein solcher Vertrag zudem nur bei einer notariellen Beurkundung desselben; weiterhin ist das Wegerecht nicht im Grundbuch eingetragen;
und schließlich ist das Wegerecht nicht zwingend erforderlich, weil der hinter Ihrer Garage liegende Gartenteil theoretisch auch durch diese Garage erreichbar wäre, wenn auch mit hohem materiellen und finanziellen Aufwand.

Eine dauernde und bestehende Verpflichtung zur Einräumung eines Wegerechtes (wenn noch keines bestünde) gibt es jedoch nur dann, wenn das streitgegenständliche Grundstück zwingend nur über das zu belastende Grundstück erreichbar ist, was hier nicht der Fall ist, wenn auch der Weg durch die Garage einigen Aufwand erfordern würde.

Sie dürfen damit davon ausgehen, dass das Wegerecht auch weiterhin besteht, eine hundertprozentige Sicherheit diesbezüglich kann Ihnen allerdings leider nicht gegeben werden.

Es stellt sich damit die weitere Frage, ob Sie das Thema des Weges bei den Verhandlungen in der Erbschaftssache auf die Tagesordnung bringen oder nicht; das ist, wie besprochen, schwierig richtig zu entscheiden; die Problematik, hierbei etwa "schlafende Hunde" zu wecken, steht gegen die Chance, das Wegerecht vertraglich und grundbuchlich 100-prozentig abzusichern.



Interessante Fälle aus der E-Mail-Rechtsberatung zu Grundstücksgrenze

Darf die Stadt ohne Weiteres Fußwege ausbauen? | Stand: 02.07.2010

FRAGE: Der Bebauungsplan aus 1964 für meinen in dieser Zeit entstandenen Reihenhausstadtteil in Trier sah Fußwegebreiten von 2,25 m vor. Aus Kostengründen wurden damals jedoch verschiedentlic...

ANTWORT: Sehr geehrter Mandant,entscheidend kommt es allein auf die Eigentumsverhältnisse an dem Randstreifen an.Ist die Stadt Eigentümer dieses Grundstücksstreifens, steht dem Ausbau des Fußwege ...weiter lesen

Gefährlicher Radweg - Muss die Stadt etwas unternehmen? | Stand: 20.04.2010

FRAGE: Ein überregionaler Radweg (Spreeradweg in Sachsen) soll planerisch an meinem Grundstück als Zweirichtungsradweg vorbei führen. Dieser Weg ist auf einer Länge von ca. 70 Metern gleichzeiti...

ANTWORT: Sehr geehrter Mandant,nach § 14 des sächsischen Straßenrechts steht der Gebrauch eines öffentlichen Weges jedermann im Rahmen seiner Widmung zu. Die Widmung erfolgt durch die örtlich ...weiter lesen

Geringer Abstand zum Nachbarhaus durch eingeräumte Baulast | Stand: 04.12.2009

FRAGE: Ich habe meinem Nachbarn zum Bau eines Einfamilienhauses eine Baulast von 2m gegeben. Nach Fertigstellung des Hauses beträgt nun der Abstand der Hauswand zu meinem Grundstück 80 cm, das Hau...

ANTWORT: Sehr geehrter Mandant,Ausgangspunkt Ihrer Überlegungen muss die Tatsache sein, dass Sie Ihrem Nachbarn eine Baulast von 2 m gegeben haben. Diese Baulast bewirkt im Ergebnis, dass baurechtlich so gerechne ...weiter lesen

Grenzbebauung im Wochenendgrundstück - Ungleichbehandlung der Pächter bei neuer Vermessung | Stand: 04.10.2009

FRAGE: Grenzbebauung im WochenendgrundstückIn Sachsen existiert seit 1970 eine Wochenendsiedlung, wo ich mittels Pachtvertrag auf einem festgelgten Pachtgrundstück einen Bungalow seit 1975 besitze...

ANTWORT: Sehr geehrter Mandant,der Inhalt des Kaufvertrages mit der Gemeinde G. muss frei verhandelt werden. Einen Rechtsanspruch auf den bestimmten Zuschnitt eines Grundstückes haben Sie nicht. Insbesonder ...weiter lesen

Unklare Eigentumsverhältnisse an einer Steganlage | Stand: 01.09.2009

FRAGE: Wir sind seit Ende 2007 Eigentümer eines seeanliegenden Grundstücks von 940m² in Brandenburg. Die Seegrenze hat eine Länge von ca 3,5 m. Davor befindet sich seeseitig ein Bade-/Bootsste...

ANTWORT: 1. Eigentümer der Steganlage ist gem. § 946 BGB der Eigentümer des Grundstückes auf dem sie sich befindet. Der Steg ist mit dem Grundstück fest verbunden und gehört dami ...weiter lesen


Rechtsbeiträge über Miet-/ Immobilienrecht

Interessante Beiträge zu Grundstücksgrenze

Wegen Maschendraht Streit vom Zaun gebrochen
Nürnberg (D-AH) - Maschendraht und kein Ende: Nach einem veröffentlichten Beschluss des Landgerichts Coburg muss ein Grundstückseigentümer einen Maschendrahtzaun samt Ligusterhecke von der Grenze zum Gr ...weiter lesen

Bei Reparatur am Zaunpfosten gesamte Stromzufuhr gekappt
Nürnberg (D-AH) - Unwissenheit schützt vor Strafe nicht - ganz im Gegenteil: Unterlässt es ein Bauunternehmer, sich vor Beginn der Arbeiten auf einem bebauten Grundstück zu erkundigen, ob und welche Ve ...weiter lesen

Werbetafel an Grundstücksgrenze verboten
Nürnberg (D-AH) - Eine vier Meter hohe Werbetafel darf nicht direkt an der Grenze zu einem Nachbargrundstück errichtet werden. Das entschied der Bayerische Verwaltungsgerichtshof in einem von der Deutschen Anwaltshotline mi ...weiter lesen

E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.
Telefonberatung: Jetzt anrufen unter 0900-1 875 000-24
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen

SEHR GUT
4.5 Sternenbewertungen

20.126 Kundenbewertungen
Bewerten auch Sie den Anwalt
nach dem Gespräch !

   | Stand: 19.09.2017
Freundlich und kompetent, gerne wieder

   | Stand: 19.09.2017
gut investierte 7 Minuten!

   | Stand: 16.09.2017
Bin mit der Beratung sehr zufrieden.

Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-24
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen



Wichtige Themen:

Rechtsanwalt für Immobilienrecht | Baurecht (öffentliches) | Immobilienrecht | Mietrecht | Baumbepflanzung | Freizeitgrundstücke | Gartengesetze | Gartenrecht | Gartenvertrag | Grundbesitz | Grundeigentum | Grundeigentümer | Grundstücke | Grundstücksangelegenheiten | Grundstücksbebauung | Grundstücksbesitzer | Grundstücksbetrug | Grundstückseigentümer | Grundstücksgemeinschaft | Grundstücksnutzung | Grundstücksrecht | Grundstücksteilung | Immobilien | Privatgrundstück | Grundwasser

Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:


ERFOLGSAUSSICHTEN CHECK

Lassen Sie 10 Anwälte urteilen

Lohnt sich ein Anwalt? Lassen Sie das Risiko Ihrer Rechtsangelegenheit von unabhängigen Rechtsanwälten bewerten. ...weiter lesen
Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:

HOMEPAGE TOOLS
NEU und exklusiv für Webmaster

Machen Sie Ihre Website rechtssicher! Mit unseren kostenlosen Homepage-Tools minimieren sie das Risiko einer Abmahnung. Egal ob Impressum, Disclaimer oder AGB. ...weiter lesen
Recht auf Ihrer Website

JURA TICKER

Die neuesten Meldungen auf Ihrer Website
Der Jura-Ticker bietet Ihren Besuchern aktuelle Gerichtsurteile, die stets interessant und leserfreundlich geschrieben sind. Dieser Content ist kostenlos in jede Website integrierbar und wird von uns regelmäßig mit einer neuen Meldung bestückt. Rechtsgebiete, Größe und Farben des Tickers können dabei an den eigenen Internetauftritt angepasst werden.

Deutsche Anwaltshotline
Anwaltshotline
Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-24
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen


E-Mail Beratung Online-Rechtsberatung per E-Mail. Antwort innerhalb weniger Stunden „schwarz auf weiß“. Jetzt Anfragen