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Arbeit und Beruf
Frage an den Anwalt
29.03.2010

Kann der Arbeitslohn wegen Unzufriedenheit des Arbeitgebers gekürzt werden?

Kann bei Minijobber - bei einer mündlichen Absprache des Stundenlohns von 10,00 €/Stunde - der Stundenlohn nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses einfach auf 6,25 €/Stunde gekürzt werden - mit der Begründung: man war mit der Leistung nicht zufrieden?

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Antwort Rechtsanwalt Florian Wehner
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Sehr geehrte Mandantin,

Sie haben einen mündlichen Arbeitsvertrag abgeschlossen, der einen Stundenlohn von 10€ vorsieht - diese Vereinbarung ist bindend. Änderungen können nur im beiderseitigen Einverständnis erfolgen.

Dies heißt, dass eine - noch dazu nachträgliche - Kürzung unstatthaft ist und Sie daher den Ihnen zustehenden Lohn einklagen können. Will der Arbeitgeber weniger bezahlen, müsste er den Vertrag entweder rechtzeitig kündigen, oder wegen einer Schlechtleistung des Arbeitnehmers einen konkret bezifferbaren Schadensersatz geltend machen, den er auch darlegen und beweisen muss. Diesen könnte er dann aufrechnen gegen den Lohnzahlungsanspruch.

Ich empfehle Ihnen, Arbeitsverträge grundsätzlich schriftlich abzuschließen.

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