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Osnabrücker Anwalt treibt Forderungen für Internetabzocker ein


Online-Rechtsberatung von Rechtsanwalt Wolfgang Philipp
Stand: 07.02.2010

Frage:

Ich habe am Samstag einen Brief von einem Rechtsanwalt aus Osnabrück erhalten. Es handelt sich um eine Forderung der A. GmbH mit Sitz in Mainz. Angeblich würde eine Forderung aus der Rechnung vom 01.01.2010 bestehen. Diese haben wir aber nie bekommen. Auch sind wir uns nicht bewußt, jemals auf dieser Seite gewesen zu sein.
Wie können wir vorgehen?

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Antwort:

Sehr geehrter Mandant,

Alle drei Beteiligten, die von Ihnen hier genannt werden, also Rechtsanwalt Olaf Tank aus Osnabrück, die Firma A. GmbH und der Homepage sind mir im Zusammenhang mit der sogenannten Internetabzocke bekannt. Es handelt sich dabei um ein Geschäftsmodell, welches auch häufig auch als sogenannte Nutzlosbranche bezeichnet wird, weil die Downloads Freeware sind. Das wichtigste ist, dass ich ihn ganz dringend raten muss, unter keinen Umständen die geforderte Rechnung beziehungsweise gemahnte Rechnung zu bezahlen. Es besteht kein Rechtsanspruch auf Bezahlung dieser Rechnung. Derartiges ist von verschiedenen Gerichten auch festgestellt worden, insbesondere auch im Zusammenhang mit ähnlichen Seiten. Sie müssen davon ausgehen, dass sie auch künftig Mahnungen erhalten werden, wobei sich die Drohkulisse steigert. Davon sollten Sie sich auf gar keinen Fall beeindrucken lassen. Ich rate, die Mahnungen auszusitzen. Bisher habe ich noch nicht erlebt, dass die oben genannten ihre angebliche Forderung gerichtlich geltend gemacht hätten. Rein vorsorglich weise ich daraufhin, dass sie die gerichtliche Geltendmachung einer solchen Forderung stets daran erkennen, dass gerichtliche Schreiben wie Mahnbescheid oder Klage förmlich gegen Unterschrift zugestellt werden und dies in einem gelben Briefumschlag erfolgt. Sollten Sie eine derartige Sendung erhalten, empfiehlt sich dringend, unverzüglich einen Anwalt aufzusuchen, um sich gegen die Forderung zu verteidigen. Es ist jedoch ausgesprochen unwahrscheinlich, dass eine gerichtliche Geltendmachung erfolgt, schon deswegen, weil der finanzielle und personelle Aufwand für eine gerichtliche Verfolgung der angeblichen Forderungen viel zu hoch ist. Entscheidend ist, dass sie schlicht einfach nicht bezahlen und die Mahnungen des Rechtsanwalts ignorieren.



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