Der direkte Draht zum Anwalt:
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00 Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen.

Gemeinsames Sorgerecht nicht miteinander verheirateter Kindeseltern


Online-Rechtsberatung von Rechtsanwalt Uwe Peters
Stand: 29.01.2010

Frage:

Mein Sohn ist Vater geworden. Leider sind sie getrennt. Die Ex will alles über Ämter klären. Nun ist es aber so, dass er noch zur Schule geht (10.Klasse) und danach eine Ausbildung machen soll. Sie beantragt Unterhaltsvorschuss und er hat noch kein Einkommen. Muss er was zurückzahlen (zahlungsunfähig)? Auch hätte er gern das geteilte Sorgerecht, was sie ihm verweigert. Und darf er sein Kind sehen (Umgangsrecht). Das alles will sie ihm verwehren.
Was kann er alles tun?

E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.
Telefonberatung: Jetzt anrufen unter 0900-1 875 000-903
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen

Antwort:

Sehr geehrte Mandantin,

Fragestellung:

1. Gemeinsames Sorgerecht nicht miteinander verheirateter Kindeseltern
2. Kindesunterhalt

Zu 1.:
§ 1626 a BGB regelt die elterliche Sorge nicht miteinander verheirateter Eltern; Sind die Eltern bei der Geburt des Kindes nicht miteinander verheiratet, so steht ihnen die elterliche Sorge dann gemeinsam zu, wenn sie erklären, dass sie die Sorge gemeinsam übernehmen wollen (Sorgeerklärungen), oder einander heiraten. Gem. Abs. 2 hat im Übrigen die Mutter die (alleinige) elterliche Sorge. Dadurch unterscheiden sich die nicht miteinander verheirateten Eltern eines Kindes von den miteinander verheirateten, bei denen ein übereinstimmender Wille, die gemeinsame Elternverantwortung wahrzunehmen, auf Grund der Eheschließung vermutet wird, vgl. BVerfG FamRZ 2003, 285.

Ihr Sohn erhält das gemeinsame Sorgerecht also nur durch eine (freiwillige) Sorgeerklärung der Kindesmutter. Allerdings hat Ihr Sohn unbeschränktes Umgangsrecht gem. § 1684 BGB, das im Übrigen nichts mit dem Sorgerecht zu tun hat. Es soll einvernehmlich zwischen den Eltern vereinbart werden. Wird es von einem Elternteil verweigert, kann das Familiengericht angerufen werden.

Zu 2.:
Grundsätzlich ist Ihr Sohn für sein Kind gem. § 1601 BGB als dessen Vater barunterhaltspflichtig, solange das Kind bei der Kindesmutter, die das volle Kindergeld erhält, lebt. Barunterhaltspflichtig ist gem. § 1603 Abs. 1 BGB nur, wer dazu ohne Gefährdung seines eigenen Unterhalts im Stande ist. Dies ist Ihr Sohn derzeit ersichtlich nicht.

Gem. § 1607 Abs. 1 i.V.m. § 1601 BGB kommt in einem solchen Fall eine Haftung der Großeltern in Betracht (sog. Ersatzhaftung). § 1607 BGB regelt die Ersatzhaftung in Fällen der Leistungsunfähigkeit eines vorrangig haftenden Verwandten. Insofern sind Sie, genauso wie die Eltern der Kindesmutter, eintrittspflichtig. Gleichnahe ersatzweise Haftende schulden den Unterhalt anteilig (§ 1606 Abs. 3 S. 1 BGB) als Teilschuldner, so dass es zur Ermittlung des jeweiligen Haftungsanteils bei der Inanspruchnahme eines Großelternteils der Darlegung der Einkommensverhältnisse der jeweiligen beiden Großeltern väterlicherseits und mütterlicherseits bedarf, vgl. OLG Frankfurt FamRZ 2004, 2745. Zur Ermittlung des Haftungsanteils kann das Kind gemäß § 1605 BGB Auskunft verlangen. Großeltern steht untereinander gem. § 242 BGB ein Auskunftsrecht zu.



Rechtsbeiträge über Familienrecht
Interessante Fälle aus der E-Mail-Rechtsberatung zu Kinderunterhaltszahlung

Elterlicher Unterhaltsanspruch für das Kind | Stand: 29.09.2010

FRAGE: Mein Sohn (18 Jahre alt) hat Mitte Juni 2010 seine Abschlussprüfung bestanden und hat nun einen Realschulabschluss. Bevor er seinen Realschulabschluss beendet hatte, hat er sich an einer weiterführende...

ANTWORT: Sehr geehrte Mandantin,zunächst muss ich Sie grundsätzlich darauf hinweisen, dass der Elternteil bei dem das unterhaltsberechtigte Kind lebt, einen eigenen Unterhaltsanspruch für das Kin ...weiter lesen


E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.
Telefonberatung: Jetzt anrufen unter 0900-1 875 000-903
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen

SEHR GUT
4.5 Sternenbewertungen

20.204 Kundenbewertungen
Bewerten auch Sie den Anwalt
nach dem Gespräch !

   | Stand: 13.10.2017
sehr nette gespräch !!!Danke, sehr unkompliziert und Geld gespart!

   | Stand: 09.10.2017
Bitte dem RA Herr Grau, diese Bewertung zukommen lassen. Ich finden ihn nicht in der Liste. Uhrzeit ca. 12.05 bis 12.20 Uhr.

   | Stand: 09.10.2017
Sehr guter Hinweis von Frau Kress. Vielen DanK!

Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-903
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen



Wichtige Themen:

Rechtsanwalt für Familienrecht | Adoptionsrecht | Familienrecht | Strafrecht | Angaben | Elternunterhalt | Kindesunterhalt | Naturalunterhalt | Regelbetragsverordnung | Regelunterhalt | uneheliches Kind | Unterhalt | Unterhaltsanspruch | Unterhaltstabelle | Unterhaltsvorschuss | Unterhaltsvorschussgesetz

Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:


ERFOLGSAUSSICHTEN CHECK

Lassen Sie 10 Anwälte urteilen

Lohnt sich ein Anwalt? Lassen Sie das Risiko Ihrer Rechtsangelegenheit von unabhängigen Rechtsanwälten bewerten. ...weiter lesen
Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:

HOMEPAGE TOOLS
NEU und exklusiv für Webmaster

Machen Sie Ihre Website rechtssicher! Mit unseren kostenlosen Homepage-Tools minimieren sie das Risiko einer Abmahnung. Egal ob Impressum, Disclaimer oder AGB. ...weiter lesen
Recht auf Ihrer Website

JURA TICKER

Die neuesten Meldungen auf Ihrer Website
Der Jura-Ticker bietet Ihren Besuchern aktuelle Gerichtsurteile, die stets interessant und leserfreundlich geschrieben sind. Dieser Content ist kostenlos in jede Website integrierbar und wird von uns regelmäßig mit einer neuen Meldung bestückt. Rechtsgebiete, Größe und Farben des Tickers können dabei an den eigenen Internetauftritt angepasst werden.

Anwaltshotline
Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-903
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen


E-Mail Beratung Online-Rechtsberatung per E-Mail. Antwort innerhalb weniger Stunden „schwarz auf weiß“. Jetzt Anfragen