Der direkte Draht zum Anwalt:
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00 Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen.

Nach der Trennung weigert sich der Partner seinen Anteil am gemeinsamen Kredit abzubezahlen


Online-Rechtsberatung von Rechtsanwalt Marc N. Wandt
Stand: 28.01.2010

Frage:

Ich habe vor einiger Zeit einen Kredit bei einer Bank aufgenommen. Das besondere daran war, dass ich "alleine" einen Kredit in dieser Höhe aufgrund meines geringen Einkommens nicht hätte bekommen dürfen.
Die Bank mir hat den Kredit nur gewährt, weil mein damaliger Partner im Beisein der Bankberaterin und des Filialleiters, mündlich zusagte, dass er die Hälfte der monatlichen Raten übernimmt (er selbst konnte zu diesem Zeitpunkt nicht mit in den Kreditvertrag eintreten, da er einen negativen Schufaeintrag aufwies, der aber mittlerweile gelöscht ist). Wir haben dann den Kredit im Rahmen der Partnerschaft aufgebraucht.

Als mein Partner mich dann kurz darauf verließ, weigerte er sich fortan mir seinen Anteil der mntl. Raten zu überweisen. Leider habe ich mit meinem Ex-Partner keine schriftliche Vereinbarung diesbezüglich getroffen.

Die Bankberaterin und ihr Chef haben mir aber auf Anfrage hin, ein Schriftstück aufgesetzt, dass sie sich als Zeugen der mündlichen Vereinbarung zwischen mir, meinem Ex und ihnen als Kreditgeber, zur Verfügung stellen.

Wie stehen nun meine Chancen, den Ratenanteil von meinem Ex einzufordern bzw. einzuklagen und Recht zu bekommen? Wie rechtsverbindlich ist ein mündlicher Vertrag zwischen Privatpersonen unter Zeugen?

E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.
Telefonberatung: Jetzt anrufen unter 0900-1 875 000-21
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen

Antwort:

Sehr geehrte Mandantin,

ich bedanke mich für die Annahme meines Angebotes und beantworte Ihre Frage, unter Berücksichtigung des geschilderten Sachverhaltes, gerne wie folgt.

Nach der geschilderten Sachlage liegt es nahe, zwischen Ihnen und Ihrem Ex das Bestehen eines Schuldübernahmevertrages gem. § 415 Abs. 1 BGB in Höhe der hälftigen Darlehensrate anzunehmen. Die Voraussetzungen hierfür erscheinen jedenfalls erfüllt. So hat er Ihnen gegenüber erklärt, er trage die Hälfte der Kosten und der Gläubiger, also die Bank, hat diesem Vertrag zugestimmt, was seinen Niederschlag in der Gewährung des Darlehens gefunden hat. Da solcherlei Verträge grundsätzlich formfrei geschlossen werden können, schlussendlich also auch mündlich, und Sie das bei mündlichen Verträgen oftmals bestehende Beweisproblem durch Zeugenaussagen der Bankmitarbeiter umschiffen können, erscheint die Situation für Sie insgesamt günstig.

In diesem Zusammenhang könnte man ferner sogar darüber nachdenken, ob aufgrund dieses Vertrages von Seiten der Bank Ihnen gegenüber nicht sogar nur ein Anspruch auf hälftige Zahlung der Darlehensraten bestehe. Dies hätte für Sie den Vorteil, dass die Bank ein etwaiges Prozessrisiko zu tragen hätte. Dafür spricht, dass eine Aufnahme Ihres Ex-Partners in den Darlehensvertrag zwar an seiner Bonität gescheitert ist, der Bank es aber augenscheinlich dennoch Recht war, durch seine Zusage Ihnen ein Darlehen zu gewähren, welches Sie allein wohl in der Form nicht bekommen hätten.

Vertritt man diesen Standpunkt, rechtlich wäre dies durchaus auch andenkbar, hätte dies allerdings den Nachteil, dass sich wohlmöglich die Beweislage dahingehend verschlechtert, dass Ihnen im Streitfall wahrscheinlich die bankseitigen Zeugen wegbrechen würden. Eine solche Konfrontation sollte man also erst nach Erhalt des avisierten Schreibens andenken. Es ist insgesamt nämlich auch aus Verbraucherschutzgesichtspunkten nicht einsehbar, dass die Bank sich auf ihre komfortable Position zurückzieht und Ihnen das volle Risiko überlässt, sehenden Auges, dass Sie im Falle einer Streitigkeit mit dem (jetzigen) Ex durch den überhöhten Darlehensvertrag in der Existenz bedroht würden.

Es ist Ihnen mithin zu raten, zunächst die Beweissicherung zu betreiben, sich also um die Zurverfügungstellung der Bank zu bemühen und dann, ggf. mit anwaltlicher Hilfe, in entsprechende Verhandlungen mit der Bank zu treten. Insgesamt erscheint Ihre Verhandlungsposition aufgrund v.g. Umstände durchaus günstig. Dennoch ist hierbei professionelle Hilfe anzuraten.



Interessante Fälle aus der E-Mail-Rechtsberatung zu Familiendarlehen

Mahnbescheid mit Forderung die es nicht gibt | Stand: 10.12.2013

FRAGE: Mir wurde ein Bescheid zugestellt vom Amtsgericht Hagen, dass die XBanküber eine Inkassofirma eine Darlehensforderung an mich hat (159€), die überhaupt nicht besteht! Der Darlehensanspruc...

ANTWORT: Sie haben vom Amtsgericht Hagen einen gerichtlichen Mahnbescheid zugestellt bekommen. Bei einem solchen Verfahren prüft das Gericht nicht, ob die Forderung berechtigt ist und auf welcher Rechtsgrundlag ...weiter lesen

Darlehensvertrag vorzeitig abbezahlen - Vorfälligkeitsentschädigung? | Stand: 14.02.2013

FRAGE: Wir möchten einen Darlehensvertrag vorzeitig abbezahlen.Das "Darlehen mit anfänglichem Festzins" endet am 30.03.2015Wir haben gehört dass durch ein Gerichtsurteil bei fehlerhaftem Widerrufsrecht...

ANTWORT: In Frage kommt einmal das ordentliche Kündigungsrecht nach § 481 BGB bzw. ein Widerruf des Verbraucherkredits nach § 355 BGB. 1. Kündigung nach § 481 BGB *1)Nach den Umstände ...weiter lesen

Zählt ein Darlehen als Einkommen? | Stand: 22.03.2012

FRAGE: Mit meinem Bruder der bereits seit einigen Jahren arbeitslos ist und zudem einiges an Schulden angehäuft hat, habe ich einen Vertrag über ein zinsloses Darlehen abgeschlossen, welches noch bi...

ANTWORT: Es war einige Jahre lang in der Rechtsprechung der Sozialgerichte umstritten, wie Darlehen zu behandeln sind. In der Tat gab es einige Gerichte, die die Anrechenbarkeit als Einkommen von der Frage abhängi ...weiter lesen

Verjährungfrist für überhöhte Zinsen der Bank? | Stand: 16.11.2011

FRAGE: Eine Bank hat bei einem bestehenden Kredit rückständige Zinszahlungen über Jahre über ein Girokonto abgerechnet. Dabei ist das Girokonto ins Minus gerutscht. Es wurden Überziehungszinse...

ANTWORT: Sie schildern, dass von der Bank Zinsen von teilweise über 18 % für eine Überziehung des Girokontos berechnet wurden, nach dem der Darlehensnehmer mit seinen Zinszahlungen für ein Darlehe ...weiter lesen

Gemeinsam einen Kredit aufgenommen - Trennung vor Tilgung - Wie kann man Vorgehen ? | Stand: 01.07.2011

FRAGE: Unsere Tochter ist 25 Jahre und wohnt mit Ihrem Freund 27 in dessen elterlichem Haus.Die beiden sind seit 7 Jahre befreundet und wohnen 4 Jahre zusammen. Sind aber nicht verlobt. Leider konnten Sie sic...

ANTWORT: Sehr geehrter Mandant,Da Ihre Tochter den Darlehensvertrag zur Finanzierung der Küche ebenfalls mitunterzeichnet hat, dürfte Sie Vertragspartnerin sein, so dass Sie in gleichem Maße zu ...weiter lesen

Sollten Kaufvertragsmodalitäten über Immobilien stets notariell erfolgen? | Stand: 12.07.2010

FRAGE: Wir verkaufen unser Haus und dabei möchte der Käufer eine Restsumme von 20.000 Euro mittels eines Schuldscheines begleichen, rückzahlbar innerhalb eines Jahres. Wie können wir als Gläubige...

ANTWORT: Sehr geehrter Mandant,Ich kann Ihre Fragen wie folgt beantworten:Vor Beantwortung Ihrer Fragestellung möchte ich darauf hinweisen, dass entscheidend für die rechtliche Situation der zwische ...weiter lesen


Rechtsbeiträge über Steuerrecht / Steuerstrafrecht
Interessante Beiträge zu Familiendarlehen

Drittschadensliquidation an einem Beispiel erklärt
| Stand: 02.05.2016

Am folgenden Beispiel sei erklärt, was mit einer "Drittschadensliquidation" gemeint ist: Ein Unternehmen braucht einen neuen Firmenwagen. Es ist aber nicht genügend flüssiges Kapital vorhanden. Folglich geht ...weiter lesen

Vertrauensschutz bei Widerruf eines Bankdarlehens
| Stand: 15.06.2015

Nach einer Erklärung des Widerrufs von Verbraucherdarlehensverträgen weisen die Banken diesen in der Regel zurück und berufen sich trotz fehlerhafter Widerrufsbelehrung auf den Rechtsgedanken des Vertrauensschutzes. ...weiter lesen

Privater Kfz Verkauf im Internet
| Stand: 07.01.2014

Täglich bieten viele Menschen in Deutschland ihr Fahrzeug in einer Internetbörse zum Kauf an, ohne sich über die rechtlichen Folgen eines solchen Angebots im Klaren zu sein. Vielen Verkäufern ist nicht ...weiter lesen

Sturz beim Geldabheben am Bankautomaten
| Stand: 30.07.2013

Wer für seine Schwiegermutter Geld am Bankautomaten abhebt und dabei verunglückt, ist durch die gesetzliche Unfallversicherung abgesichert. Und zwar dann, wenn die Familienangehörige zu Hause gepflegt wird ...weiter lesen

E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.
Telefonberatung: Jetzt anrufen unter 0900-1 875 000-21
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen

SEHR GUT
4.5 Sternenbewertungen

20.209 Kundenbewertungen
Bewerten auch Sie den Anwalt
nach dem Gespräch !

   | Stand: 17.10.2017
Vielen Dank für die Ausführliche Kompetente Beratung. Bei weiteren Unklarheiten gerne wieder.

   | Stand: 17.10.2017
Ich werde anwaltshotline weiterempfehlen und bei Bedarf auch nutzen

   | Stand: 16.10.2017
Nach einer Kündigung wollte mein Arbeitgeber ein Paragraphen wissen, in dem etwas sehr explizites stand. Nach langer Suche im Internet etc. habe ich nun die Anwaltshotline genutzt. Super Beratung mit verständlichen Erklärungen. Innerhalb von 10 Sekunden wurde ich an einen Anwalt geleitet. Vielen Dank für die super tolle und schnelle Hilfe!! Nur zu Empfehlen, immer wieder gern!

Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-21
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen



Wichtige Themen:

Rechtsanwalt für Steuerrecht | Steuerrecht | Steuerstrafrecht | Zivilrecht | 609a | Aufzinsen | Auszahlungstermin | Avalgebühr | Basiszins | Bausparvertrag | Darlehen | Darlehen Ablösen | Darlehensforderung | Darlehenskündigung | Darlehensvertrag | Kreditvertrag | Privatdarlehen | privates Darlehen | Schuldscheindarlehen | Bargeld

Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:


ERFOLGSAUSSICHTEN CHECK

Lassen Sie 10 Anwälte urteilen

Lohnt sich ein Anwalt? Lassen Sie das Risiko Ihrer Rechtsangelegenheit von unabhängigen Rechtsanwälten bewerten. ...weiter lesen
Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:

HOMEPAGE TOOLS
NEU und exklusiv für Webmaster

Machen Sie Ihre Website rechtssicher! Mit unseren kostenlosen Homepage-Tools minimieren sie das Risiko einer Abmahnung. Egal ob Impressum, Disclaimer oder AGB. ...weiter lesen
Recht auf Ihrer Website

JURA TICKER

Die neuesten Meldungen auf Ihrer Website
Der Jura-Ticker bietet Ihren Besuchern aktuelle Gerichtsurteile, die stets interessant und leserfreundlich geschrieben sind. Dieser Content ist kostenlos in jede Website integrierbar und wird von uns regelmäßig mit einer neuen Meldung bestückt. Rechtsgebiete, Größe und Farben des Tickers können dabei an den eigenen Internetauftritt angepasst werden.

Anwaltshotline
Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-21
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen


E-Mail Beratung Online-Rechtsberatung per E-Mail. Antwort innerhalb weniger Stunden „schwarz auf weiß“. Jetzt Anfragen