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Wer trägt die Maklerprovision beim Wohnungsverkauf?

Online-Rechtsberatung von Rechtsanwalt Dr. Dietmar Breer
Stand: 24.11.2009

Frage:

Ich habe meine Eigentumswohnung verkauft und wollte nur mal nachfragen, wer den jetzt die Marklerprovision bezahlen muss?

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Antwort:

Sehr geehrter Mandant,

die Kostentragung für den Makler ist allein davon abhängig, was mit dem Makler bei Erteilung des Maklerauftrages vereinbart worden ist.

Im Regelfall ist für die Geltendmachung eines Maklerlohnes also der Nachweis eines entsprechenden Auftrages notwendig.

Ein Makleranspruch kann allerdings auch aufgrund entsprechenden Verhaltens entstehen, denn nach § 653 Abs. 1 BGB gilt ein Mäklerlohn als stillschweigend vereinbart, wenn die dem Makler übertragene Leistung den Umständen nach nur gegen eine Vergütung zu erwarten ist.

Konkret: Haben Sie den Makler aufgesucht, ihm Unterlagen der ETW überreicht und ihn gebeten Sie bei der Vermarktung der ETW zu unterstützen, liegt eine (stillschweigende) Beauftragung des Maklers vor. Bei erfolgreicher Vermittlung müssen Sie seine Kosten tragen.

Werden Sie allerdings vom Makler angesprochen weil er einen Interessenten hat - geht also die Initiative von dem Makler aus- müssen Sie keine Maklerkosten zahlen. Sie können in dieser Situation davon ausgehen, dass der Makler einen Auiftrag von dem Käufer hat.

Es kommt also sehr auf die genauen Umstände des Einzelfalls an. Da Sie diese nicht darlegen, kann eine weiterreichende Antwort nicht erfolgen. Eine Grundaussage dahingehend: "Der Verkäufer zahlt immer", gibt es nicht.

Es ist daher wichtig bei Einschalten eines Maklers frühzeitig die Kostenfrage schriftlich zu klären; spätestens sollte dieses im Kaufvertrag zwischen den Kaufvertragsparteien geregelt werden.



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