Der direkte Draht zum Anwalt:
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00 Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen.

Müssen rein faktische Forderungen, die im Rahmen von Internetabzocke entstanden sind, beglichen werden?


Online-Rechtsberatung von Rechtsanwalt Tobias Kraft
Stand: 30.10.2009

Frage:

Internetabzocke: muss ich € 64 zahlen?

E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.
Telefonberatung: Jetzt anrufen unter 0900-1 875 000-25
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen

Antwort:

Sehr geehrter Mandant,

Sie müssen nicht zahlen. Sie sollten den Forderungen des Internetanbieters aber am besten einmal schriftlich widersprechen, sofern das noch nicht geschehen ist.

Es fehlt hier schon an einem wirksamen Vertragsschluss, da die Gegenleistung, d.h. die Kostenpflichtigkeit nicht deutlich hervorgehoben auf der Seite von dem Anbieter erscheint. Sie als User dürfen daher aufgrund der Aufmachung der Internetseite davon ausgehen, dass der dort angebotene Service kostenfrei ist - zumal die dort zu findenden Tools in aller Regel an anderer Stelle im Internet kostenfrei angeboten werden.

Die Kostenpflichtigkeit verstößt hier gegen das so genannte Transparenzgebot, denn die Kostenpflichtigkeit wird für den User zunächst kaum erkennbar zwischen den übrigen Informationen versteckt. Zudem dürfte der Vertrag über die Internetdienstleistung auch wegen Sittenwidrigkeit nichtig sein, denn offensichtlich stehen Leistung (woanders kostenfreie Planung von Strecken) und Gegenleistung (64 Euro) hier in einem krassen Missverhältnis.

Lange Rede - kurzer Sinn: Ein kurzer Brief mit dem knappen Hinweis auf die oben geschilderte Rechtslage ist völlig ausreichend. Schreiben Sie einfach, dass ein Vertragsverhältnis aufgrund des Verstoßes gegen das Transparenzgebotes sowie auch wegen Sittenwidrigkeit nicht zustande gekommen ist. Das ist in diesem Fall ausreichend. Es empfiehlt sich zudem folgende Formulierung: "Hilfsweise widerrufe ich eine Erklärung für einen etwaigen Vertragsschluss und äußerst hilfsweise kündige ich hiermit zum nächstmöglichen Zeitpunkt."

Stellen Sie sich aber trotz Ihres Briefes mit Hinweis auf die Rechtslage darauf ein, dass Sie auch in der Zukunft weitere E-Mails oder auch Briefe mit Zahlungsaufforderungen bekommen werden. Auch werden diese im Laufe der Zeit erfahrungsgemäß im Ton schärfer. Auf diese Unannehmlichkeiten sollten Sie sich einstellen. Reagieren müssen Sie dann jedoch grundsätzlich nicht mehr, es sei denn, Ihnen wird ein gerichtlicher Mahnbescheid zugeschickt (erkennbar zumeist an einem gelben Umschlag). Dann müssten Sie binnen zwei Wochen der darin genannten Forderung widersprechen. Eine Begründung ist hierfür nicht erforderlich.

Abschließend empfehle ich Ihnen daher, den Zahlungsaufforderungen nicht nachzukommen und sich von den Briefen / E-Mails nicht einschüchtern zu lassen, denn der Betreiber dieser Internetseite hat es offensichtlich darauf angelegt, unter Ausnutzung unbegründeter Ängste und Sorgen der Internetuser seine unberechtigten Forderungen durch zahlreiche Schreiben und Zahlungsaufforderungen und Androhungen von Erhöhungen und sonstigen Sanktionen durchzusetzen und den verängstigten User letztendlich so zur Zahlung auf eine nicht existente Forderung zu veranlassen.



Interessante Fälle aus der E-Mail-Rechtsberatung zu Sittenwidrigkeit

Widerspruch gegen Entscheidung der DRV einlegen? | Stand: 10.01.2014

FRAGE: Bin am 28.03.1949 geboren. Vom 01.09.1993 -20.08.1994 habe ich eine Fachschulausbildung zum Heilpädagogen gemacht, die keine Maßnahme des Arbeitsamtes war. In der Zeit hatte ich Unterhaltsgel...

ANTWORT: Die Entscheidung der DRV ist in Ihrem Sinne. Da Sie durch die Entscheidung der DRV nicht in Ihren Rechten verletzt sind, ist ein Widerspruch unbegründet.Das BSG hat in der von Ihnen zitierten Entscheidun ...weiter lesen

Zusätzlich nicht gewollten Internetvertrag abgeschlossen | Stand: 02.12.2012

FRAGE: Ich bin im Shop arglistig getäuscht worden. Ich habe einen Tablett-Vertrag abgeschlossen, mir wurde aber zusätzlich ein Internet-Vertrag "angedreht" von dem bei Vertragsabschluss nicht die Red...

ANTWORT: Zur Rechtsberatung und deren Kosten: Die Anwaltskosten richten sich normaler Weise nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz. Eine Erstberatung darf höchsten 190 Euro kosten. Bei einem Streitwer ...weiter lesen

Kostengünstiges Fernsehen im Internet entpuppt sich als teure Abzocke | Stand: 09.11.2010

FRAGE: Ich bin S. Kunde und zahle nicht gerade wenig. Da kam ein Angebot per Internet von www.xy.de 19,90€ pro Monat das wäre echt klasse. TV per Internet ist ja möglich und wäre eine Alternative. Ic...

ANTWORT: Sehr geehrter Mandant, aufgrund der von Ihnen zur Verfügung gestellten Informationen beantworte ich Ihre Frage wie folgt:Bei xy handelt es sich um ein bekanntes dubioses Unternehmen.Es wird mit eine ...weiter lesen

Suche nach kostenloser Software endet in den Händen von Internetbetrügern | Stand: 30.07.2010

FRAGE: Ich schreibe im Namen meiner Tochter, die vor über einem Jahr ein kostenloses Programm aus dem Internet laden wollte. Bei der Suche nach dem Programm hat sie nach kostenlosen Downloades gesucht un...

ANTWORT: Sehr geehrte Mandantin,Ich kann Ihre Frage wie folgt beantworten:Bei der von Ihnen beschriebenen Vorgehensweise handelt es sich um eine Form des Internetbetruges. Der Anbieter ist in der Vergangenhei ...weiter lesen

Ist die Anfechtung eines Erbverzichts möglich? | Stand: 27.06.2010

FRAGE: Meine Mutter hat mich unter moralischen Gründe (Vorwand!) dazu gebracht, auf mein Erbe für mich und meine Kinder zu verzichten. Das wurde alles notariell erledigt und ich bekam 10.00 DM als Abfindun...

ANTWORT: Sehr geehrte Mandantin,Fragestellung: Anfechtung eines ErbverzichtsAuf Grund Ihres Hinweises, gegen Ihren Erbverzicht erst nach dem Tod der Erblasserin vorgehen zu wollen, weise ich vorsorglich darau ...weiter lesen

Wie ist gegen Internetabzocke vorzugehen? | Stand: 19.03.2010

FRAGE: Internetabzocke: Vorgehen? ...

ANTWORT: Sehr geehrter Mandant, die Firma A. ist eine der neuen Firmen au dem Markt, die versuchen, via Internet - oder auch telefonisch - Verbrauchern entgeltliche Dauerverträge unterzujubeln, die diese niemal ...weiter lesen


Rechtsbeiträge über Zivil-/ Zivilprozeßrecht
Interessante Beiträge zu Sittenwidrigkeit

Überhöhter Kaufpreis sittenwidrig: Wohnungskaufvertrag nichtig
| Stand: 29.10.2013

Ist der Kaufpreis einer Wohnung mehr als doppelt so hoch wie der Verkehrswert der Immobilie, so ist der Kaufvertrag sittenwidrig. Daher kann die Käuferin einer Berliner Wohnung die Rückabwicklung des Geschäfts ...weiter lesen

Lohndumping: 3,56 Euro Stundenlohn für Pizzaboten sittenwidrig
| Stand: 10.10.2013

Ein Pizzaverkäufer betreibt Lohndumping, wenn er seine Pizzaboten mit einem Stundenlohn zwischen 1,59 Euro und 3,46 Euro brutto vergütet. Solche Niedriglöhne sind nicht mit den Sitten der Gesellschaft vereinbar. ...weiter lesen

E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.
Telefonberatung: Jetzt anrufen unter 0900-1 875 000-25
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen

SEHR GUT
4.5 Sternenbewertungen

20.295 Kundenbewertungen
Bewerten auch Sie den Anwalt
nach dem Gespräch !

   | Stand: 25.11.2017
Vielen, vielen Dank für ihre Hilfte, Herr Böckhaus.

   | Stand: 23.11.2017
Ich wurde gerade von einer sehr freundlichen Anwältin zum Thema Rückforderungsrecht / Verwaltungsrecht beraten. Meine Fragen wurden vollständig und präzise beantwortet. Vielen Dank

   | Stand: 23.11.2017
Vielen Dank für die schnelle und verständliche Beantwortung meiner Fragen bezüglich Mietrecht. Kann es nur weiterempfehlen.

Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-25
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen



Wichtige Themen:

Rechtsanwalt für Zivilrecht | Verkehrsrecht | Zivilprozessrecht | Zivilrecht | Anfechtbarkeit | Anfechtung | Anfechtungsklausel | arglistige Täuschung | Erklärungsirrtum | Geschäftsirrtum | Inhaltsirrtum | Irrtum | Irrtum Kauf | Kalkulationsirrtum | Nichtigkeit | Scheingeschäft | vorsätzliche Täuschung | Vortäuschung falscher Tatsachen | Wucher

Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:


ERFOLGSAUSSICHTEN CHECK

Lassen Sie 10 Anwälte urteilen

Lohnt sich ein Anwalt? Lassen Sie das Risiko Ihrer Rechtsangelegenheit von unabhängigen Rechtsanwälten bewerten. ...weiter lesen
Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:

HOMEPAGE TOOLS
NEU und exklusiv für Webmaster

Machen Sie Ihre Website rechtssicher! Mit unseren kostenlosen Homepage-Tools minimieren sie das Risiko einer Abmahnung. Egal ob Impressum, Disclaimer oder AGB. ...weiter lesen
Recht auf Ihrer Website

JURA TICKER

Die neuesten Meldungen auf Ihrer Website
Der Jura-Ticker bietet Ihren Besuchern aktuelle Gerichtsurteile, die stets interessant und leserfreundlich geschrieben sind. Dieser Content ist kostenlos in jede Website integrierbar und wird von uns regelmäßig mit einer neuen Meldung bestückt. Rechtsgebiete, Größe und Farben des Tickers können dabei an den eigenen Internetauftritt angepasst werden.

Anwaltshotline
Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-25
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen


E-Mail Beratung Online-Rechtsberatung per E-Mail. Antwort innerhalb weniger Stunden „schwarz auf weiß“. Jetzt Anfragen