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Arbeit und Beruf
Frage an den Anwalt
21.09.2009

Gibt es Möglichkeiten den Zivildienst, aufgrund eines festen Arbeitsplatzes mit guten Aufstiegschancen, zu umgehen?

Ich soll zum 2.1.2010 meinen Zivildienst (bin schon einmal aus betrieblichen Gründen zurückgestellt worden) antreten, habe noch bis zum 17.10.2009 mir eine Zivildienststelle zu suchen.

Habe gerade einen festen Arbeitsvertrag bekommen und gute Aufstiegsmöglichkeiten, wenn ich dabei bleibe. Wenn ich meinen Zivildienst leisten muss, habe ich keine Standortgarantie für meinen Arbeitsplatz und somit sind mir auch die Aufstiegsmöglichkeiten verbaut. Welche rechtlichen Möglichkeiten habe ich? Mein Geburtsdatum ist der 28.09.1986.

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Antwort Rechtsanwältin Mandy Turowski
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Sehr geehrter Mandant,

Theoretisch haben Sie auch nach einmaligem Zurückstellen aus betrieblichen Gründen wieder die Möglichkeit, diesen Antrag erneut zu stellen. Das Risiko, dass der Antrag abgelehnt oder zeitlich Ihnen nicht ausreichend Raum verschafft, besteht jedoch weiterhin.
Losgelöst von rechtlichen Möglichkeiten, haben Sie die Möglichkeit nunmehr beim Kreiswehrersatzamt den Antrag zu stellen, nunmehr doch Ihren Wehrdienst ableisten zu wollen und sich für die Sicherheit Ihres Landes zur Verfügung stellen zu wollen. Von dem Vorhaben Zivildienst leisten zu wollen nehmen Sie Abstand. Dadurch gewinnen Sie erstmal die Zeit, die es dauert, das Ihre Akte von der Zivildienststelle zum Kreiswehrersatzamt gesandt wird, um dort weiterbearbeitet zu werden. Da Sie nur bis zum 25. Lebensjahr eingezogen werden können, müssen Sie nunmehr nur die letzten zwei Jahre überbrücken.
Sollten Sie vom Kreiswehrersatzamt einen Termin zum Antritt des Wehrdienstes erhalten, stellen Sie den Antrag auf gesundheitliche Prüfung Ihrer Person, da Sie der Ansicht sind, dass Sie wehrdienstuntauglich sind, aufgrund bestehender zahlreicher Krankheiten. Sie werden dann zum Amtsarzt entsandt, dessen Termine Sie immer wieder verlegen müssen. Die Gründe dafür können sein: Personalausweis vergessen, Krankheit, anderer Arzttermin, usw. Dadurch gewinnen Sie wieder Zeit. In der Regel dauert allein die Bearbeitung dieser Angelegenheiten länger als zwei Jahre.
Diese Möglichkeit insgesamt ist effektiver und ohne Risiko, da ich Ihre Sachverhaltsschilderung so verstehe, dass Sie weder Zivildienst noch Wehrdienst ableisten wollen, um Ihre berufliche Entwicklung jetzt und nicht später voranzubringen.

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