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Hundehaltung in der neuen Mietwohnung verboten - Gibt es doch noch Möglichkeiten den Hund zu behalten?

Online-Rechtsberatung von Rechtsanwältin Petra Nieweg
Stand: 07.09.2009

Frage:

Ich wohne mit meinen beiden Kindern in einer Mietwohnung.
Hier ist Hundehaltung nicht erlaubt. Mein Hund war die ersten Wochen mit uns in der Wohnung, da wir noch keine Lösung für ihn hatten.

Dann hat sich eine Mieterin beschwert, da sie Angst hat vor dem Hund und angeblich allergisch ist. Unser Hund bellt nicht und stört in keiner Weise und eine Allergie kann bei ihr gar nicht ankommen, da der Hund entweder mit uns draußen oder in unserer Wohnung ist.

Vorübergehend war der Hund in einer Pflegefamilie, die ihn aber nicht mehr behalten kann. Nun haben wir ihn wiedergeholt. Ich weiß von mehreren Mietern in anderen Wohnungen, dass dort gegen Hunde in der Wohnung nichts unternommen wird.

Ich bitte um Mitteilung, ob ich eine Chance habe, den Hund zu behalten, bis ich eine neue Unterkunft gefunden habe.

Ferner wird es für meinen Sohn aus psychischen Gründen ( er hat lange nach dem Tod seines Vaters unter Depressionen gelitten) sehr schwer, unseren Hund schon wieder weggeben zu müssen.

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Antwort:

Es gibt tatsächlich verschiedene Möglichkeiten, mit welchen man unter Umständen erreichen kann, daß Ihr Hund bei Ihnen bleiben darf.
Eine Möglichkeit wäre, wenn die Klausel in Ihrem Mietvertrag, welche die Hundehaltung verbietet, unwirksam wäre. Das wird im allgemeinen dann der Fall sein, wenn nicht nur die Hundehaltung, sondern auch die Kleintierhaltung verboten ist, also Tierhaltung im allgemeinen. Mit Kleintieren meint man z. B. Hamster, Wellensittiche, Kanarienvögel, Fische, Eidechsen, Katzen, ungefährliche Schlangen in Terrarien usw..
Es gibt auch Ausnahmesituationen, in denen der Vermieter die Tierhaltung nicht verbieten kann. Ein Beispiel wäre die Übernahme des alten Hundes der kranken Mutter des Mieters.
In Ihrem Fall ist das aus meiner Sicht ideale Argument die Haltung des Hundes aus gesundheitlichen Gründen, d. h. zur psychischen Stabilisierung bzw. die Weggabe des Hundes würde zu einer erheblichen seelischen Belastung aufgrund depressiver Veranlagung. Diese Fälle wurden von Gerichten bereits entschieden und sind daher recht erfolgversprechend.
Die Begründung sollte daher in etwa so - vorausgesetzt, es ist so richtig - aufgebaut werden:
Nach dem Tod des Vaters hat mein Sohn sehr lange unter Depressionen gelitten. Unser Hund hilft ihm sehr, daß diese nicht erneut auftreten, sich mein Sohn sicher fühlt und seine Trauer verarbeiten kann. Zum Einzug in die neue Wohnung haben wir versucht, den Hund zunächst für eine begrenzte Zeit in eine Pflegefamilie zu geben - die Pflegefamilie stand nur begrenzt zur Verfügung -. Hier sollte sich zeigen, wie es mein Sohn verkraftet, nun ohne den Hund leben zu müssen. Wie sich gezeigt hat, ist es für meinen Sohn kaum zu ertragen, ohne den Hund zu sein, die Depressionen kommen mit jedem Tag ohne den Hund stärker zurück. Daher ist es für die psychische Gesundheit meines Sohnes leider unausweichlich, den Hund zu behalten.
Diese Ausnahmesituation sollte es dem Vermieter unmöglich machen, Ihnen die Hundehaltung zu verbieten. Ggf. könnte man sich vielleicht, um eine gerichtliche Auseinandersetzung zu vermeiden auch dahingehend einigen, daß Sie bis zum Erhalt einer neuen Wohnung den Hund halten dürfen und dann zügig ausziehen. Das Sie dieses schon geplant haben, muß der Vermieter nicht wissen. Dazu wird versichert, daß der Hund im Hausflur getragen wird und so keinen Dreck hinterläßt, daß er nicht bellt und auch sonst nicht auffällt. Man könnte auch eine Unterschriftensammlung für den Verbleib des Hundes starten und den Vermieter so moralisch unter Druck setzten. Dazu könnte man anfügen, daß es in den Wohnungen des Vermieters durchaus häufig Hundehaltung gibt und nie gegen diese vorgegangen wird, Sie also nicht schlechter behandelt werden wollen als andere. Auch dieses kann nur ein moralisches Argument sein, da es leider keine Gleichbehandlung im Unrecht gibt.
Im Zweifel müssen Sie die Situation Ihres Sohnes und den gesundheitlichen Einfluß des Hundes allerdings beweisen, d. h. Sie werden ärztliche Atteste über die Depressionen vorlegen müssen, zudem sollte der Arzt bestätigen, daß der Verlust des Hundes derzeit zu viel für Ihren Sohn wäre. Diese Atteste wird der Arzt, sofern Ihr Sohn in Behandlung war, auch ausstellen. Auch jetzt könnte man nochmals den Arzt aufsuchen und schildern, wie sehr der Sohn fürchtet, den Hund zu verlieren und wie sehr er leidet. Damit macht man das Geschehen auch aktuell aktenkundig.




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