Der direkte Draht zum Anwalt:
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00 Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen.

Kauf von Spielfiguren für ein Onlinespiel mit anschließender Account-Sperre


Online-Rechtsberatung von Rechtsanwalt Tobias Kraft
Stand: 18.08.2009

Frage:

Ich nehme aktuell an einem Onlinegame teil. Bisher habe ich 150,- Euro für Ausrüstung (Spielfigur) investiert. Ich wurde nun für 1 Jahr gesperrt, weil ich nicht gemeldet habe, dass meine Figur von einem anderen User während meines Urlaub betreut wird.

Ich will nun mein Geld wieder haben, weil 1 Jahr Untätigkeit gleichbedeutend mit dem Löschen des Accounts ist und es keinen Sinn macht bei diesem Spiel weiter mitzuwirken. Zudem sind auf meinem Spielkonto noch gekaufte Kredite, die noch einzulösen wären.

Habe ich hier eine Chance mein Geld zurück zu erhalten?

E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.
Telefonberatung: Jetzt anrufen unter 0900-1 875 000-501
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen

Antwort:

Da der user account nach Ziffer 2.7 der Allgemeinen Geschäftsbedingungen (kurz: AGB) nicht ohne ausdrückliche Zustimmung übertragbar ist und Sie nach Ziffer 4.2.3 der AGB verpflichtet sind, die Log-in-Daten und alle Kenn- sowie Passwörter streng geheim zu halten, liegt tatsächlich rein formal betrachtet ein Verstoß gegen die Nutzungsbedingungen vor. Die genannten Klauseln dürften auch einer rechtlichen Überprüfung standhalten. Wie Ihnen sicher bekannt ist, findet sich in den Regelungen die Möglichkeit eines so genannten "Accountsittings" für einen durchgehenden Zeitraum von maximal 14 Tagen, der aber vorher angezeigt werden muss. Dieser Obliegenheit sind Sie nicht nachgekommen, da Sie die vorherige Anzeige unterlassen haben.

Die Frage ist hier allerdings, ob dieser einmalige Verstoß gegen die Nutzungsbedingungen eine solch drastische Maßnahme wie eine einjährige Sperre für das Online-Spiel rechtfertigen kann. Nach Ziffer 7.2 der AGB behält sich Gameforge vor, nach eigenem Ermessen bestimmte Maßnahmen ergreifen, sofern ein Nutzer gegen die Nutzungsbedingungen oder die jeweils anwendbaren ergänzenden Bedingungen und Spielregeln schuldhaft verstößt. Ein schuldhafter Verstoß dürfte nicht zu entkräften sein, denn jedenfalls darf der Spielanbieter von Ihnen als Teilnehmer erwarten, die Nutzungsbedingungen zu kennen, so dass zumindest ein fahrlässiger und damit schuldhafter Verstoß gegeben ist.

In einer Reihenfolge mit steigender Eingriffsintensität werden in Ziffer 7.2. der AGB die möglichen Maßnahmen wie folgt angekündigt:

a) Ändern oder Löschen von Inhalten,

b) Verwarnung eines Nutzers,

c) Veröffentlichung des Fehlverhaltens im betroffenen Online-Spiel unter Nennung des Nutzernamens,

d) Vorübergehende oder dauerhafte Sperrung eines Nutzers für einzelne oder alle Online-Spiele und Inhalte der Gameforge-Internetseiten,

e) Ausschluss eines Nutzers,

f) Ausspruch eines vorübergehenden oder dauerhaften virtuellen Hausverbots in den Fällen eines Verstoßes gegen Abschnitt 6, oder

g) fristlose Kündigung des Nutzungsvertrages

Damit wird dem Bestimmtheitsgrundsatz und dem Transparenzgebot Genüge getan. Die Frage ist nur, ob der Betreiber sich bei diesem einmaligen Verstoß hier nicht zunächst mit einer milderen Maßnahme (z.B. mit einer Verwarnung) hätte begnügen müssen. Sie können hier argumentieren, dass die Verhängung dieser einem Spielausschluss gleich kommenden Strafe für einen einmaligen Verstoß als zu drastisch erscheint. Dies erscheine willkürlich und sei daher nicht mehr von dem pflichtgemäß auszuübenden Ermessen gedeckt. Im Übrigen hätten Sie ja nur die Anzeige versäumt, jedoch tatsächlich einen Anspruch auf das Accountssitting für 14 Tage gehabt, der Ihnen nicht zu nehmen gewesen sei. Der Aufbau des Maßnahmenkataloges in Ziffer 7.2 der AGB lege insofern nahe, dass zunächst mit milderen Maßnahmen zu rechnen ist und nicht direkt mit einer solchen Strafe. Darüber hinaus wollen Sie außerordentlich kündigen, weil Sie das Vertrauensverhältnis aufgrund der Vorkommnisse als zerrüttet betrachten. Das von Ihnen bereits Geleistete fordern Sie umgehend unter Setzung einer kurzen Frist (z.B. 2 Wochen) zurück.

Von einem Einklagen würde ich indes abraten, da das Vorgehen der Spielbetreiber rechtlich im wohl gerade noch zulässigen Bereich liegt und die Aussichten der gerichtlichen Geltendmachung jedenfalls nicht zu Ihren Gunsten überwiegen und ein solches Vorgehen zunächst weitere Kosten (Gerichtskosten und ggf. Anwalt) produzieren würde.



Interessante Fälle aus der E-Mail-Rechtsberatung zu AGB

Vorgehen gegen Netzanbieter bei Störungen von Telefon- und Internetverbindung | Stand: 26.09.2015

FRAGE: Es geht um einen Telefon-und Internet Vertrag mit einem Netzanbieter (über Funk, wohnen auf dem Land).Die Telefonleitung ist mehrmals am Tag, und das jeden Tag, gestört wegen einer "Überlastungssituation"...

ANTWORT: Der Widerruf der Einzugsermächtigung ist jederzeit möglich und zulässig. Beim besagten Anbieter gibt es dafür sogar ein eigenes Formular *1). Beachten Sie dabei aber, dass dadurch di ...weiter lesen

Forderung wegen der Löwenzahn Energie GmbH | Stand: 04.04.2014

FRAGE: Vattenfall möchte Geld von mir für einen Zeitraum wo ich bei Löwenzahn unter Vertrag stand.Die sagen sie hätten keine gültige Anmeldung von Löwenzahn erhalten.Löwenzah...

ANTWORT: Gegen die Löwenzahn Energie GmbH wurde meiner Information nach am 1.7.2013 das Insolvenzverfahren eröffnet, wobei die Anträge schon am 12.04.2013 gestellt worden waren *1). Das bedeute ...weiter lesen

Stromversorger möchte Strom abstellen | Stand: 07.03.2013

FRAGE: Ist es zulässig, dass mein örtlicher Stromversorger bei Umzug die Stromversorgung einstellt in der neuen Wohnung? Und gilt ein unbestätigtes Angebot eines alternativen Stromversorgers al...

ANTWORT: Zu meinem Bedauern muss ich Ihnen mitteilen, dass ein örtlicher Stromversorger bei Umzug in eine neue Wohnung die Stromversorgung einstellen darf, falls noch Altschulden bestehen. Dies ist in de ...weiter lesen

Vertrag mit Reiseveranstalter nach Fehler anfechten | Stand: 10.08.2012

FRAGE: Ich habe am 29.07.2012 über das Internetportal O. unter der Rubrik "Eigenanreise" ein Hotel in Norwegen gebucht für meine Frau und mich, 1 Woche DZ mit Halbpension, vom 26.03.2013 - 02.04.201...

ANTWORT: Frage 1.: Ein vorhandener Fehler wäre bei der Buchung von einem Laien nicht zu erkennen gewesen. Vermutlich hat es sich um einen internen Rechenfehler im System gehandelt, der dann alle Hotelangebot ...weiter lesen

Bei einer Partnervermittlung angemeldet - Trotz Widerruf soll für eine Persönlichkeitsanalyse gezahlt werden | Stand: 28.09.2009

FRAGE: Ich habe mich bei der Partnervermittlung angemeldet und einen Tag später schriftlich widerrufen. Der Widerruf wurde auch bestätigt, allerdings soll ich 99,00 Euro zahlen für eine Persönlichkeitsanalyse...

ANTWORT: Sehr geehrte Mandantin,zunächst einmal kann festgestellt werden, dass die Firma nicht zu den zwischenzeitlich hinlänglich bekannten Internet-Abzock-Szene-Firmen zählt und deshalb diese ...weiter lesen

In eine Internetfalle getappt - Ist ein wirksamer Vertrag zustande gekommen? | Stand: 26.09.2009

FRAGE: Ich bin leider in eine Internetfall getreten und habe die vergessen zu kündigen, da habe ich sie ja bezahlt habe. Nur jetzt war ich im Urlaub und habe deshalb vergessen den Vertrag zu kündigen...

ANTWORT: Sehr geehrter Mandant, Die Firma ist einschlägig dafür bekannt, angebliche Kunden mit der Behauptung, es sei ein rechtskräftiger Vertrag zustande gekommen, unter Druck zu setzen und dami ...weiter lesen


Rechtsbeiträge
Interessante Beiträge zu AGB

Videoüberwachung in Fitnessstudio zulässig?
| Stand: 17.02.2014

Das Landgericht Koblenz hatte u.a. darüber zu entscheiden, ob eine Klausel in Allgemeinen Geschäftsbedingungen eines Fitnessstudio-Vertrages zulässig ist, wonach sich das Fitnessstudio vorbehält, Teile ...weiter lesen

Urlaubsbuchung: Mehrkosten bei Namensänderung muss nicht von Reisenden übernommen werden
| Stand: 25.10.2013

Vertragsklauseln eines Reiseveranstalters, die Reisende bei einer Namensänderung verpflichtet, die Kosten für den Aufwand einer Reisedokumentenänderung zu übernehmen, sind ungültig. Das hat das ...weiter lesen

Notwendigkeit von Allgemeinen Geschäftsbedingungen?
| Stand: 04.10.2012

Frage: Müssen Online-Shops und lokale Geschäfte allgemeine Geschäftsbedingungen haben? Antwort: Nein, es ist weder für Online-Shops noch lokale Geschäfte gesetzlich vorgeschrieben, allgemeine Geschäftsbedingungen ...weiter lesen

AGBs einfach kopieren?
| Stand: 21.05.2012

Monika R. fragt:Ich betreibe eine kleine Webseite, aus der ich meine handgestrickten Mützen verkaufe. Ich habe jetzt kein Geld, um großartige einen Anwalt zu beschäftigen, und habe mir die AGBs aus einer anderen ...weiter lesen

Polizeiklausel in Mietwagen-AGBs
Nürnberg (D-AH) - Verpflichtet ein Autovermieter seine Kunden, bei jedem Unfall die Polizei hinzuzuziehen, so ist die entsprechende Klausel in seinen Allgemeinen Geschäftsbedingungen ungültig. So urteilte das Landgericht ...weiter lesen

E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.
Telefonberatung: Jetzt anrufen unter 0900-1 875 000-501
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen

SEHR GUT
4.5 Sternenbewertungen

20.220 Kundenbewertungen
Bewerten auch Sie den Anwalt
nach dem Gespräch !

   | Stand: 17.10.2017
Vielen Dank für die Ausführliche Kompetente Beratung. Bei weiteren Unklarheiten gerne wieder.

   | Stand: 17.10.2017
Ich werde anwaltshotline weiterempfehlen und bei Bedarf auch nutzen

   | Stand: 16.10.2017
Nach einer Kündigung wollte mein Arbeitgeber ein Paragraphen wissen, in dem etwas sehr explizites stand. Nach langer Suche im Internet etc. habe ich nun die Anwaltshotline genutzt. Super Beratung mit verständlichen Erklärungen. Innerhalb von 10 Sekunden wurde ich an einen Anwalt geleitet. Vielen Dank für die super tolle und schnelle Hilfe!! Nur zu Empfehlen, immer wieder gern!

Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-501
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen



Wichtige Themen:

Rechtsanwalt für AGB-Recht | Gesellschaftsrecht | Zivilrecht | AGB-Recht | AGB Gesetz | Anteilsverkauf | Branchenüblich | Gesamtprokura | Geschäftsbedingungen | gewerbliche Miete | GmbH Haftung | Hauptversammlung | Kollektivmarke | Markenschutzgesetz | Treuhand | Vertrag

Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:


ERFOLGSAUSSICHTEN CHECK

Lassen Sie 10 Anwälte urteilen

Lohnt sich ein Anwalt? Lassen Sie das Risiko Ihrer Rechtsangelegenheit von unabhängigen Rechtsanwälten bewerten. ...weiter lesen
Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:

HOMEPAGE TOOLS
NEU und exklusiv für Webmaster

Machen Sie Ihre Website rechtssicher! Mit unseren kostenlosen Homepage-Tools minimieren sie das Risiko einer Abmahnung. Egal ob Impressum, Disclaimer oder AGB. ...weiter lesen
Recht auf Ihrer Website

JURA TICKER

Die neuesten Meldungen auf Ihrer Website
Der Jura-Ticker bietet Ihren Besuchern aktuelle Gerichtsurteile, die stets interessant und leserfreundlich geschrieben sind. Dieser Content ist kostenlos in jede Website integrierbar und wird von uns regelmäßig mit einer neuen Meldung bestückt. Rechtsgebiete, Größe und Farben des Tickers können dabei an den eigenen Internetauftritt angepasst werden.

Anwaltshotline
Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-501
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen


E-Mail Beratung Online-Rechtsberatung per E-Mail. Antwort innerhalb weniger Stunden „schwarz auf weiß“. Jetzt Anfragen