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Zivilrecht

Zahlungserinnerung - Infos und Rechtsberatung

17.10.2016 /
Author Autor: Redaktion Deutsche Anwaltshotline AG

Die Zahlungserinnerung ist eine unverbindliche und höfliche Aufforderung an den Schuldner, seine Leistung zu erbringen.

Sie kann mündlich oder schriftlich erfolgen. Gesetzlich ist eine Zahlungserinnerung nicht vorgeschrieben, so dass es im Ermessen des Gläubigers steht ob er mahnt oder zunächst erinnert. Im Gegensatz zur Mahnung kommt der Schuldner mit Zugang einer Zahlungserinnerung noch nicht in Verzug. Mit einer Mahnung wird der Schuldner ernsthaft und nachdrücklich aufgefordert, nunmehr unverzüglich oder innerhalb einer bestimmten Frist zu leisten, sodass dem Schuldner klar wird, dass er im Falle der Nichtleistung mit Konsequenzen zu rechnen hat, z.B. mit gerichtlichen Schritten. Mit Zugang der Mahnung gerät der Schuldner in Verzug, muss Verzugszinsen zahlen und auch Anwaltskosten oder Inkassogebühren, wenn der Gläubiger nach erfolgloser Mahnung einen Anwalt bzw. ein Inkassobüro beauftragt. Aber Vorsicht, es gibt auch Zahlungspflichten, bei den der Gläubiger nicht mahnen muss, um Verzugszinsen verlangen zu können, z.B. wenn die Zahlung zu einem bestimmten Zeitpunkt geschuldet wird. Ob es sich tatsächlich nur um eine Zahlungserinnerung oder eine Mahnung handelt, ist nach dem tatsächlichen Inhalt der Erklärung zu beurteilen, wobei auch eine Mahnung durchaus höflich formuliert sein kann.

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