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Zivilrecht

Reallast - Infos und Rechtsberatung

23.11.2010 /
Author Autor: Redaktion Deutsche Anwaltshotline AG

Ein Grundstück kann nach § 1105 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) in der Weise belastet werden, dass an denjenigen, zu dessen Gunsten die Belastung erfolgt, wiederkehrende Leistungen aus dem Grundstück zu entrichten sind (Reallast). Als Inhalt der Reallast kann auch vereinbart werden, dass die zu entrichtenden Leistungen sich ohne weiteres an veränderte Verhältnisse anpassen, wenn anhand der in der Vereinbarung festgelegten Voraussetzungen Art und Umfang der Belastung des Grundstücks bestimmt werden können. Die Reallast kann auch zugunsten des jeweiligen Eigentümers eines anderen Grundstücks bestellt werden.

Ist keine besondere Vereinbarung getroffen, haftet der Eigentümer nach dem Gesetz für die während der Dauer seines Eigentums fällig werdenden Leistungen auch persönlich. Bei Teilung des Grundstücks haften die Eigentümer der einzelnen Teile als sogenannte Gesamtschuldner, § 1108 BGB. Die zugunsten des jeweiligen Eigentümers eines Grundstücks bestehende (subjektiv-dingliche) Reallast kann vom Eigentum an dem Grundstück nicht getrennt (§ 1110 BGB) und damit weder selbständig übertragen noch gepfändet werden (§ 851 Abs. 1 ZPO). Die zugunsten einer bestimmten Person bestehende (subjektiv-persönliche) Reallast (§ 1111 BGB) kann grundsätzlich übertragen und damit auch gepfändet werden. Fragen zum Thema Reallast beantworten Ihnen gerne die Anwälte der Deutschen Anwaltshotline am Telefon oder per E-Mailberatung.

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