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Privatdarlehen

Stand: 04.10.2013

Das Privatdarlehen als Gelddarlehen ist seit der Schuldrechtsreform am 01.01.2002 in den §§ 488 ff. des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) geregelt. Für Sachdarlehen gelten die §§ 607 bis 609 BGB.

Gemäß § 488 Abs. 1 BGB ist der Darlehensgeber eines Geldbetrages verpflichtet, dem Darlehensnehmer einen Geldbetrag in der vereinbarten Höhe zur Verfügung zu stellen. Der Darlehensnehmer ist verpflichtet, bei Fälligkeit das zur Verfügung gestellte Darlehen zurückzuerstatten. Soweit ein solcher vereinbart wurde, ist der Darlehensnehmer darüber hinaus verpflichtet, den vereinbarten Zins zu zahlen.

Bei einem Sachdarlehen verschafft der Darlehensgeber im Gegensatz zum Pacht- oder Mietvertrag dem Darlehensnehmer das Eigentum an einer vertretbaren Sache. Der Darlehnsnehmer ist berechtigt, die Sache zu verbrauchen oder zu verkaufen und muss dem Darlehensgeber nach Vertragsende lediglich eine gleichwertige Sache zurückgeben und gegebenenfalls den vereinbarten Darlehenszins entrichten.

Im Hinblick auf die Verjährung einer Darlehensforderung stellt sich oft die Frage, ob der Anspruch auf Rückzahlung nach einer längeren Zeit nicht verjährt ist. Zu beachten ist, dass die Verjährung eines Anspruchs erst beginnt, wenn der Anspruch entstanden ist. Entstanden ist der Anspruch, wenn er im Wege der Klage geltend gemacht werden kann. Voraussetzung dafür ist grundsätzlich Fälligkeit. Der Anspruch auf Rückzahlung wird fällig, wenn ein Zeitpunkt vertraglich bestimmt ist - ist kein Zeitpunkt für die Rückerstattung des Darlehens bestimmt, hängt die Fälligkeit davon ab, dass der Darlehensgeber oder der Darlehensnehmer kündigt. Vor Fälligkeit des Darlehens kann die Verjährung daher grundsätzlich nicht beginnen.

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