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Zivilrecht

Gattungsschuld - Infos und Rechtsberatung

15.09.2016 /
Author Autor: Redaktion Deutsche Anwaltshotline AG

Im Rechtsverkehr hat der Gläubiger die Möglichkeit, vom Schuldner eine Leistung zu verlangen. Hat dieses Verlangen die Übertragung eines bestimmten Gegenstandes zum Inhalt, etwa im Rahmen eines Miet- oder Kaufvertrages, ist zwischen Gattungsschuld und Stückschuld zu unterscheiden.

Die so genannte Gattungsschuld ist das Gegenstück zur Stückschuld. Bei der Gattungsschuld ist nur das Verschaffen einer Sache geschuldet, die der Gattung nach bestimmt ist. Es wird also nicht eine konkrete individuelle Sache geschuldet, sondern eine, die es schon mehrfach gibt oder die noch hergestellt werden kann. Der häufigste Fall der Gattungsschuld ist regelmäßig der Kaufvertrag. Jemand, der beispielsweise ein Radio kaufen möchte, hat ja kein bestimmtes individualisierbares einzigartiges Radio im Sinn, sondern er möchte von einer bestimmten Marke und einem bestimmten Typ ein Gerät erwerben. Hier spricht man dann von Gattungsschuld. Anders verhält es sich beim Kauf eines Gebrauchtwagens, da der Käufer sich hier für einen ganz bestimmten individualisierbaren Wagen entscheidet und nur diesen erwerben möchte.
Die so genannten Sekundärrechte, also die Rechte, die der Kunde im Fall eines Untergangs oder einer Verschlechterung der Sache hat, können sich bei Gattungsschuld und Stückschuld unterscheiden, so dass die Einteilung in diese Art von Schulden wesentlich ist.

Sollten Sie hierzu Fragen haben, hilft Ihnen ein Anwalt der Deutschen Anwaltshotline sehr gern weiter.

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