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Zivilrecht

Consultingvertrag - Infos und Rechtsberatung

10.06.2015 /
Author Autor: Redaktion Deutsche Anwaltshotline AG

Unter einem Consultingvertrag versteht man ein Vertragsverhältnis, das eine Beratungsleistung zum Inhalt hat.

Ein solcher Vertrag ist in der Regel ein Dienstvertrag. Hierdurch wird der Consultant oder Berater, zur Leistung der vertraglich versprochenen Dienste verpflichtet. Derjenige, der die Beratungsleistung in Anspruch nimmt, muss die vereinbarte Vergütung bezahlen. Der Berater schuldet anders als bei einem Werkvertrag in der Regel keinen bestimmten Erfolg. Allerdings hat der BGH im Urteil vom 16.07.2002 zum Aktenzeichen X ZR 27/01 entschieden, dass der im Vertrag zum Ausdruck kommende Wille der Parteien maßgeblich sei. Es kommt also darauf an, ob auf dieser Grundlage des Consultingvertrages die Dienstleistung als solche oder als Arbeitsergebnis deren Erfolg geschuldet wird.

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Wird ein Consultingvertrag vorzeitig durch eine außerordentliche Kündigung nach den § 626 ff. BGB gekündigt, so kann der Dienstleister die seiner bisher erbrachten Tätigkeit entsprechende Vergütung verlangen, außer die Kündigung war nicht durch das vertragswidrige Verhalten des anderen Vertragspartners veranlasst oder dieser hatte seinerseits wegen des vertragswidrigen Verhaltens des Dienstleisters gekündigt und die bisherigen Leistungen dürfen für den anderen Vertragspartner kein Interesse haben.

Wie man einen solchen Vertrag im Einzelfall gestaltet, sollte daher wohl überlegt sein. Von der Verwendung von Vertragsmustern ist daher abzuraten.

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