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Zivilrecht

ab Werk - Infos und Rechtsberatung

11.11.2015 /
Author Autor: Redaktion Deutsche Anwaltshotline AG

Vielfach erfolgt ein Kauf, wobei der Verkäufer die gekaufte Sache selbst nicht hat, vielmehr den gekauften Gegenstand erst selbst bestellen muss und deshalb die Lieferung dergestalt bewirkt, dass der Verkäufer die gekaufte Sache selbst beim Hersteller bestellt und an den Käufer liefern lässt. Der Kauf wird damit als "ab Werk" bezeichnet.

Auf einen solchen Vertrag sind die Vorschriften des Kaufs anzuwenden. Die Gewährleistungsvorschriften bleiben unverändert, allein die Frage, wann der Verkäufer seiner vertraglichen Pflicht zur Lieferung nachgekommen ist, ist gem. § 651 BGB geändert. In diesem Fall ist der Verkäufer von seiner Pflicht auf Lieferung in dem Moment befreit, indem die Lieferung vom "Werk" an den Transporteur zur Lieferung der Sache an den Käufer übergeben wurde (§ 447 BGB). Der Vertrag "ab Werk" wird demnach wie ein Versendungskauf behandelt, wonach der Gefahrenübergang bereits bei Übergabe an den Transporteur auf den Käufer erfolgt. Ein gegebenenfalls festzustellender Untergang der Sache, also deren Verlust auf dem Transport an den Käufer, ist somit vom Käufer zu tragen. Welche Auswirkungen die Lieferung ab Werk hat, ist immer im Einzelfall zu prüfen. Unsere Rechtsexperten geben gerne Auskunft am Telefon oder per E-Mail.

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