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Prospektrichtlinie - Infos und Rechtsberatung

Author Autor: Redaktion Deutsche Anwaltshotline AG / 14.07.2014

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Um sachgerechte Anlageentscheidungen treffen zu können, müssen Anleger verlässlich und umfassend über den Emittenten und das betreffende Wertpapier oder die Vermögensanlage informiert werden.

In Deutschland dürfen Wertpapiere und Vermögensanlagen nicht ohne einen Prospekt öffentlich angeboten werden. Grundlage dafür ist die Richtlinie 2003/71/EG, auch Prospektrichtlinie der Europäischen Gemeinschaft, die im Zuge der Entwicklung des europäischen Kapitalbinnenmarktes geschaffen worden ist. Die Richtlinie legt die Formalien und Inhalte der Prospekte fest, die bei öffentlichen Angeboten von Wertpapieren oder bei deren Zulassung zum Handel zu veröffentlichen sind. Sie änderte früheren Börsenprospektrichtlinien und löste die Emissionsprospektrichtlinie von 2001 ab. Die Errungenschaft der Richtlinie ist der sogenannte Europäische Pass für Emittenten. Danach sollen Emittenten in die Lage versetzt werden, den Emissionsprospekt, der bereits in einem Staat des Europäischen Wirtschaftsraums gebilligt worden ist, auch europaweit für öffentliche Angebote und Börsenzulassungen zu nutzen. Der deutsche Gesetzgeber hat die Prospektrichtlinie mit dem Wertpapierprospektgesetz (WpPG) in nationales Recht umgesetzt. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) in Frankfurt am Main ist als nationale Aufsichtsbehörde für die Billigung von Prospekten zuständig.

Bei weiteren Fragen beraten Sie unsere fachkundigen Rechtsanwälte der Anwaltshotline gerne.

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