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Schmerzensgeld Schleudertrauma - Infos und Rechtsberatung

Author Autor: Redaktion Deutsche Anwaltshotline AG / 14.09.2016
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Typische Folge eines Auffahrunfalls im Straßenverkehr kann das sog. Schleudertrauma sein. Dieses stellt medizinisch gesehen eine Verletzung der Weichteile an der Halswirbelsäule dar. Bei dauerhaften gesundheitlichen Problemen infolge eines Schleudertraumas spricht man von einem Syndrom bzw. HWS-Syndrom. Die Höhe des von der Rechtsprechung anerkannten Schmerzensgeldanspruchs nach einem Auffahrunfall oder ähnlichen Verkehrsunfällen hängt von der Intensität und Dauer der gesundheitlichen Folgen ab. Allgemeine Angaben über die angemessene Höhe eines Schmerzensgeldes für einen Schleudertrauma sind nicht möglich. Die Höhe richtet sich immer nach den Umständen im Einzelfall. So kann bei einem HWS-Schleudertrauma mit 11-tägiger Arbeitsunfähigkeit ein Schmerzensgeld von 500,- EUR entstehen (AG Ludwigshafen zfs 2001, 452) und bei einer 14-tägigen Arbeitsunfähigkeit zu einem Schmerzensgeld von 600,- EUR führen (OLG Köln VRS 106, 243). Bei einem mittelschweren HWS-Syndrom mit Prellungen der Brustwirbelsäule, wobei 6 Wochen lang Beschwerden auftraten, können 1.500,- EUR Schmerzensgeld entstehen (LG Köln DAR 2008, 388). Da die Schmerzen erst später auftreten, sollte man der Polizei erklären, dass man noch nicht angeben könne, ob man verletzt sei. Sobald dann Schmerzen auftreten, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Dieser sollte alle Beschwerden dokumentieren und das Vorliegen eines HWS-Schleudertraumas als Diagnose bestätigen. Eine Attestierung über den Verdacht einer HWS-Distorsion genügt nicht. Auch ist die Angabe der Dauer der Arbeitsunfähigkeit wichtig, da Verletzungen ohne Arbeitsunfähigkeit als Bagatelle gelten, für die kein Schmerzensgeld gezahlt wird. Liegt eine Teilschuld vor, wirkt sich dies auf die Höhe des Schmerzensgeldes aus.

Weitere Fragen in diesem Zusammenhang beantworten Ihnen gern die Anwälte und Anwältinnen der Anwaltshotline des Fachgebietes Verkehrsrecht

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