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Verkehrsrecht

Leihwagen - Infos und Rechtsberatung

18.09.2014 /
Author Autor: Redaktion Deutsche Anwaltshotline AG

Der Begriff "Leihwagen" hat sich allgemein durchgesetzt, obwohl es sich seiner Rechtsnatur nach nicht um Leihe, sondern um Miete handelt. Wenn das Gesetz von Leihe spricht, ist kostenlose Überlassung eines Gegenstandes gemeint (§ 598 BGB), bei Anmietung eines Pkw fallen selbstverständlich Mietkosten an. Auch wenn das Entgelt weit unter einem Marktpreis liegt, handelt es sich um ein Mietverhältnis (§ 535 BGB).

Das Mietwagengeschäft stand in Deutschland jahrzehntelang in großer Blüte, in den letzten Jahren hat das Mietwagengeschäft einen erheblichen Rückgang erfahren, da immer mehr Geschädigte (Bsp. nach einem Verkehrsunfall) Nutzungsausfall in Anspruch nehmen.

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Wird bei einem Unfall ein Kraftfahrzeug beschädigt, hat der Geschädigte für die erforderliche Reparaturdauer einen Anspruch auf Ersatz von Mietwagenkosten. Es muss jedoch nachgewiesen werden, dass die Reparatur tatsächlich durchgeführt wurde.
Wegen der Pflicht zur Schadensminderung darf der Geschädigte nicht den erstbesten Vermieter wählen. Er muss sich nach dem preiswertesten Anbieter wenden. Bei einer Mietdauer bis zu 3 Tage genügt es, dass die Angebote von 2 Anbietern eingeholt werden. Bei einer längeren Dauer kann verlangt werden, dass man sich in den ersten Tagen der Mietzeit nach weiteren Anbietern umschaut und dann ggf. zu einem günstigeren wechselt.
Ein Anspruch auf einen Mietwagen besteht, wenn die tägliche Fahrstrecke des Geschädigten mehr als 20 km beträgt. Bei einem geringeren Fahrbedarf kann die Übernahme der Mietwagenkosten verweigert werden, weil dann die Nutzung eines Taxis günstiger wäre. Gleiches gilt, wenn neben dem beschädigten Fahrzeug ein weiterer PKW zur Verfügung steht.

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