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Alkoholgrenze

Stand: 05.05.2014

In Deutschland gibt es mehrere rechtlich relevante Alkoholgrenzen. Während für Fahranfänger die 0,0 ‰-Regel gilt, dürfen erfahrene Kraftfahrer höhere Grenzen erreichen.

Relevant sind aus strafrechtlicher Sicht die Grenzen von 0,3 ‰ und 1,1 ‰. Überschreitet man letztere, gilt man in jedem Fall als absolut fahruntüchtig, die Entziehung der Fahrerlaubnis droht.
Die Grenze von 0,3‰ ist dann relevant, wenn Anzeichen für eine Fahrunsicherheit vorliegen oder wenn es zu einem Unfall kommt. Dann kann auch unter 1,1 ‰ die Fahrerlaubnis entzogen werden (relative Fahruntüchtigkeit).
Ab 0,5 ‰ liegt ohne Auffälligkeiten eine Ordnungswidrigkeit vor, die mit 500,- Euro Geldbuße, 2 Punkte im Bundesverkehrszentralregister/Fahreignungsregister und 1 Monat Fahrverbot geahndet wird. Liegt bereits die Eintragung einer Entscheidung vor, wird der Verstoß mit 1.000,- Euro, 2 Punkten und 3 Monaten Fahrverbot geahndet. Liegen sogar mehrere Eintragungen vor, erhöht sich das Bußgeld zusätzlich auf 1.500,- Euro.

Für Fahrer, die jünger als 21 Jahre und / oder in der Probezeit sind, kostet die Missachtung der Null-Promille-Grenze 250,- Euro, 1 Punkt, eine Verlängerung der Probezeit und die Anordnung eines Aufbauseminars.
Ab 1,1 Promille drohen eine Geldstrafe oder Freiheitsentzug, 3 Punkte und ein Entzug der Fahrerlaubnis zwischen 6 Monaten und 5 Jahren. Für einen Ersttäter betragen die Geldstrafe zwischen 1 bis 2 Monatsnettolöhne und der Entzug der Fahrerlaubnis zwischen 6 und 12 Monaten.

Aber auch, wer alkoholisiert Fahrrad fährt, löst unter bestimmten Voraussetzungen juristische Folgen aus. Denn ab 1,6 ‰ wird für den Fahrradfahrer eine MPU fällig sowie 3 Punkte und eine Geldstrafe.

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