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Verkehrsrecht

Abstandsmessung - Infos und Rechtsberatung

07.07.2014 /
Author Autor: Redaktion Deutsche Anwaltshotline AG

Die Abstandsmessung erfreut sich bei den Ordnungsbehörden großer Beliebtheit.

Es werden verschiedenste Verfahren angewandt. Überwiegend wird der Abstand von erhöhten Punkten aus überwacht, meistens von Brücken. Bei diesem Brückenmessverfahren werden drei Bereiche überwacht: ein Fernbereich, indem das Vorverhalten des Fahrzeugführers beobachtet wird, ein Nahbereich, der der Messung dient und ein neutraler Bereich von der Nulllinie bis zur Brücke als Beobachtungsposten. Bei der Abstandsmessung werden die Geschwindigkeit und der zum vorausfahrenden Fahrzeug eingehaltene Sicherheitsabstand berechnet. Die Abstandsermittlung erfolgt durch Auswertung der Stellung der Fahrzeuge zu den Fahrbahnmarkierungen vor dem Beobachtungspunkt. Bei der Geschwindigkeitsmessung handelt es sich im Wesentlichen um das Messen mittels Stoppuhren, die zumeist mit der Aufnahmetechnik, einer Videokamera, die mit einem Recorder verbunden ist, gekoppelt ist. Den gesamten Verkehr aufzuzeichnen und dann bei der Filmauswertung Verstöße zu ermitteln, ist unzulässig, da das Recht auf informationelle Selbstbestimmung der unschuldig aufgenommenen Verkehrsteilnehmer verletzt wird; die bei dieser Videoaufzeichnung erlangten Beweise unterliegen einem Beweiserhebungsverbot (BVerfG NJW 2009, 3293). Fehler bei der Abstandsmessung können vor allem dann auftreten, wenn der Fahrzeugführer auf einen Fahrzeugpult auffährt und nicht rechtzeitig die Geschwindigkeit verringert oder wenn ein Fahrzeug einschert.Damit eine Unterschreitung des Sicherheitsabstandes geahndet werden kann, muss der Kraftfahrer den gebotenen Sicherheitsabstand vom halben Tachowert nicht nur ganz vorübergehend missachtet haben. Als nicht nur vorübergehend wird eine Strecke von 250 bis 300 m angesehen (OLG Köln VRS 66 465). Oftmals kommt es bei diesen komplexen Messverfahren zu Fehlern, die dem Betroffenen nützen können.

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